Vorarlberg

Tourismus setzt auf Sicherheit

Vorarlbergs Tourismus will wie bereits in der vergangenen Saison mit dem Thema Sicherheit punkten. Der Start in die Wintersaison erfolge auf Basis des aktualisierten "Winterkodex". In Sachen Buchungen hoffte man, den für die Weihnachtswoche erfolgten Einbruch (50 % Stornierungen) noch einigermaßen auffangen zu können.

Der "Winterkodex", ein Sicherheitskonzept, das sowohl für Gäste als auch Beschäftigte gilt, wurde für die vergangene Wintersaison 2020/21 erarbeitet, die aber aufgrund der Pandemie zum Großteil ins Wasser fiel. Schon seit dem Sommer sei das Konzept laufend weiterentwickelt worden, betonte am Montag der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP). Grundlagen bildeten einerseits die bundesgesetzlichen Vorgaben und andererseits eine Selbstverpflichtung der Branche. Würde nur ein einziger Betrieb ausscheren, "so betrifft uns das alle", sagte Markus Kegele, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Vorarlberger Wirtschaftskammer. Die Branche werde die Vorgaben einhalten.

In den "Winterkodex" integriert ist etwa eine digitale Informationsplattform sowohl für die Betriebe als auch für Gäste. Ebenso umfasst er ein landesweites digitales Contact Tracing-Tool für Betriebe, das bereits 1.130 Unternehmen kostenlos nützen, oder auch ein kostenloses Impfangebot für Mitarbeitende, das auch für ausländische Saisonkräfte gilt. "Wir orientieren uns konsequent am Weg des Gastes", betonte Gantner. Wichtig sei auch eine entsprechende Kontrolle der Maßnahmen.

"Sicherer als in Vorarlberg kann ein Gast den Urlaub nicht verbringen", sagte Kegele. Wie sehr der dreiwöchige Lockdown der Branche geschadet hat, konnte er vorerst nicht beziffern. Nach vielen Stornierungen im Zusammenhang mit dem Lockdown würden nun auch wieder viele Buchungen getätigt. "Ob wir aufholen können, was wir verloren haben, wissen wir nicht", so der Spartenobmann. Er gehe jedenfalls davon aus, dass die Saison bis Mitte April dauern werde. "Wir haben eine riesengroße Verantwortung für Gäste, Mitarbeitende und Lieferanten", stellte Kegele fest.

Andreas Gapp, Obmann der Fachgruppe der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer, berichtete von einem "guten Andrang" bei den Skiliften, aber es gebe natürlich Luft nach oben. Bei den Kassen müsse man sich aufgrund der 2G-Kontrollen auf etwas längere Wartezeiten einstellen müssen. Vorarlbergs Tourismus-Direktor Christian Schützinge sagte, dass die Nachfrage nach Winterurlaub enorm groß sei. Buchungen tätigten die Interessenten aber erst, wenn die Rahmenbedingungen klar seien.

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