vida

Tourismuskasse soll Urlaubsansprüche abfangen

Die Gewerkschaft vida will die finanziellen Belastungen der Tourismusbetriebe angesichts der angehäuften Urlaubsansprüche der Mitarbeiter in der Kurzarbeit und im Lockdown mit einer "Tourismuskasse" abfangen. Das Modell orientiert sich an der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse. Die vida wandte sich nun laut Eigenangaben mit einem offenen Brief an Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, Arbeitsminister Martin Kocher und die Tourismussprecher der Parlamentsparteien.

Hoteliers hatten Freitagfrüh im Ö1-"Morgenjournal" über die große finanzielle Belastung durch angesammelte Urlaubstage und die Kosten für Urlaubsrückstellungen bei gleichzeitig fehlenden Einnahmen geklagt. Die Betriebe sind seit Anfang November wegen der Corona-Infektionslage behördlich gesperrt.

"Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass die Kosten für die Urlaubsansprüche der Beschäftigten in Kurzarbeit eine finanzielle Herausforderung für die Arbeitgeber im Tourismus darstellen", so vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit am Freitag in einer Aussendung. Eine solche Urlaubs- und Abfertigungskasse für den Tourismus würde sowohl den Arbeitgebern als auch den Arbeitnehmern viele Vorteile bringen, so die Gewerkschaft. Denn die Betriebe würden "sofort von derzeit offenen Urlaubsansprüchen entlastet" und die Ansprüche von Beschäftigten würden "unabhängig von einem konkreten Arbeitgeber gesichert". Als Vorbild diene "das Erfolgsmodell der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse" (BUAK).

"Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, über die Einführung einer solchen Tourismuskasse Gespräche zu führen, um mit einer Umsetzung Zehntausende Arbeitsplätze und Tausende Betriebe nachhaltig abzusichern", meinte Hebenstreit.

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