Tunesien

Optimismus bei Tunesiens Tourismusminister

Habib Ammar blickt dem Jahr 2021 positiv entgegen und unterstützt die dortigen Betriebe mit einem Maßnahmenpaket. Langfristig sollen nicht nur die Küstenregionen gefördert werden, auch das Landesinnere wird sich zu Urlaubs-Hotspots entwickeln.

In den vergangenen zehn Jahren hat Tunesien viel durchgemacht: eine Revolution, einen Anschlag und nun die Corona-Pandemie. Für Habib Ammar, Tourismusminister von Tunesien, jedoch kein Grund für negative Aussichten: „Diese Stoßdämpfer haben unser Land und im Besonderen die Tourismusbranche auf dramatische Weise beeinflusst, aber wir werden gestärkt aus dieser Krise hervorgehen und lassen uns den Optimismus nicht nehmen“, sag er gegenüber dem Wirtschaftsmagazin „Economiste Meghrebin“.

In der tunesischen Tourismusbranche sind 400.000 Personen direkt tätig. Diese sollen ab Juni 2021 wieder vermehrt zu tun haben, denn der Staat möchte bis dahin einen Großteil der Bevölkerung geimpft haben, womit einer Sommersaison nichts mehr im Wege stehen würde. Um die Tourismusbetriebe zu entlasten, wurden etwa die Rückzahlungszeiträume von Krediten verlängert, kostenlose Weiterbildungen angeboten und Fachkräfte erhielten monatlich 200 Dinar (umgerechnet etwa 61 Euro) als Überbrückungshilfe. Zudem wird mit der EU kooperiert, wodurch 1.250 Reisebüro-Agenten weitergebildet werden, langfristig sollen es 5.000 werden.

Noch sind besonders die Küstenregionen Tunesiens touristisch erschlossen, innerhalb der kommenden zehn Jahre soll laut Ammar aber auch das Landesinnere mit ökologisch nachhaltigem Tourismus gefördert werden. Statt den Badestränden sollen so auch die kulturellen und architektonischen Highlights des Landes Besucher anlocken. Besonders der Süden des Landes, die Sahara und die dortigen Oasenstädte sollen diesbezüglich gefördert werden.

Zum Start in das neue Jahr appelliert Ammar: „Bald wird Covid-19 wie eine Erinnerung an einen Albtraum sein, der uns bewusstmacht, dass wir auch in den nächsten Jahren offen mit den Veränderungen in der Tourismusbranche umgehen.“

Wer aktuell nach Tunesien reisen möchte, braucht übrigens einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist. Zudem dürfen Touristen eine Woche lang in der Hotelanlage bleiben, bevor sie einen weiteren Test machen müssen. Fällt dieser negativ aus, darf die Quarantäne verlassen werden.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter

Mit nur einem Klick zur Anmeldung für Newsletter und E-Paper. Immer up2date in der Touristik mit dem traveller.

Anzeige

Aktuelles E-Paper

Anzeige
Anzeige