Veränderung

Das Unerwartete kommt immer spontan

Mit Dienst an Kund:innen haben Touristik und Politik Grundsätzliches gemeinsam. Denn, wie im touristischen, ist auch im politischen Business die Leistungserbringung für die Bürger:innen die Aufgabenstellung und sollte auch die klare Zielsetzung für das „Unternehmen“ Politik sein. Denn dafür, so Wolfgang Kocevar, wird man gewählt. Im Gespräch mit dem traveller erzählt der Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich und Bürgermeister von Ebreichsdorf von seinen touristischen Wurzeln und seinem politischen Selbstverständnis.

Wolfgang Kocevar kennt beide Welten, die Touristik und die Politik. Er weiß also, wovon er spricht, wenn er sagt: „Es wäre gut, würde man Politik wie ein Dienstleistungsunternehmen sehen.“ Denn die Dienstleistungswelt für die Leistungserfüllung der schönsten Zeit im Jahr – für Urlaub und Reise – war vor seiner Veränderung in Richtung Politik sein langjähriges berufliches Zuhause. Damit beginnt ein Gespräch, das in die touristische Vergangenheit und politische Gegenwart, die aus heutiger Sicht auch die Zukunft von Wolfgang Kocevar ist, führt. Denn, das Unerwartete kommt, wie auch im Leben des nunmehrigen Landespolitikers, halt immer spontan.

Fusionen als Wegbegleiter

Das touristische Handwerk erlernte Kocevar bei Astropa mit Silvia Liebisch als Chefin in der Wiener Lindengasse. Er kam in einer Zeit in die Reisebranche, die bald von den ersten Übernahmen geprägt war. Als Astropa demzufolge dann Austrian Touristik hieß, Hansjörg Preiss sein Chef wurde und in weiterer Folge Meridian und Austrian Touristik mit Touropa fusionierten, knüpfte Kocevar – ohne es wohl zu ahnen – für seine spätere Karriere als Berufspolitiker bereits erste Kontakte mit dem politischen „Mitbewerber“. Denn neben Sonja Buocz-Lamatsch, Irene Candiago, Charly Wippel oder Ursula Wejrowsky war auch Petra Bohuslav bei Meridian seine Kollegin. „Mit der späteren langjährigen ÖVP-Landesrätin saß ich fast zwei Jahre Schreibtisch an Schreibtisch, irgendwie hat ihr politischer Werdegang Ähnlichkeit mit meiner Polit-Geschichte,“ so Kocevar und er erzählt, dass auch Bohuslavs Weg in die Landespolitik eher überraschend erfolgte. Bis es bei ihm zum Spurwechsel kommen sollte, standen noch einige Fusionierungen – „ich bin ständig übernommen worden“ – auf Kocevars „Touristikprogramm“.

Mit der Zusammenlegung von Meridian/Austrian Touristik mit Touropa wechselte auch das Aufgabengebiet. Statt Städtereisen und Europa war nun Nordamerika sein Revier. Nach einem schweren Autounfall und längerer Rekonvaleszenz holte ihn Gunther Hölbl zu Kuoni, wo er das Veranstaltersegment so lange leitete, bis Kuoni mit Neckermann fusionierte. Nach einigen Jahren bei Neckermann unter Franz Leitner wechselte Kocevar dann als Sales & Marketingleiter zu AVIS. Es sollten sieben Jahre beim US-amerikanischen Mietwagenkonzern werden, bevor ihn Thomas Krieger wieder zurück in die Touristik holte, um bei Tai Pan das Produkt Südafrika, VAE und kurz auch die USA aufzubauen. Drei Jahre später, erzählt Kocevar, „hat mich dann die SPÖ Niederösterreich in der Person der damaligen Landeshauptmann-Stellvertreterin Heidemarie Onodi angerufen, weil sie jemanden für die Landespartei für den Bereich Marketing und Werbung benötigten.“

