Zoku Vienna

Menscheln – Modern interpretiert!

Die Welt braucht nicht noch mehr Zeugs, sie braucht intelligentere Lösungen, sagen die Gründer und Geschäftsführer der Zoku Hotels und Hans Meyer und Marc Jongerius haben damit eine ebensolch kluge wie zeitgemäße Verbindung aus gesellschaftlichem Miteinander, Wohnen und Leben wie Zuhause und dem neuen Homeoffice-Trend verbunden mit traditionellen Hotelserviceleistungen für die Zielgruppe der globalen Nomaden geschaffen. Nach Amsterdam und Kopenhagen eröffnete am 01. Juni mit dem Zoku Vienna im Wiener Prater das dritte Zoku-Haus und stammgast.online konnten bereits vor der offiziellen Eröffnung einen Blick hinter die Kulissen dieses hybriden Hotelkonzepts werfen.

Warum Zoku, was hat es mit diesem Namen auf sich, wollen wir gleich zu Beginn unseres Gesprächs wissen, müssen aber mit der Begriffsdefinition, die auch gleich viel über Strategie und Zielrichtung der Zoku Hotels erklärt, noch ein wenig warten. Denn Hans Meyer holt uns mit seinen Sidekicks – so nennen sich die freundlichen Zoku-Mitarbeiter, die jedem Gast auf Wunsch zur Seite stehen – dort ab, wo sich das Herzstück jedes Zoku-Hauses befindet: In der Social Area – im Wiener Zoku im siebten Stock – und was ein wenig statisch klingt, ist alles andere als unpersönlich. Vielmehr vermittelt das offene Wohn- und Arbeitszimmer schon auf den ersten Blick eine heimelige Wohnzimmer-Atmosphäre, fast wie aus Großmutters Zeiten. Denn auch bei Omama fand das familiäre, gesellschaftliche und berufliche Leben oft in der Küche an einem großen Tisch statt und in etwa so muss man sich auch den öffentlichen Bereich im Zoku Vienna vorstellen.

Legostein trifft Riesenrad

Es ist ein riesiger, lichtdurchfluteter nach allen Seiten hin offener Raum ohne visueller Grenzen, dafür mit viel Grün, bequemen Knotzecken, praktischen Arbeitsplätzen mit allen elektronischen Notwendigkeiten und zahlreichen Accessoires, die ein Wohnzimmer halt warm und gemütlich machen sowie einem fantastischen Blick vom angeschlossenen Rooftop, der nicht nur das Wienerherz Luftsprünge machen lässt. Spätestens ab hier weiß man, dass man in keinem traditionellen Hotel angekommen ist und nimmt diese Andersheit gleich als völlig normal wahr. Alles, was das Auge in diesem open space auf Side- und Highboards entdeckt – von bunten Legosteinen und Leuchtmalstiften in großen Gläsern über Kartenspiele, Bildbänden und moderner Kunst an den Wänden, die, wenn sie dem Gast nicht gefällt, jederzeit gegen andere Malereien aus dem hoteleigenen Kunstfundus getauscht werde können – fügt sich zu einem harmonischen Bild, dessen Mittelpunkt die nach allen Seiten hin offene Kindred Spirits Bar bildet. An der sich, so der Sidekick, der uns durchs Haus im Wiener Prater führt, die Gäste ihr Seidl Bier oder Glas Wien nach Lust und Laune auch selbst einschenken können. Grad wie zu Hause, und auch das Frühstück, Mittag- oder Abendessen wird in der Living Kitchen an langen Gemeinschaftstischen, jedoch zeitlich wie’s dem Gast gefällt, eingenommen. Hinter dem Herd steht in der Living Kitchen Ana Mendoza, die mit ihren farbenfrohen wie gesunden und ausgewogenen Kreationen dem Slow Food Trend folgt und unter Bedacht auf Regionalität ihre „Familie“ im Buffet-Stil bekocht. Übrigens, alles, was sich im Zoku Vienna an vermeintlichem Krims Krams in den Regalen findet, ist nicht bloß nett fürs Auge hingestellt, sondern für den echten Gebrauch gedacht. Wer also das Riesenrad mit Legosteinen nachbauen möchte, schnappt sich ein Glas voller Bauklötze und begibt sich damit auf die Dachterrasse, am besten in der Dämmerung. Dann nämlich glitzert, blinkt und leuchtet der Wiener Prater mit dem Riesenrad am allerschönsten und macht das Zoku Vienna vor dieser wundervollen Kulisse wohl auch bald zu einem beliebten Hotspot der Wiener Bevölkerung.

Die neue Dimension der Apartmenthotels

Auch für uns wird spätestens hier die erfrischende Andersheit dieses hybriden Hotelkonzepts, das auf einer simplen Logik basiert, verständlich. Das Warum und Wofür verdeutlicht Hans Meyer:

