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Wien

Weihnachtstraum mit weniger Ständen

Wohl weniger Menschen, definitiv weniger Stände und Ordner mit Engelsflügel: Der beliebte Christkindlmarkt am Wiener Rathausplatz wird heuer coronabedingt anders ablaufen. Die Betreiber haben ein umfangreiches Sicherheitskonzept ausgearbeitet, damit der Weihnachtstraum trotz Pandemie stattfinden kann. Auch das Rahmenprogramm wird weitgehend gestrichen. Zumindest der berühmte Herzerlbaum im Rathauspark wird wieder leuchten.

Das Marktamt hat den Bescheid zur Durchführung des Marktes erteilt, wurde am Freitag mitgeteilt. Der Weihnachtstraum wird am 13. November seine Pforten öffnen. Um die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher zu gewährleisten, wurde in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer und Hans Peter Hutter von der Medizinischen Universität Wien ein Präventionskonzept erarbeitet, hieß es. Akan Keskin, der Obmann des Vereins zur Förderung des Wiener Marktgewerbes, zeigte sich zufrieden: "Wir freuen uns sehr, den Wienerinnen und Wienern in diesen fordernden Zeiten einen besinnlichen Christkindlmarkt zu bieten und stellen uns mit Respekt dieser großen Aufgabe. Der Wiener Rathausplatz wird, mit einigen Veränderungen, auch dieses Jahr in seiner gewohnten Pracht erstrahlen."

Die Veranstalter gehen davon aus, dass die Gesamtbesucherzahl sinken wird, da viel weniger Gäste aus dem Ausland oder den Bundesländer nach Wien kommen werden. Für jene, die sich für einen Besuch entscheiden, gibt es aber auch aus anderen Gründen mehr Platz. Denn es wird 35 Stände weniger geben, insgesamt sind es dann 120. Zugleich werden bis zu zwölf Meter breite Durchgangswege freigehalten. Freiflächen an den Seiten werden als spezielle Zonen ausgewiesen, wo Speisen und Getränke konsumiert werden dürfen. Das Stehen beim Punschstand wird es in der herkömmlichen Form somit nicht geben.

Die allgemeinen Regeln wie Maskenpflicht und die Beachtung der Abstandsgebote gelten ebenfalls. Markierungen am Boden sollen bei der Einhaltung der nötigen Distanzen helfen. Eine direkt am Markt befindliche Sicherheitszentrale wird das Geschehen verfolgen. Sie steuert auch das Leitsystem. Zu diesem gehören etwa Ampeln an den Eingängen. Leuchten diese Rot, sind zu viele Besucher am Platz, ein Eintritt ist dann nicht mehr möglich. Überwacht wird der Weihnachtstraum auch von eigenen Ordnern. Sie sind mit Engelsflügel ausgestattet, um spielerisch auf das Einhalten von Abständen hinzuweisen, wie es hieß.

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen im Fokus. Sie werden regelmäßig getestet. Das Rahmenprogramm wie Konzerte und Back- und Bastelstube entfällt jedoch. Es könne nicht ohne Risiko umgesetzt werden, bedauern die Veranstalter. Der kleine Eistraum oder auch das Ringelspiel im Park sollen jedoch wieder aufgebaut werden. Und auch der beliebte Herzerlbaum soll wieder für festliches Ambiente sorgen.

Um die Stimmung auch daheim erlebbar zu machen, wird erstmals ein Onlineshop angeboten. Unter gibt es nicht nur Kunsthandwerk zu erwerben, sondern auch Punsch in der Flasche.

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