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Von Florida bis Fiji

So urlauben wir bewusst

Natur- und Umweltschutz auf Reisen nehmen einen immer höheren Stellenwert ein. Laut einer globalen Umfrage in 2019 ist Deutschland, gefolgt von Frankreich, führend im Ranking jener Länder mit den meisten umweltbewussten Reisenden. Neben einer Minimierung des ökologischen Fußbadruckes beispielsweise bei der Anreise können Weltenbummler auch in den Zielgebieten auf nachhaltige Angebote, Projekte und Initiativen bei der Urlaubsplanung und dem Programm vor Ort zurückgreifen. Wie das aussehen kann, zeigen acht Beispiele vom Schwarzwald bis in die Südsee.

Gute Bohnen auf den Philippinen

Es muss nicht immer Freiwilligenarbeit sein – manchmal macht bereits eine Tasse Kaffee den Unterschied. Das Team von El Union Coffee im Norden der Philippinen betreibt seinen Kaffeeladen nach einer klaren Philosophie: Arbeit ist ein wichtiger, aber nicht der wichtigste Bestandteil im Leben. Jeder Mitarbeiter bekommt die bestmögliche Bezahlung und so viel Freizeit, wie gefordert wird, zusätzlich medizinische Versorgung und vieles mehr. Der Gewinn geht an die Organisation CURMA, die sich dem Schutz der Schildkröten annimmt, sich um Abwassersysteme, den Erhalt der Küsten und der Permakultur kümmert. Der Kaffee kommt – ohne Zwischenhändler – direkt vom Bauern; diese werden fair bezahlt und nachhaltig geschult.

Auf Schmusekurs mit Floridas Giganten

Im Städtchen Crystal River an der Westküste Floridas rettet Tourismus Tierleben. Bis vor ein paar Jahren galten die Manatis noch als eine akut bedrohte Tierart. Weder gab es Regeln für den richtigen Umgang mit den friedliebenden Lebewesen noch Maßnahmen für deren Schutz. Crystal River ist dank der natürlichen warmen Quellen ein Ort der Zusammenkunft für Manatis geworden. Nur hier ist es möglich – unter Anleitung – mit den Seekühen zu schwimmen. Mit den Geldern aus dem Tourismus werden Maßnahmen und Kampagnen zum Schutz der Tiere finanziert – eine klassische Win-Win-Situation: ein einzigartiges Unterwassererlebnis für Besucher und zahlreiche Schutzzonen sowie Hilfsaktionen zugunsten der Manatis, deren Bestand sich deutlich und nachhaltig erhöht hat.

Müllfrei an Frankreichs Atlantikküste

Das Tourismusbüro von Médoc Plein Sud an der französischen Atlantikküste punktet gleich zweifach: Die Anlaufstelle für Besucher im Küstenort Le Porge-Océan kommt komplett ohne Papier aus. Zudem handelt es sich um ein mobiles und flexibel einsetzbares Büro, welches in einem Transporter untergebracht ist. Die zehn Gemeinden der Region setzen sich für den Schutz des dortigen Naturgebietes ein. Zum ersten Mal in Frankreich entschied daher das nationale Forstamt alle Mülleimer am Strand zu entfernen, um Besucher zu animieren, ihren Müll mitzunehmen. Das Tourismusbüro geht mit dieser Entscheidung Hand in Hand und entschied sich auf unnötigen Abfall und Papiermüll fortan zu verzichten. Das mobile Büro erlaubt eine Anpassung an die natürlichen Gegebenheiten und mehr Flexibilität in Haupt- und Nebensaison.

Gärtnern unter Fijis Wasseroberfläche

Um diese Diversität des Riffs rund um die Fiji Inseln zu erhalten, schreiten viele Resorts mit gutem Beispiel voran und erhalten mit gezielten Maßnahmen und Projekten die Riffe. Im Barefoot Manta Resort mit dem Life Under the Sea Marine Science and Education Center informiert der hauseigene Meeresbiologe über alles Wissenswerte zur Unterwasserwelt. Das Freiwilligenteam erklärt, welche Bedeutung schon kleinste Lebewesen für das Meeres-Ökosystem haben und wie wichtig es ist, dieses durch gezielte Maßnahmen aufrecht zu erhalten. Auch das Entfernen von Schädlingen am Riff, genauso wie die Restauration der Uferzone durch Dünenaufschüttung oder das Pflanzen von jungen Mangroven, spielt dabei eine bedeutende Rolle. Urlauber können sich aktiv am Meeresschutz beteiligen und beispielsweise ihre eigenen Korallen pflanzen.