Ein richtungsweisender Anruf

Im Gegensatz zur früheren Kollegin aus dem anderen Lager, wuchs Wolfgang Kocevar mit einem Vater, der lange Vize-Bürgermeister von St. Pölten war, durchaus politisch auf und war seit 2000 selbst im Gemeinderat von Ebreichsdorf aktiv. Dorthin ist er nämlich 1997 noch aus rein touristisch motivierten Gründen gezogen, um für die vielen notwendigen Auslandsreisen näher zum Airport zu sein. „Ich habe nach einem Haus oder Grundstück gesucht, das verkehrstechnisch gut an Wien und den Flughafen angebunden ist und bin im südlichen Speckgürtel fündig und sesshaft geworden,“ erzählt er schmunzelnd und ging damals noch von einer bescheideneren politischen Aktivität für die Ortspartei aus. „Eine politische Karriere war da noch nicht wirklich in meiner Lebensplanung, eine Gemeinderatsfunktion mit ein paar Sitzungen im Monat kann man auch gut nebenbei machen. Aber bekanntlich kommt’s oft anders als man denkt, also bin ich auf Anfrage des damaligen Landesgeschäftsführers Sepp Leitner zu einem Gespräch nach St. Pölten gefahren. Hätte man mich drei Monate früher oder fünf Monate später gefragt, wäre der Umstieg in die Politik vielleicht kein Thema gewesen.“ Die rege Reisetätigkeit – „man wird nicht jünger“ – und sein Bauchgefühl haben ihn dann die Entscheidung pro Politik treffen lassen. Wolfgang Kocevar verlegte seinen beruflichen Mittelpunkt nach St. Pölten, avancierte zum Marketingchef der SPÖ Niederösterreich und wurde auch in Ebreichsdorf politisch aktiver. 2009 Stadtrat in seiner Heimatgemeinde, wurde er 2010 zum Spitzenkandidaten der Gemeinderatswahl mit Außenseiterchancen und schaffte die Sensation. „Mit einem Mandat Unterschied haben wir gewonnen und eine Koalition mit Blau, Grün und einer neuen Bürger:innenliste aufgestellt, aber es hat funktioniert,“ berichtet Kocevar. Parallel machte er für die Landespartei weiterhin Marketing und Medienbetreuung bis 2013 nach einer weniger erfolgreichen Landtagswahl eine gänzlich neue Mannschaft in der niederösterreichischen Landespartei das Ruder übernahm und sich damit auch für Kocevar das Rad neu zu drehen begann. „Man hat mich gefragt, ob ich die Region Baden/Mödling als Regional-Geschäftsführer übernehme, was einerseits eine spannende Herausforderung war und andererseits den Vorteil hatte, dass ich viel näher in meiner Gemeinde war,“ erörtert Kocevar den next step. Auf den 2017 mit dem Job als Wahlkampfleiter für die Landtagswahlen die nächste Sprosse auf der Polit-Karriereleiter folgen sollte.

Vom Vollbluttouristiker zum Vollblutpolitiker

„Franz Schnabl, Präsident des ASBÖ, wurde neuer Landesparteivorsitzender und holte mich für den Job nach St. Pölten zurück“, den Kocevar eigentlich nur für die Zeit des Wahlkampfs machen wollte. Aber einmal mehr kam es anders als geplant, man gewann bei der Landtagswahl dazu, Schnabl wurde in der Funktion als Landeshauptmann-Stellvertreter bestätigt und machte Kocevar zum Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich, womit der ehemalige Vollbluttouristiker mit der mitgliederstärksten Landespartei Österreichs endgültig zum Vollblutpolitiker wurde. „Damit wurden aber auch Aufgaben- und Zeiteinteilung zwischen Landespartei und Bürgermeisteramt immer größer, denn auch Ebreichsdorf gedieh als Stadt prächtigst. Ich glaube, bis jetzt ist mir dieser Spagat ganz gut gelungen.“

Aktuell bereitet sich Kocevar auf die Landtagswahlen 2023 vor, danach wird man sehen, wohin die Reise weiter gehen wird. „Mein Fokus liegt jetzt mal darauf, die Wahl erfolgreich zu gestalten. Denn, Politik kann man nicht planen, Politik kommt und passiert.“ Dafür ist Wolfgang Kocevar wahrlich ein Paradebeispiel, und die, die ihn noch aus der Touristik kennen, wissen auch, dass er stets die Verbindung zum Menschen suchte und pflegte und ein gesundes Quäntchen Schmäh zu seinem „Beratungs-Repertoire“ dazu gehörte. Das hat sich auch im politischen Miteinander nicht verändert.

