Twin City Liner

Neues Schiff und weniger Fahrten

Alles neu beim Twin City Liner: Die Schiff-Schnellverbindung zwischen Wien und Bratislava wird ab der Saison 2019 mit einem völlig neuen Boot betrieben. Dieses kann deutlich mehr Passagiere aufnehmen und ersetzt somit beide Katamarane, die derzeit im Einsatz sind. Das bedeutet aber auch, dass künftig eine Hin- und Retourfahrt pro Tag entfällt.

Der Bau des Nachfolgemodells wurde bereits im Oktober 2017 bei der britischen Werft Wight Shipyard in Auftrag gegeben und soll bis Ende dieses Jahres fertiggestellt sein, hieß es bei der Präsentation der Pläne, die u. a. von Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ), Wien-Holding Geschäftsführerin Doris Rechberg-Missbichler und Projektleiter James Day vorgenommen wurde. Die Kosten betragen rund sieben Millionen Euro.

Das Schiff ist dank neuen Designs und eines größeren Oberdecks mit 250 Sitzplätzen ausgestattet. Der Katamaran der aktuellen Generation kann lediglich 129 Personen befördern. Durch die Kapazitätssteigerung könne man künftig ein Boot einsparen, hieß es seitens der Wien-Holding, Mitbetreiber der Verbindung. Allerdings: Statt bis zu fünf Hin- und Retourfahrten pro Tag in der Hauptsaison wird es ab Saisonstart 2019, der am 29. März geplant ist, nur noch vier geben. Der letzte Umlauf mit Abfahrt 18.00 Uhr Richtung slowakischer Hauptstadt entfällt. Die beiden noch im Einsatz stehenden Schiffe sollen laut Wien-Holding am internationalen Markt verkauft werden.

Der Twin City Liner wird auch künftig mit 60 km/h unterwegs sein. Das neue Modell sei aber spritsparender und leiser, wurde betont. Die Katamaranverbindung zwischen den beiden Metropolen wurde 2006 ins Leben gerufen. Sie wird von der Central Danube GmbH, an der die Wien-Holding und die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien zu gleichen Teilen beteiligt sind, betrieben. Bis dato wurden 1,6 Mio. Passagiere befördert, im Vorjahr lag die Auslastung bei 86 %, was einen Fahrgastrekord von rund 148.000 Personen bedeutet.

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