VIVA Cruises

Darum ist es am Rhein so schön!

Wer schöne Landschaft mit Kultur, Romantik und Entschleunigung, aber auch Lebensfreude verbinden will, ist am Rhein gut aufgehoben. Davon konnte sich „traveller“-Autor Gerhard Reiter bei einer Flusskreuzfahrt auf dem längsten deutschen Fluss auf Einladung von VIVA Cruises überzeugen.

Nach einem ruhigen Flug mit Eurowings empfängt uns die nordhein-westfälische Landeshauptstadt an einem etwas wechselhaften, aber angenehm kühlen Julitag. Die Altstadt reißt mich architektonisch zwar nicht vom Hocker – trotzdem spürt man, dass die meisten der Bewohner wohl gerne hier leben. In den unzähligen Kneipen und Gastgärten herrscht überall Hochbetrieb, obwohl es Dienstag ist. „Die Düsseldorfer sind lebenslustige Leute“, klärt mich eine schreibende Kollegin auf, die schon lange hier lebt.

Dann geht´s an Deck der MS Inspire. Die auf Flusskreuzfahrten spezialisierten VIVA Cruises sind ein noch junges Unternehmen. Aber schon im ersten vollen Betriebsjahr konnte der erst 2018 gegründete Tour Operator beachtliche 5.600 Passagiere verbuchen. „Für heuer erwarten wir – trotz Corona und des damit verbundenen dreimonatigen Stillstandes – bereits 8.000 Passagiere“, betont nicht ohne Stolz VIVA Cruises Verkaufsmanager, Patrick Ell.

Bis zu 150 Flusskreuzfahrer kann die MS Inspire beherbergen – bei unserem Reisetermin Mitte Juli sind es immerhin knapp 90. Die vorsorgliche Fiebermessung vor Betreten des Schiffes erinnert uns daran, dass Corona noch nicht vorbei ist. 

Andernachs Kaltwasser-Geysir

Nach einer herrlich durchschlafenen ersten Nacht (vielleicht liegt es an den wunderbaren Betten in der Kabine) erwachen wir am nächsten Morgen in Andernach. Es zählt neben Trier und Koblenz zu den ältesten Städten Deutschlands. Davon zeugen Ausgrabungen aus der Römerzeit und Teile der mächtigen mittelalterlichen Stadtmauer. Imposant ist der Runde Turm, der 56 Meter in die Höhe ragt. Dessen Wächter wohnte einst in luftiger Höhe in einem Häuschen am Turm. Bekannt ist Andernach durch den höchsten Kaltwassergeysir der Welt – bis zu 60 Meter schießt das Wasser dort mehrmals pro Tag in die Höhe. Bemerkenswert ist die Initiative „Die essbare Stadt“. Auf öffentlichen Grünanlagen Andernachs kümmern sich Schüler, aber auch Langzeitarbeitslose, unter Anleitung professioneller Gärtner um kleine Schaugärten, in denen die Phasen von Säen, Wachsen und Ernten verschiedener Pflanzen veranschaulicht werden. „Pflücken erlaubt“ ist das Motto. 

Auf unserer Weiterfahrt ziehen kleine Ortschaften langsam an uns vorbei. Immer wieder thronen stattliche Burg- und Schlossanlagen an den Uferhängen. Historisch Interessierte können da tief eintauchen – wir genießen aber das Gefühl der Entschleunigung, die das Dahingleiten auf dem Rhein entlang saftig grüner Wiesen und Hänge vermittelt.