„Persönliche und berufliche Lebensstile verändern sich, die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen immer mehr, die Menschen werden immer mobiler, die fortschreitende Digitalisierung und jetzt die Corona-Pandemie beschleunigen diesen Prozess der Veränderung. Immer mehr Menschen verschiedener Nationalitäten werden Teil einer gemeinsamen reisenden Bewegung quer über den Globus. Sie arbeiten und leben anders als die traditionelle Norm und sind bei allem was sie tun und gerade auf Reisen flexibel und unkonventionell. Und obwohl diese Zielgruppe immer größer wird, fehlte bis dato eine auf die sogenannten globalen Nomaden und ihre Bedürfnisse zugeschnittene Unterkunftsmöglichkeit. Klassische Hotels oder Serviced Apartments können eintönig und einsam sein und sind, mit dem Bett als absoluter Mittelpunkt und auch sonst nur auf das Notwendigste beschränkt, eben nicht mehr als nur eine Unterkunft. Also haben wir über Möglichkeiten nachgedacht, um das (Apartment)Hotel neu zu erfinden. Wir wollten einen Ort schaffen, um Menschen, die für länger Zeit im Ausland leben oder arbeiten oder auch nur für eine kürzere Geschäfts- oder Urlaubsreise die Annehmlichkeiten eines privateren Livestyle-Ambientes wünschen und schätzen, zusammenzubringen. Zoku ist kein Hotel nach gängigem Muster und wir haben auch nicht die Absicht eines zu werden. Zoku bleibt ein Work-in-Progress, das mit unseren großartigen Teams und vieler Mitbegeisterter immer besser werden wird. Weil wir das Leben während man im Ausland wohnt und arbeitet, einfacher, lustiger und erfüllender machen.“

Den Wohneinheiten, die eben alles andere als nur Hotelzimmer mit dem Bett als dominierender Mittelpunkt sind, kommt in den Zoku-Hotels eine wesentliche Rolle bei. Ähnlich einer Garconniere sind es nämlich echte kleine und voll funktionsfähige Wohnungen, Lofts genannt, die über mehr als die übliche Basisausstattung in normalen Service-Appartements verfügen. Vom Kühlschrank mit Drei-Sterne-Gefrierfach, Geschirrspüler, Mikrowelle und Induktionskochfeld bis zu Pfeffer, Salz und Öl sowie Koch- und Essgeschirr für vier Personen ist die Küchenzeile überperfekt bestückt. An der Pinnwand finden sich neben Yoga-Posen fürs tägliche Workout und Gute Nacht Geschichten zum Einschlafen auch Rezeptideen für schnelle Gerichte, die man dann alleine oder mit geladenen Gästen am Esstisch mit vier Sesseln im gemütlichen Wohnbereich, in dem sich noch ein feines Zweiersofa befindet, wie zu Hause mit Blick auf den Flat-TV genießen kann. Und fallen dann die Augen langsam zu, geht’s über eine unter Tags „versenkbare“ Treppe ins Hochbett. Mag diese Kuschelhöhle möglicherweise nur für die beweglicheren jungen Nomaden konzipierte sein, geschickt und durchdacht, wie das Loft generell, ist diese platzsparende und zusätzlichen Stauraum schaffende Raumlösung allemal. Insgesamt verfügt das Zoku Vienna über 131 Lofts mit entweder 24 oder in der XL-Variante 28 m² – hier ist mit den von der Decke hängenden Ringen das Fitnessstudio inbegriffen - für maximal 262 Personen. Aus der „Pantry“ (Vorratskammer) - gibt’s auf jeder Etage – kann man von Kissen und Decken über Toaster, Mixer oder Reiskocher bis zum Putzzeug, falls Mutti mal zu Besuch kommt, jederzeit zusätzliche Dinge für den täglichen Gebrauch beziehen. Die man, wie die fertigen Gerichte von der Labstelle für den kleinen Hunger zwischendurch aus dem „The (Almost) Everything Store“ einfach auf seine Zimmerkarte bucht und bei Abreise bezahlt.

Ein Haus für den modernen Clan

Wir sind fast am Ende unserer kleine Side-Inspection und wollen von Hans Meyer noch wissen, warum man Wien als dritten Standort der in Europa expandieren Hotelkette gewählt hat? Die Antwort, so Meyer, ist einfach: „Wien ist nicht nur eine der interessantesten, sondern auch eine der lebenswertesten Städte der Welt und als Hub und beste Verbindung in den Osten bekannt.“ Und dass der Prater wie die Messe Wien mit angeschlossenem Kongresscenter und der Universitäts-Campus in unmittelbarer Nähe sind, sind für die internationale Klientel wertvolle Assets, erklärt Meyer. Und endlich erfahren wir auch, wofür Zoku steht: Für Familie, Stamm oder Clan, und was japanischen Ursprung hat, wird von den Zoku Gründern entsprechend interpretiert: Live and work together und sich dabei wie zu Hause fühlen.

„Zoku ist kein Hotel nach gängigem Muster und wir haben auch nicht die Absicht eines zu werden“, so Hans Meyer.

Zoku ist für Urlaubs- und Geschäftsreisende gleichermaßen gemacht und ob kurzer oder Langzeitaufenthalt ein gemütlicher wie funktioneller Ort, an dem es ordentlich menschelt, weil man mit Gleichgesinnten auf Zeit zusammenlebt und arbeitet und dabei in das urbane Leben einer tollen Stadt eintaucht.

Zoku Vienna

Für Meetings oder kleinere Konferenzen stehen im Zoku Vienna auch sogenannte „Worklofts“ – normale Lofts, die sich auch tagsüber perfekt zur Büronutzung eigenen und tageweise inkl. Lunch in der Living Kitchen gemietet werden können, zur Verfügung.

Das Hotel verfügt zudem über Besprechungsräume für acht bzw. zehn und 40 Personen. Zur Hotelausstattung zählen ein Fitnesscenter, Schließfächer, ein Waschraum für alle Residents, ein Changingroom für Frühanreisende oder bereits ausgecheckte Personen, die sich vor der Abreise noch frisch machen möchten sowie Leih-Fahrräder. Aktuell gibt es mit 85 Euro für das Loft pro Nacht günstige Opening-Tarife, in weiterer Folge werden die Preise pro Loft und Nacht bei rd. 110 bis 120 Euro liegen.

www.livezoku.com

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