Humor ist etwas, was der Politik gerade ein bisserl sehr fehlt, wie das Image generell auch alles andere als glänzt. Wie sieht der Mensch Kocevar das politische Business generell, wohin verändert sich Politik oder ist’s eine Generationenfrage, dass der Nachwuchs zwar politisch durchaus interessiert, aber halt in keinen traditionellen Bünden und Jungscharverbindungen mehr organisiert ist, sondern früh selbständig wird und die Erfahrung aus dem Berufs- und Wirtschaftsleben dann ins politische Engagement einbringt. Ist das dem „Unternehmen“ Politik nicht mehr dienlich, als jede noch so treue Burschenschaft und wird man damit dem Dienstleistungsgedanken auch mehr gerecht?

150 % Politiker

„Ich bin kein gelernter Politiker, der nur das politische Handwerk sieht. 20 Jahre in der Privatwirtschaft sind ein großer Vorteil und für mich eine wichtige Grundlage. Stimmt, ich bin in keiner politischen Jugendorganisation groß geworden, aber mir braucht halt auch niemand erzählen, wie schwierig es ist, Zielvorgaben zu erreichen, Arbeitsplätze zu sichern usw. Ich versuche, Politiker zu 150 % zu sein, aber ob es auch so ankommt, entscheidet am Ende immer der Bürger.“ Natürlich braucht es ein gutes Netzwerk, da haben die, die in Vorfeldorganisationen groß geworden sich, so Kocevar, fürs politische Leben den einen oder anderen Vorteil. Das kennt man aber auch aus der Touristik, je größer das Netzwerk, desto einfacher wird jede Problemlösung.

Was das Image und den fehlenden Humor in der Politik betrifft, kenne Kocevar keine andere Branche, die sich selbst derart schlecht macht. „Nicht einmal in der Touristik hat man seinen größten Mitbewerber öffentlich devastiert, man ist sich immer mit Respekt begegnet und hatte auch Spaß miteinander. Auch wenn man wusste, dass einem am Ende des Tages vielleicht Kunden weggenommen werden – und für mich ist der Wähler auch ein Kunde – war man mit der Konkurrenz stets auf Augenhöhe.“

Schlaglöcher & Armageddon

Die Schuld an dieser Veränderung im politischen Miteinander dem Politiker alleine zu geben, ist zu kurz gedacht, möglicherweise ist das Umfeld unserer Zeit, das alles öffentlich machen müssen, ein nicht zu unterschätzender Faktor. Als Politiker, sagt er, darf man heute eigentlich gar nichts mehr tun oder sagen, weil man überall fotografiert wird und innerhalb von Minuten im Netz steht. „Man muss das im Gesamtkontext sehen, denn die Menschen sind durch Social Media auch interessierter geworden. Da kann man dazu stehen, wie man mag,“ betont Kocevar und nennt sein Paradebeispiel: „Ist man vor 20 Jahren in ein Schlagloch gefahren, hat man sich vielleicht kurzfristig geärgert. Hat man den Bürgermeister dann zwei Wochen später zufällig getroffen, hat man ihn, wenn überhaupt darauf hingewiesen. Emotionslos und nüchtern. Heute bleiben die Menschen stehen, steigen aus dem Auto aus, machen mit dem Handy ein Foto vom Schlagloch und von der oft kaum sichtbaren „Beschädigung“ am Auto und schreiben in ihrer unmittelbaren Emotion auf Facebook: ‚Die Gemeinde ist unfähig, sie kann die Straßen nicht instandhalten, das Auto ist demoliert und überhaupt sind alle Deppen‘. Darauf folgen automatisch 800 Kommentare mit ähnlichen Vorfällen. Liest man all das als Außenstehender, hat man das Gefühl, bei uns ist Armageddon und die Gemeinde geht gleich unter. Positives kommt ganz selten. Das kränkt, auch wenn man das als Politiker, der wie ich seinerzeit in der Touristik 60 Stunden und mehr die Woche arbeitet, ungern zugibt. Aber Politiker:innen sind eben auch nur Menschen, das darf man bei aller Kritik nicht vergessen. Leider ist das Image der Politik eine Katastrophe, man findet bald keine Menschen mehr, die sich Politik antun wollen.