Auf „Funzeltour“ durch Boppard

Boppard heißt unser nächstes Ziel. Das kleine Städtchen lernen wir bei einer „Funzeltour“ kennen. Auf einem kleinen Leiterwagen, an dessen Enden zwei Laternen hängen, stehen Weinflaschen und kleine Gläser für Kostproben. Eine Funzeltour ist eine abendliche Stadtführung mit Weinproben. Schließlich werden an den Hängen rund um Boppard qualitativ hochwertige Weine angebaut. „Riesling, Spätburgunder, Rivaner, Riesling-Spätlese, Spätburgunder rosé“, zählt Stadtführer Stefan Höffling auf und reicht mir eine Probe mit einem köstlichen Spätburgunder. Das klapprige Dahinscheppern des Leiterwagens samt Weinflaschen auf dem Straßenpflaster hat einen eigenen Charme. Gepflegte Fachwerkhäuser verleihen dem Städtchen einen malerischen Charakter. Auch hier zeugen Mauerreste von der Römerzeit. Aus Boppard stammte Michael Thonet, der durch seine Kaffeehausstühle bekannt ist. Kein geringerer als Fürst Metternich  hatte Thonet einst nach Wien geholt.

Die Loreley grüßt herüber

Auf der Weiterfahrt nach Mainz öffnet sich bei St.Goar der Blick auf die Loreley, der berühmte Schieferfelsen bei Rheinkilometer 555. Seit Clemens Brentanos in Balladenform erzähltem Kunstmärchen Lore Lay gibt er auch einer Zauberin oder Nixe auf diesem Felsen ihren Namen.

In Mainz wird gern gefeiert

Weiter geht´s nach Mainz. Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt gilt als Hochburg in Sachen Feiern. Der Mainzer Karneval zählt neben jenen von Köln und Düsseldorf zu den bekanntesten Deutschlands. Mehr als 2.000 Jahre alt ist Mainz. Im zweiten Weltkrieg bei acht Luftangriffen schwer zerstört, präsentiert sich Mainz heute fein herausgeputzt. Sehenswert ist die Altstadt mit dem mächtigen Mainzer Dom, der bei den Luftangriffen weitgehend unversehrt blieb. Zu den berühmtesten Söhnen der Stadt zählt Johannes Gutenberg. Dem Erfinder des Buchdruckes ist ein eigenes Museum gewidmet. Typisch für Mainz sind die in der Stadt in großer Zahl zu findenden Weinstuben. „Wir Mainzer feiern eben gern und kämpfen weniger“, schmunzelt Stadtführerin Beate Heusel-Hollemeyer mit Verweis auf die Friedfertigkeit und Weltoffenheit der Mainzer.

Abends dann ein Abstecher nach Rüdesheim. Bei einem Besuch in der Weinmetropole sollte ein Abstecher in die Drosselgasse nicht fehlen. Die Atmosphäre in den gemütlichen Weingärten dort erinnert an die Heurigen in Wien.

Wo die Mosel in den Rhein fließt

Schließlich legen wir in Koblenz an. Fixpunkt eines Stadtbummels sollte das Deutsche Eck sein, wo die Mosel in den Rhein mündet. Dort thront auf einem Sockel die berühmte, riesige Statue von Kaiser Wilhelm I. Mit der städtischen Gondel fahren wir zur gewaltigen Festung Ehrenbreitstein, von der aus sich ein prächtiger Ausblick auf Koblenz bietet. Die Gondel stammt übrigens vom österreichischen Seilbahn-Pionier Doppelmayr.

Resümee: Jede Menge Abwechslung mit einer ständig wechselnden Kulisse, viel Interessantes aus der Geschichte, gleichzeitig aber auch Entspannung und viel Platz auf dem Schiff. Dazu eine gute Küche an Bord, ausgezeichnete Weine und äußerst freundliche und aufmerksame Mitarbeiter. Darum ist es am Rhein so schön ... 

Information

VIVA Cruises bieten Flusskreuzfahren auf den Flüssen Rhein, Mosel, Elbe, Donau, Rhône und Seine, in der Regel mit vier oder fünf Übernachtungen.
Testreise „Erlebnis Rheingau“ auf der „MS Inspire“ ab Düsseldorf: 5 Tage (4 Nächte) in Suiten (ausschließlich Außenkabinen) je nach Saison ab 450 Euro pP auf Basis AI inkl. aller Mahlzeiten, alkoholfreie und alkoholische Getränke zwischen 10:00 und 24:00 Uhr sowie inkl. Trinkgelder

www.viva-cruises.com 

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