UIA

Mahnmal für die Opfer von Flug PS 752

Am 08.Jänner jährt sich der Flugzeugabschuss durch iranische Militärs von Ukraine International Airlines (UIA) Flug PS 752, bei dem 167 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen sind, zum ersten Mal. Nun möchte eine Stiftung in Kiew den Opfern ein gebührendes Mahnmal setzen.

„Wir trauern seit vergangenem Jänner, als Familienangehörige, Freunde und Kollegen, als 167 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder durch den Abschuss von Flug PS 752 ihr Leben verloren. Diese Tragödie hat die ganze Fluggesellschaft in seiner Zeitrechnung in ein ‚vorher‘ und ‚nachher‘ geteilt“, bringt UIA Geschäftsführer Yevhenii Dykhne die Gefühlslage seines Unternehmens anlässlich des Jahreswechsels auf den Punkt.

Kaum hatte sich die Fluglinie vom ersten Schock dieser Katastrophe erholt, wurde Ukraine International Airlines wie die gesamte Luftfahrtindustrie mit voller Härte von der Coronakrise erfasst. Für Yevhenii Dykhne, der erst im September das Ruder bei UIA übernommen hat, war 2020 ein Jahr des Erfolgs und der Strapazen, aber vor allem ein Jahr des Leids. 

Versehentlicher Abschuss durch iranische Militärs

Am 08.Januar 2020 startete Flug PS 752 mit knapp einer Stunde Verspätung vom Teheran-Imam Chomeini Airport in Richtung Kiew-Borispil. Knapp fünf Minuten nach dem Start riss um 06:18 Uhr der Funkkontakt zum ukrainischen Verkehrsflugzeug ab, dass sich gerade auf einer Höhe von 8.000 Fuß befand. Schon bald wurden im Fernsehen erste Bilder der abgestürzten Boeing 737-800 (UR-PSR) gezeigt und die Vermutungen verdichteten sich, dass iranische Militärs in einer Überreaktion den Jet durch eine Boden-Luft Rakete vom Himmel geholt haben könnten. Nachdem sich die Beweise dafür in den Tagen nach dem Absturz durch geheimdienstliche Informationen verdichtet hatten und der internationale Druck auf den Iran stieg, übernahmen die iranischen Revolutionsgarden am 11.Jänner die Verantwortung für den Abschuss von Flug PS 752. 

Niemals vergessen

Um an die Katastrophe zu erinnern, wurde nun in der Ukraine die Stiftung „Safe Sky Charity Found“ gegründet, um eine Gedenkstätte im Kiewer Verbovyi Gai Park zu errichten. Die Weite des Parks, die Breite des Flusses Dnipro und der unendliche Himmel, der sich im Wasser spiegelt, sind der beste Platz, um die Erinnerung an jene Engel zu ehren, die am 08. Januar 2020 für immer in den Himmel gegangen sind, so die Initiatoren in einer Aussendung. 

Mit der Unterstützung des Nationalen Architektenverbandes der Ukraine hat der „Safe Sky Charity Fund” nun einen Wettbewerb zur Errichtung der Gedenkstätte gestartet sowie zu einer Spendenaktion für das Projekt aufgerufen. Zur Teilnahme am Wettbewerb sind ukrainische und ausländische Bildhauer, Architekten und Landschaftsarchitekten eingeladen.

Ziel sei, den Familien der Verstorbenen zur Seite zu stehen und den Angehörigen der Piloten, Flugbegleiter und ukrainischen Passagiere maximale Unterstützung zukommen zu lassen. Der „Safe Sky Charity Fund“ wird laut eigenen Aussagen sein Möglichstes tun, um ähnliche Tragödien künftig zu verhindern und gleichzeitig sicherzustellen, dass Passagiere und Besatzung an Bord sicher sind. 

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