Abschlag auf den grünen Greens von Madeira

Porto Santo, Madeiras Nachbarinsel, glänzt mit einem unberührten Sandstrand und den schönen Tauchplätzen. Doch die Insel ist ebenfalls ein Pionier in Sachen Nachhaltigkeit: Bis 2022 soll das Eiland eine weitestgehende Klimaneutralität erlangen; erneuerbare Energien wie Wind- oder Solarkraft werden gefördert und Elektrofahrzeuge auf die Insel gebracht. Aber auch das seltene Gut Wasser steht im Fokus: Der vom spanischen Weltmeister Severiano Ballesteros designte Golfplatz wird nicht mit wertvollem Trink- sondern mit aufwendig gereinigtem Abwasser bewässert und garantiert so seit 2004 ideale Golfbedingungen bei ressourcenschonendem Betrieb. Die Anlage fügt sich zudem perfekt in die Landschaft ein und integriert heimische Pflanzen und Seen in den Parcours.

Öko-Insel in Georgia

Zum Erhalt der Strände, Wälder und des Marschlands werden auf Jekyll Island ständig Maßnahmen zum verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen umgesetzt. Auf der zu Georgias Golden Isles zählenden Insel, können sich Besucher entlang zahlreicher Radwege fortbewegen, bei Ranger Walks mehr zur Tierwelt erfahren oder selbst mit anpacken. 2019 nisteten mehr Meeresschildkröten als in den Jahren zuvor auf der Insel. Die Experten des Georgia Sea Turtle Center informieren über Maßnahmen zum Artenerhalt, behandeln verletzte Schildkröten, bieten Bildungsprogramme an und kümmern sich um den Schutz von Schildkrötennestern an den Stränden. Weiterhin entstand im Mai 2019 auf Jekyll Island die größte Solarfarm auf öffentlichem Land in Georgia.

Nachhaltiger Luxus in Monaco 

Der nur zwei Quadratkilometer große Stadtstaat an der Côte d’Azur möchte bis zum Jahr 2050 komplett klimaneutral sein. Dazu haben in den letzten Jahren auf den Dächern Monacos Solarpanels Einzug gehalten. Die mit 2.500 m² größte Solaranlage befindet sich auf dem Dach des Konferenzzentrums Grimaldi Forum und deckt mit 1.500 Lichtmodulen den Energiebedarf von 170 Haushalten. Und auch die Hotellerie setzt auf Nachhaltigkeit: Alle Hotels sind ökozertifiziert; das Monte-Carlo Bay Hotel erzeugt mittels eines 1.000 m² großen Solarkraftwerks nachhaltigen Strom; das Fairmont Hotel nutzt Meerwasser zur Kühlung und zum Heizen und das Columbus Hotel ist an ein Energiekraftwerk angeschlossen, das mit einer Abfallaufbereitungsanlage verbunden ist.

Kulinarische Handwerkskunst im Schwarzwald

Die Region Nördlicher Schwarzwald startete bereits im Frühjahr 2019 die Kampagne „Mein Genuss“ und rückt damit die Themen Regionalität und Fairness gegenüber Lieferanten und Händlern in den Mittelpunkt. Mittlerweile haben sich vier Manufakturen angeschlossen: die Kaffeemanufaktur Bad Wildbad, die Nudelmanufaktur in Bad Teinach, die Marzipanmanufaktur in Bad Liebenzell sowie das Heidelbeerhaus in Enzklösterle. Teile ihrer Produkte sind mit dem Gütesiegel „Mein Genuss – Nördlicher Schwarzwald“ gekennzeichnet, um Gäste und Kunden auf das Thema Regionalität zu sensibilisieren. Im Jahr 2020 sollen weitere Partner hinzukommen, denn die Region verfügt über zahlreiche Manufakturen mit hochwertigen und liebevoll handgefertigten Produkten.

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