Tunesien

Ready for Restart

Nach einem Jahr wie 2020 ist die Welt im Restart-Modus. Das gastfreundliche und sonnenverwöhnte Tunesien gilt seit den 60er Jahren als exotisch, schick und trendy, perfekt für den Familienurlaub, inspirierend und abenteuerlich für Kultur- wie Individualreisende und mit einer breiten touristischen Angebotspalette auch 2021 als Reiseland, das erlebt werden möchte.

Das Land ist bereit für den Restart und entwickelte dahingehend das Hygieneprotokoll „Read&Safe“, das einen angenehmen und sicheren Aufenthalt der Gäste in Tunesien garantieren soll. Zudem wird der Fokus vermehrt auf Nachhaltigkeit gelegt – egal, ob beim Wandern auf den Spuren von Dinosauriern, beim Schlemmen hausgemachter Köstlichkeiten an faszinierenden Orten oder windumweht beim Kiten in der türkisblauen See.

Reisen nach Tunesien

Bis 28. März 2021 gilt nach wie vor für touristische Reisen die Vorlage eines negativen PRC-Tests beim Check-In, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Der Reisende muss sich weiters verpflichtend in eine 48-Stunden-Quarantäne im Zimmer seiner touristischen Unterkunft begeben. Tunesier oder Ausländer, die in Tunesien wohnhaft sind, müssen die Quarantäne in ihrem Haus/ Apartment vollziehen. Nach den 48 Stunden muss ein PCR-Test auf eigene Kosten gemacht werden. Ist dieser negativ, kann der Reisende sich frei bewegen. Vor Abreise muss jeder Reisende zudem das elektronische Einreiseformular unter https://app.e7mi.tn ausfüllen.

Das Hygieneprotokoll „Ready&Safe“ ist einzuhalten und unter https://www.discovertunisia.com/en/ einsehbar.

Im Sommerflugplan fliegt TUNISAIR ab Wien nach Tunesien wie folgt:

Donnerstag:

  • TU 642: TUN-VIE, 14:45 – 18:00 Uhr
  • TU 643: VIE-TUN, 18:50 – 20:00 Uhr

Sonntag:

  • TU 642: TUN-VIE, 15:00 – 18:15 Uhr
  • TU 643: VIE-TUN, 19:10 – 20:20 Uhr

Nouvelair (REWE Touristik, FTI, TUI etc.) bietet im Sommer für alle Tunesien-Veranstalter zusätzlich je einmal wöchentlich die Verbindung ab Wien nach Monastir sowie ab Wien nach Djerba an. 

Corona in Tunesien

Mit der Impfung hat das Land im März begonnen, gestaffelt nach Prioritäten. Zur ersten Impfgruppe zählen medizinisches Personal, das mit COVID-Kranken arbeitet sowie über 75-Jährige und ältere Menschen in Alten- oder Pflegeheimen. Zur zweiten Gruppe zählen die über 60-Jährigen sowie Angestellte in Dialysezentren, Zahnärzte und weiteres medizinisches Personal. Danach sollen 60-Jährige mit Vorerkrankungen und systemrelevantes Servicepersonal geimpft werden. Personen, die mit gefährdeten Personen leben oder arbeiten sind vor den über 18-Jährigen ohne Komorbidität an der Reihe.

Neben umfassenden sozialen wie wirtschaftlichen Maßnahmen autorisiert die Regierung Tunesiens besondere Maßnahmen für den Saharatourismus. So sind geführte Gruppenreisen in den Süden des Landes unter strikter Einhaltung des Hygieneprotokolls erlaubt. Ein Promotionsprogramm für den lokalen Tourismus wird vom FODEC (dem Fund für Wettbewerbsfähigkeit) bis Ende März finanziert. Die Einführung eines Flugunterstützungsprogramms für die Flüge nach Tozeur sollen die Reservierungen für den Urlaub in Südtunesien fördern. Ein eigens dafür eingerichtetes Komitee, bestehend aus den Ministerien für Wirtschaft, Finanzen und Tourismus sowie der Zentralbank, soll sich um strukturelle Probleme des Sektors kümmern, insbesondere in Bezug auf die Verschuldung des Landes.

