UNTWO

G20-Staaten verpflichten sich zu nachhaltigem Tourismus

Die Tourismusminister der G20-Staaten haben sich verpflichtet, ihre Bemühungen zu verstärken, Nachhaltigkeit und Integration in den Mittelpunkt der Erholung und des zukünftigen Wachstums des Tourismus zu stellen. Die Umsetzung des AlUla-Rahmens der Welttourismusorganisation AlUla Framework for Inclusive Community Development Through Tourism, die anlässlich des Ministertreffens vorgestellt wurde, wurde von den G20-Tourismusministern als ein Instrument zur Erreichung eines gerechteren und integrativeren Sektors begrüßt.

Unter der Führung des saudischen G20-Vorsitzes im Jahr 2020 entwickelten die UNWTO und die G20-Arbeitsgruppe für Tourismus den AlUla-Rahmen, um den Beitrag des Sektors als wirksames Mittel für ein gerechteres Wachstum und die Förderung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung (SDGs) weiter voranzutreiben. Das Rahmenwerk enthält spezifische Empfehlungen und Instrumente zur Unterstützung sowohl der Regierungen als auch aller anderen wichtigen Akteure im Tourismussektor –  einschließlich regionaler und lokaler Regierungen, des Privatsektors, der Industrieverbände, der Zivilgesellschaft, der Gemeinden und der Touristen - bei der Förderung eines wirklich ganzheitlichen und integrierten Ansatzes für eine integrative Gemeindeentwicklung durch den Tourismus.

G20-Nationen können mit gutem Beispiel vorangehen

UNWTO-Generalsekretär Surab Pololikaschwili erklärt: "Wenn wir unsere Kräfte bündeln, um den Tourismus wieder anzukurbeln, müssen wir unserer Verantwortung gerecht werden und sicherstellen, dass die Vorteile des Tourismus allen zugutekommen. Ich beglückwünsche die saudische Ratspräsidentschaft dazu, dass sie die Entwicklung einer integrativen Gemeinschaft durch den Tourismus in den Mittelpunkt der G20-Agenda gestellt hat, und ich lade die G20-Länder ein, dieser Vision zu folgen und den Tourismus als wirksames Mittel für Integration und Nachhaltigkeit zu begrüßen".

Seine Exzellenz Ahmed Al Khateeb, Saudi-Arabiens Minister für Tourismus und Vorsitzender des G20-Tourismusministertreffens, begrüßte den AlUla-Rahmen mit den Worten: "Im Namen der G20-Tourismusminister spreche ich der Arbeitsgruppe Tourismus und der UNWTO meine Anerkennung für diese Initiative aus. Das AlUla-Rahmenwerk - benannt nach Saudi-Arabiens erstem UNESCO-Weltkulturerbe - zeigt, wie der Tourismussektor eine integrative Gemeindeentwicklung fördern kann, indem es praktische Beispiele und Fallstudien hervorhebt, denen Regierungen nacheifern können, um die lokale Kultur und die Umwelt zu schützen und gleichzeitig die lokalen Gemeinden, insbesondere Frauen und junge Menschen, zu stärken. Das Rahmenwerk ist ein wichtiges Instrument, das wir bei unserer Zusammenarbeit zum Wiederaufbau des Tourismussektors einsetzen müssen, um ihn nachhaltiger, widerstandsfähiger und integrativer zu gestalten.

Den Tourismus in den Mittelpunkt der Entwicklungspolitik stellen

Das Rahmenwerk fordert ein Modell der Tourismusentwicklung auf der Grundlage von Partnerschaften zwischen dem öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft (PPC) und umfasst eine Reihe konkreter Programme und Initiativen, die sich auf vier Aktionssäulen stützen – Empowerment, Sicherung, Wohlstand und Zusammenarbeit. Darüber hinaus definiert es die Schlüsselbereiche für die Messung der Auswirkungen des Tourismus in den Gemeinden im Einklang mit der Initiative zur Messung des nachhaltigen Tourismus, die von der UNWTO geleitet wird.

Zu den G20-Richtlinien für eine integrative Entwicklung der Gemeinden durch Tourismus, die auf dem Treffen gebilligt wurden, gehört die Wichtigkeit, den Tourismus in den Mittelpunkt der Entwicklungspolitik auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene zu stellen. Die Richtlinien betonen ferner die Bedeutung der Entwicklung des Humankapitals, integrativer Arbeitsmärkte, eines angemessenen sozialen Schutzes sowie von Innovation und Unternehmertum als Schlüsselfaktoren für Reisen und Tourismus als einem Sektor, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht, sowie für die Förderung der Teilhabe von Frauen und die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze für alle. 

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