Ukraine-Invasion

EU-Sanktionen treffen die Luftfahrt hart

Die Luftfahrt-Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland haben enorme Folgen für Airlines. Lufthansa und Co müssen etliche Flüge streichen. Besonders gebeutelt ist Finnair.

Der Lufthansa-Konzern hat bereits 30 Passagierflüge nach Russland in dieser Woche gestrichen und fliegt nach Asien nun über eine längere südliche Route, um den russischen Luftraum zu meiden. Auch die regulären Passagierflüge von Austrian Airlines finden diese Woche nicht statt. SWISS hält noch an ihren acht Verbindungen fest, da die Schweiz kein Flugverbot für russische Airlines erlassen hat. 

Besonders hart von den Sanktionen getroffen, ist der nordische Oneworld-Carrier Finnair. CEO Topi Manner musste bereits seine Prognose für 2022 zurückziehen. Die Fluggesellschaft hat ihr Geschäftsmodell darauf ausgerichtet, die kürzesten Routen – via Russland – nach Asien anbieten zu können. Das funktioniert jetzt nicht mehr. Mit dem Umfliegen des russischen Luftraums seien die meisten Passagier- und Frachtflüge nach Asien nicht wirtschaftlich, sagte Manner. Er hat mangels Alternativen nun teilweise die Verkehre nach Asien eingestellt.

Noch Ende 2021 sah Manner eine gute Perspektive ab der zweiten Jahreshälfte 2022 – auch, weil die Lage des Drehkreuzes Helsinki bislang ein Vorteil von Finnair war, mit dem sie Umsteigepassagiere aus Europa anlocken konnte. Nun dreht sich der Vorteil in einen massiven Nachteil für Finnair um.

Von allen Flügen von Helsinki nach Ost-Asien hat Finnair auch die Passagier- und Cargo-Flüge nach Seoul in Südkorea, Osaka und Tokio in Japan sowie Schanghai und Guangzhou in China eingestellt. Für diese Flüge nutzt die Airline eine Sonder-Überfluggenehmigung für Sibirien. Flüge nach Thailand, Indien und Singapur sollen davon vorerst nicht betroffen sein. Aufgrund neuer Routenplanungen sollen diese Flüge maximal eine Stunde länger dauern.

Dieser Artikel erschien zuerst auf fvw.de

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