WKÖ

„Grüner Pass“ soll Reisefreiheit bringen

Am EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs soll ein gemeinsamer Ansatz für ein europäisches Zertifikat zum Nachweis einer Coronatestung, Impfung oder durchgemachten Coronaerkrankung erarbeitet werden. Der "Grüne Pass" spielt dabei wohl die wichtigste Rolle für einen Restart im Tourismus. 

„Mit dem EU-Gipfel zum ‚Grünen Pass‘ gehen wir einen nächsten Schritt, um den europäischen Tourismus wieder in Richtung des dringend notwendigen Restarts zu bringen und zu unterstützen“, sagt Robert Seeber, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Wir benötigen europaweit einheitliche Kriterien mit nachvollziehbaren Regeln für alle am Tourismus Beteiligten – vom Gast, Reiseveranstalter oder Hotelier über die Freizeitbetriebe bis hin zu den Kultur- und Vergnügungsbetrieben.“

Der geplante „Grüne Pass“ mit einheitlichen Parametern könnte dann nicht nur bei Reisen, sondern auch im Gesundheitswesen, bei Dienstleistungen, für Dienstreisen, den Zugang zu Arbeitsstätten oder beim Zutritt zu Veranstaltungen genutzt werden. Er ist somit für alle Wirtschaftsbereiche von enormer Bedeutung.

„Ein ‚Grüner Pass‘ ist ein einzigartiges Tool, das uns schnell in fast allen Bereichen eine Rückkehr zur Normalität ermöglichen kann und sollte dementsprechend rasch vorangetrieben werden“, begrüßt Seeber auch die Ankündigung der heimischen Bundesregierung mit einem avisierten Start bereits im April.

Reisebranche lebt von offenen Grenzen

Gregor Kadanka, Obmann des WKÖ-Fachverbandes der Reisebüros, ergänzt: „Die österreichischen Reisebüros, aber auch der gesamte für die EU so wichtige Tourismus leben von offenen Grenzen und Reisefreiheit. Insbesondere Quarantänebestimmungen, die Urlaubsreisen mehr oder weniger unmöglich machen, sollen mit dem ‚Grünen Pass‘ und dem damit verbundenen Nachweis über einen negativen Coronatest, eine Impfung oder bereits erfolgte Erkrankung endlich der Vergangenheit angehören. Zusätzlich zu diesem Instrument braucht es für die Branche und alle Reisefreudigen aber auch europaweit einheitliche und leicht nachvollziehbare Einreisebestimmungen.“

Klares Ziel sei es, so die beiden Branchenvertreter, mit dem „Grünen Pass“ zukünftig die pauschale Schließung ganzer Wirtschaftszweige vermeiden zu können, wenn zusätzlich die Einhaltung geltender Schutzmaßnahmen – durch Hygienekonzepte plus Teststrategien – gewährleistet ist und auch die Mobilität von Bürgern mit digitalen Konzepten gesteuert werden kann.

„Die Wirtschaft lebt von Interaktion und nicht von Lockdowns, es ist daher klar, dass die bedeutende Wertschöpfungskette des österreichischen Tourismus nicht mehr durch Grenzschließungen etc. unterbrochen werden darf. Europäische Regelungen müssen auch hier Klarheit schaffen und ein einheitliches Vorgehen gewährleisten“, betonen Seeber und Kadanka abschließend.

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