Alles was wir brauchen, ist Zeit

Die landläufige Meinung, dass Politiker:innen zu viel verdienen, wenig arbeiten und korrupt sind, ist eine Mähr. Man kann sich den Terminkalender eines Politikers schwer vorstellen. Ich bin im Jahr rd. 150.000 Kilometer nur in Niederösterreich unterwegs, mein Tag beginnt morgens um 07:30 Uhr und endet um 23:00 Uhr.“

Das ist ja fast wie in der Touristik, Herr Bürgermeister, aus der Sie seinerzeit eben auch wegen der regen Reisetätigkeit abgebogen sind, merken wir an. Ja, aber in der Touristik ist die Emotionalität des Jobs, so der nunmehrige Berufspolitiker, einfach ein Wahnsinn, auch wenn er in diesen schwierigen Zeiten niemanden um diesen Brotberuf beneidet. „Wir hatten damals noch ausreichend Zeit für alles, was diesen Job so einzigartig und schön macht. Für Destinations- und Hotelbegutachtungen auf Agenttouren und Inforeisen, um Wissen für sich selbst und für den Kunden zu sammeln, an den man den selbsterlebten Erfahrungsschatz weitergibt. Das und die Touristik im Allgemeinen fehlen mir schon,“ wird Kocevar sentimental und nennt gleichzeitig das für Politik wie Touristik gleichermaßen gültige aktuelle Hauptproblem. Zeit und die damit verbundene Schnelllebigkeit. „Irgendwie höre ich jetzt meine Großeltern reden, die schon damals davon erzählten, dass alles immer schneller wird. Da frage ich mich schon, wie lange das noch gut gehen kann. Wir haben Briefe geschrieben, uns zusammengesetzt und alles hat gut funktioniert. Heute bekommt man ein E-Mail, zwei Minuten später ein WhatsApp, ob man das Mail eh bekommen hat, und dann wird man noch angerufen, ob man das Mail und WhatsApp schon gesehen hat. Schon verrückt, oder?“

Dass die Menschen das miteinander reden verlernen werden, glaubt Kocevar zwar nicht, aber wohin das geänderte Kommunikationsverhalten führt, zeigt sich bereits im Konfliktmanagement, wie er aus seiner Bürgermeister-Tätigkeit zu berichten weiß. Denn fast jeder zweite kommt gleich mit einem Anwalt, noch bevor man überhaupt weiß, worum es eigentlich geht – in 90 % der Fälle um völlig banales – weil man meint ein Anwalt als Begleitschutz beeinflusst die Entscheidungsfindung. Früher, so Kocevar, hat man sich die Probleme „ausgeschnapst“, heute können die Geschütze nicht schwer genug sein. Corona hat diese „amerikanische“ Entwicklung noch befeuert, wie Kocevar zudem glaubt, dass persönliche Meetings sich gerade auch aus Konzernsicht verändern. „Jetzt, wo sich gezeigt hat, dass es mit Videokonferenzen zumindest genauso gut funktioniert, muss man nicht mehr den ganzen Tag auf den Mitarbeiter verzichten und keine Flug- und Hotelkosten und Diäten bezahlen. Nur, in Summe entfremden unpersönliche Videokonferenzen, direkte Kontakte. Das wissen wir aus der Reisebranche, ein persönliches Vertrauensverhältnis hat uns vor allem in Krisenfällen und bei Problemen hochgehalten, Ruft man heute jemanden an, der tausende Kilometer weit weg sitzt, ist man genauso wichtig wie der 27. Zwerg. Weil keine persönliche Bindung mehr besteht.“

Familie als Rückhalt

Ein wesentlicher Faktor des politischen Erfolgsweges von Wolfgang Kocevar ist sein Familienleben, seine Frau und seine mittlerweile elfjährige Tochter, die für die notwendige Normalität im Leben einer Politikerfamilie sorgen. Dabei wurde seine Frau knapp vor der Hochzeit auf eine harte Probe gestellt, wie er erzählt: „Ich wurde zehn Tage vor unserer Hochzeit Bürgermeister, ungeplant und auch nicht erwartet. Am 12.5. wurde ich zum Bürgermeister gewählt und am 22.5. habe ich geheiratet. Hätte sich die Wahl verzögert, hätte ich entweder meine Hochzeit verschieben oder auf den Bürgermeister verzichten müssen. Das war eine extrem angespannte Zeit. Es ging dann drei Wochen auf Hochzeitsreise, auf der wir erfahren haben, dass meine Frau schwanger ist. All das ist in fünf/sechs Wochen über uns hereingeprasselt, meine Tochter kam im Februar auf die Welt. Sie kennt die Situation nicht anders, denn die Kinder des Bürgermeisters sind, so seltsam das klingt, öffentliches Gut. Ich musste mich auch erst an die neue Situation gewöhnen, weil diese Exponiertheit völlig neu ist. Auf einmal stehst du mit jeder deiner Handlungen in der Stadt im öffentlichen Interesse.“

