Venedig

Hoteliers bangen wegen Coronavirus um Karneval

Die Hoteliers in Venedig sind besorgt. Nach dem Hochwasser im November beklagt der Hotelierverband AVA einen Rückgang bei den Buchungen von circa zehn Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Wegen des Coronavirus seien vor allem chinesische Touristen verschwunden. Die Touristikbranche befürchtet eine graue Karnevalzeit.

Von 08. bis 25. Februar feiert Venedig den Fasching. Doch statt dem Trubel der vergangenen Jahre wird diesmal mit einem klaren Besucherrückgang gerechnet. Trotz eines umfangreichen Veranstaltungsprogramms dürfte die Lagunenstadt in der Faschingszeit nicht wie sonst ausgebucht sein. "An den Faschingstagen findet man Hotelzimmer für 50 Euro pro Nacht", sagte ein AVA-Sprecher. Lediglich 40 % der Hotelzimmer seien gebucht. Mit Low-cost- und Last-Minute-Angeboten hoffen die Hoteliers, letzte unentschlossene Touristen zu überzeugen, nach Venedig zu reisen.

"Wir hoffen, dass die Coronavirus-Psychose nicht weitere Touristen zum Verzicht auf ihre Reise nach Venedig bewegen wird. Die Atmosphäre in Venedig ist im Fasching magisch", betonte der Präsident des Hotelierverbands Vittorio Bonacini. Am Freitag hat Italien wegen Epidemiegefahr die Flugverbindungen nach China unterbrochen. 56 wöchentliche Flüge zwischen Italien und China wurden gestrichen. Die Auswirkungen für den Fremdenverkehr in Italien sind enorm.

Die venezianischen Hoteliers sind bereits seit Wochen mit einem Einkommensrückgang konfrontiert. Schon über die Weihnachts- und Silvestertage war es zu einem Touristenschwund gekommen. Nach dem außerordentlichen Hochwasser im November bleiben weiterhin viele ausländische Touristen von der Lagunenstadt fern. Am 12. November war der Pegel auf 187 cm gestiegen, den höchsten Stand seit 33 Jahren. Der Markusdom wurde überflutet und vom Salzwasser beschädigt.

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