UNWTO

Pololikashvili als Generalsekretär nominiert

Der Exekutivrat der Welttourismusorganisation (UNWTO) nominierte bei einer hybriden Veranstaltung in Madrid Generalsekretär Zurab Pololikashvili erneut für weitere vier Jahre. Mit einer Mehrheit von 76 % der Stimmen konnte sich der georgische Politiker und Diplomat durchsetzen. Die Wahl stand jedoch bereits im Vorfeld unter Kritik. 

Pololikashvili hatte seine Kampagne zur Wiederwahl sowohl auf die fortschrittlichen institutionellen und politischen Reformen gestützt, die während seiner ersten Amtszeit durchgeführt wurden, als auch auf seine klare Führung des globalen Tourismus während der COVID-19-Pandemie. Die Empfehlung des Exekutivrats wird an die 24. Sitzung der UNWTO-Generalversammlung weitergeleitet, die gegen Ende des Jahres in Marrakesch, Marokko, stattfinden wird – die Anerkennung Pololikashvili gilt dabei jedoch als Formalie. 

Wie fvw.online berichtet gab es jedoch auch Kritik an der Wahl. Zum einen stand Pololikashvili lediglich nur eine andere Kandidatin – Shaikha Mai bint Mohammed Al Khalifa, Informationsministerin von Bahrain – gegenüber, zum anderen ließ Pololikashvili die ursprünglich für Mai geplante Wahl vorverlegen, wodurch die Nominierungsfrist bereits mit November – statt mit Jänner – des Vorjahres endete. Sechs weitere Interessenten konnten so nicht mehr den Nominierungsprozess vollständig durchlaufen und alle von der UNWTO geforderten Unterlagen vorlegen.

Georgien nutzt indes die Chance, um angesichts der angespannten Beziehungen zum großen Nachbarn Russland mit der Besetzung eines Spitzenpostens innerhalb der UN seine internationale Bedeutung und Souveränität zu unterstreichen. 

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