TUI

Diskussionen um Großaktionär Mordaschow

Der Krieg in der Ukraine hat zusätzlich zum direkten menschlichen Leid auch große wirtschaftliche Auswirkungen. Dem weltgrößten Reiseunternehmen droht nun womöglich Ungemach, bei TUI selbst glaubt man nicht daran.

Die EU hat als Reaktion auf den Angriffskrieg Russlands auf einen souveränen Staat Sanktionen gegen mehrere russische Oligarchen verhängt. Darunter ist der TUI-Großaktionär Alexej Mordaschow. TUI-Vorstandsvorsitzender Fritz Joussen schrieb zur Lage in einer internen Mitteilung an die Mitarbeiter: „Ganz sicher nicht an erster Stelle steht die Frage, wie sich der Krieg auf unser Unternehmen auswirkt, aber natürlich ist die Frage legitim und für uns von Bedeutung.“ Man beobachte die Entwicklungen intensiv, um mögliche Konsequenzen beurteilen und gegebenenfalls Aktionen in die Wege leiten zu können.

Joussen verwies darauf, dass die TUI selbst nicht mehr mit Gesellschaften in Russland und in der Ukraine vertreten sei. Wie berichtet, hat man bei Flugrouten und Kreuzfahrtgebieten Anpassungen des Angebots vorgenommen.

Und ganz konkret zur Mordashov meint er: „Herr (Alexey ) Mordashov ist seit rund 15 Jahren Aktionär der TUI und hält, seitdem er das Unternehmen in der Corona-Krise gestützt hat, etwa ein Drittel an unserem Unternehmen. Zwei Drittel unserer Aktionärinnen und Aktionäre kommen aus Deutschland, der EU, dem Vereinigten Königreich, den USA oder es sind Fonds. Herr Mordashov ist auch einer von 20 in der Hauptversammlung von den Aktionären gewählten Vertretern im Aufsichtsrat. Unser Unternehmen wird allerdings wie jede deutsche Aktiengesellschaft vom Vorstand geführt und nicht von den Anteilseignern oder vom Aufsichtsrat. Damit gehen wir davon aus, dass etwaige Restriktionen oder Sanktionen gegenüber Herrn Mordashov für uns als Unternehmen keine nachhaltig negativen Folgen haben werden.“
 

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