Neue Qualitätsstandards

Ende Februar 2021 hat das Tunesische Tourismusministerium das Projekt eines neuen Klassifizierungssystems (1 bis 5 Sterne) für die Hotels ins Leben gerufen, um diese an internationalen Standards in Bezug auf Servicequalität, nachhaltige Entwicklung sowie barrierefreies Reisen anzupassen. Die Sicherheits- und Hygiene-Standards sind eine Voraussetzung für die neue Klassifizierung. Das Klassifizierungsprozedere wird komplett digitalisiert werden. Dazu wird in Kürze eine eigene Internetplattform freigeschalten.

Das neue Qualitätslabel “Marque qualité tourisme” (Label für Tourismusqualität) setzt sich zum Ziel, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das Label betrifft alternative Unterkünfte, Incoming-Agenturen, besondere touristische Hotspots, besondere Restaurants, Hotels und Boutiquehotels.

Förderung des Alternativtourismus

Besonderes Augenmerk legt Tunesien in der Restart-Strategie auf die stärkere Entwicklung des Alternativtourismus im Land. Demgemäß prüft das Tunesische Tourismusministerium in Zusammenarbeit mit den anderen Ministerien (Landwirtschaft, Innenministerium und Umwelt) sowie den verschiedenen Städten und Gemeinden die rechtlichen Rahmenbedingungen für alternative Projekte (Unterkünfte, agrotouristische Projekte etc. ). Mit der Europäischen Union und der GIZ wird ebenfalls im Rahmen des Projekts „Tounes Wihjhetouna/ Förderung des nachhaltigen Tourismus“ zusammengearbeitet, dessen Fokus auf alternativen und nachhaltigem Tourismus liegt. Das Projekt finanziert alternative Unterkünfte, Projekte oder spezielle Reiserouten.

Für einen gemeinsamen nachhaltigen Tourismus

Tunesiens Tourismusminister, Habib Ammar

Die weltweite Pandemie, die wir seit Anfang letzten Jahres erleben, hat mitunter auch einige Mängel aufgezeigt, unter denen der Tourismussektor seit Jahren leidet. Oft wird der Sektor mit “Over Tourism” in Verbindung gebracht, der nicht oder nicht genug auf die natürlichen Ressourcen unseres Planeten achtet. Die Pandemie ist auch eine Folge des Konflikts zwischen Tier und Mensch und dem Eindringen des Menschen in das Gebiet der Tiere.

Die Organisation – und wenn auch virtuell – der größten und bedeutendsten Tourismusmesse weltweit, der ITB Berlin, stellt für uns, nach diesen langen Monaten des Ausfalls der touristischen Aktivität, den perfekten Moment dar, eine Botschaft der Freundschaft und der Solidarität an die internationale Reise- und Freizeitgemeinschaft zu schicken.

Natürlich hat Tunesien aufgrund von Covid-19 und den damit zusammenhängenden Problematiken harte 12 Monate durchlebt, genau wie alle anderen Destinationen. Aber, das so besondere kulturelle Potential des Landes verspricht eine glänzende Zukunft, davon bin ich überzeugt.

Damit wir sofort wieder einen ‘Restart’ unserer touristischen Aktivität erleben können, hat Tunesien ein neues Programm für die Hotelklassifizierung entwickelt. Die Hotels sollen dem internationalen Standard in Bezug auf die Servicequalität, Hygiene, Sicherheit und der nachhaltigen Entwicklung angepasst werden. Die erste Phase ist rein freiwillig. Insgesamt wird diese Neuklassifizierung drei Jahr dauern und ab dem vierten Jahr verpflichtend sein.

Uns ist bewusst, dass der Tourismus nach Covid-19 nicht mehr derselbe sein wird wie vor der Krise. Wir müssen unseren Weg finden, den neuen Anforderungen der Konsumenten in Bezug auf Erlebnisse, Nähe und Natur gerecht zu werden. Abgesehen vom Badeurlaub, dem Hauptprodukt des tunesischen Tourismus seit mehr als 50 Jahren, birgt Tunesien wahre Schätze, unglaubliche Landschaften und eine grandiose Natur, meist fernab der bekannten Pfade. Reisende auf der Suche nach dem Besonderen werden hier fündig.

Wir werden weiterhin alles dafür tun, den tunesischen Tourismus zu einer der wesentlichen Säulen des Programms für nachhaltigen Tourismus bis 2030 zu machen, wie die UN es festgesetzt hat. Und wir werden den Themen Nachhaltigkeit und Inklusion im gesamten tunesischen Tourismussektor mehr Gewicht geben.

Lang lebe Tunesien, lang lebe der Tourismus. Wir wünschen Ihnen allen eine wunderbare und erfolgreiche ITB NOW.

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