Politik ist flexibel

Aufgegeben hat er nicht, Stichwort Bindung, denn die besteht neben seiner Familie ganz klar mit der Politik und seinem Hauptberuf als Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich und dem längst vollintensiven Zweitjob als Bürgermeister von Ebreichsdorf. Ob’s darüber hinaus mehr wird, ob er einem eventuellen Ruf in die Bundespolitik folgen würde, darauf antwortet Kocevar ganz nach Politikermanier: „Ich bin in der Landespartei tätig und habe derzeit überhaupt keine politischen Pläne. Bekanntlich ist Politik flexibel, es kann von einem Tag zum anderen in beide Richtungen gehen. Ich konzentriere mich auf meine Arbeit, auf eine sehr wichtige Wahl im nächsten Jahr und die Gemeinderatswahl in 2025. Dann werden wir sehen, wie die Reise im Dienstleistungsunternehmen Politik weitergeht. Dessen Aufgabe es letztlich ist, den Menschen die Tatsachen und Probleme so zu erklären, dass man sie versteht.“ Genau das will und wird der 52jährige Wolfgang Kocevar auch mit direkten Worten und einer Portion Humor weiter tun.

Kurz gefragt

  • Politik ist für mich …
    … eine tägliche Herausforderung!
  • Meine Werthaltung ist …
    … voller Einsatz.
  • Reisen ist für mich …
    … Leidenschaft.
  • Da war ich noch nie und möchte unbedingt hin …
    … nach Neuseeland und in die Südsee und unbedingt nochmals nach Südafrika.
  • Mein Wunsch an die heimischen Politentscheider ist …
    … wir sollten aufhören, uns gegenseitig schlecht zu machen, und dafür wieder mehr die Leistungen des anderen honorieren. Das kann aber nur gegenseitig passieren und darf keine Einbahnstraße sein.
  • Mein Wunsch an die Welt ist …
    … eine gewisse Normalität für unsere nachfolgenden Generationen!

Ebreichsdorf und der Tourismus

Mit dem Kuchlerhaus oder der „Gläsernen Burg“ besitzt Weigelsdorf – eine der vier Katastralgemeinden (Ebreichsdorf, Unterwaltersdorf, Schranawand und Weigelsdorf) – eines der größten Glasmosaike Europas.

In dem in Privatbesitz befindlichen Wasserschloss Ebreichsdorf, das seinen Ursprung im 13. Jhdt. hat sowie im unter Denkmalschutz stehenden Schloss Unterwaltersdorf finden immer wieder Kulturveranstaltungen statt und der Golfplatz in Ebreichsdorf ist ein Platz der absoluten Spitzenklasse. Der Pferdesportpark im Magna Racino ist auch nach dem Verkauf an die Bremer Lürßen Gruppe in Betrieb, über den Fortbestand von Europas modernster Pferderennbahn und größtem Entertainment Center ist aktuell noch keine finale Entscheidung gefallen.

Insgesamt verfügen die vier Katastralgemeinden über drei Pensionen, man bräuchte und wünscht sich aber bald ein Hotel im drei bis dreieinhalb Sterne Bereich.

Die neue Pottendorfer Bahnlinie wird als eines der größten Infrastrukturprojekte Österreichs im September 2023 in Betrieb gehen und als zweigleisige Entlastung zur Süd-Bahn nur 17 Minuten nach Wien benötigen. Dadurch wird die Region als Wirtschaftsstandort attraktiver, weil man somit von Ebreichsdorf in zehn Minuten in Baden, in 20 Minuten in Wr. Neustadt, in 15 Minuten in Eisenstadt und über drei Autobahnanbindungen in 20 – 25 Minuten in Wien ist.

Auch der längste Park Europas, der entlang der alten Bahntrasse entstehen soll, nimmt nun mit dem kürzlich prämierten Siegerprojekt „Echooo – Ein Freiraum wird“ von Julia Avjesky und Anita Rampetsreiter und einem riesigen Bürgerbeteiligungsprozess Gestalt an.

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