Tschechien

Mit dem Rad durchs Weinland Südmähren

Ob zu einem Tagesausflug, für ein entspanntes Wochenende oder länger: Unser Nachbarland Tschechien ist immer eine Reise wert und besticht durch eine Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, landschaftlicher Schönheit und kulinarischen Leckerbissen.

Auf Einladung von CzechTourism hatte der traveller Gelegenheit, drei Tage lang die Region Slovácko näher kennen zu lernen. Nach einer entspannten kurzen Anreise mit dem Zug wurden wir am Bahnhof in Hodonin wie vereinbart von einem freundlichen Mitarbeiter der Firma Bag & Bike empfangen. Unser Gepäck, das die Reise per Auto ins Hotel fortsetzt, haben wir hier gegen ein E-Bike getauscht, mit dem es nun auf bestens ausgebauten Radrouten durch das Weinland Südmähren geht. Vorbei an den historischen Weinkellern in Petrov machen wir in Stráznice Halt. Hier erfahren wir alles über den Blaudruck, seit 2018 UNESCO-Weltkulturerbe. Nur mehr wenige kennen die Technik des traditionellen Färbeverfahrens, das aufwändig per Hand erledigt wird. Bei unserer Visite warten mehr als 1.000 Meter Stoff im Auftrag eines Salzburger Trachtenunternehmens auf ihre Verarbeitung, was einige Wochen in Anspruch nehmen wird.

Landschaftlich erinnert die sanfthügelige Region der mährischen Slowakei, wie dieser Teil Tschechiens genannt wird, an das angrenzende Weinviertel. Die Gegend rund um Blatnice ist auch als mährisches Burgund bekannt und es empfiehlt sich, bei einer Weinverkostung bei einem der zahlreichen Winzer oder Kellerheurigen hier einen größeren Rucksack oder eine Fahrradsatteltasche mitzunehmen, um ausreichend Platz zu haben, die eine oder andere Flasche edlen Tropfens mitnehmen zu können. Als Halt für eine Kaffeepause oder auch einen Aufenthalt für mehrere Tage bietet sich der Slowakische Hof (Slovacky dvur) in Oztrozská Nová Ves an. Mit Golfplatz, Schwimmteich, Kletterpark, Campingplatz, Bungalows und Weinfässern, in denen übernachtet werden kann, werden hier viele Wünsche erfüllt.

Nicht fehlen sollte auf einer Tour durch die Region Slovacko eine Bootsfahrt auf dem Bata-Kanal. Der einst für den Kohletransport errichtete Wasserweg entlang des Flusses Moravou, wie die March jenseits unserer Grenze genannt wird, dient heute ausschließlich touristischen Zwecken. Eine gute Einstiegsstelle ist der neu errichtete Hafen in Veseli nad Moravou.

Ebenfalls eine Empfehlung ist ein Rundgang durch Uherské Hradiste. Die im 13. Jahrhundert gegründete Stadt ist reich an historischen Sehenswürdigkeiten und Ort zahlreicher Kulturveranstaltungen. Tipp: Unbedingt den Park Rochus besuchen! Auf dem ehemaligen Militärgelände am Schwarzen Berg wurde ein Freiluftmuseum errichtet, das mit historischen Wohnhäusern einen faszinierenden Einblick gibt in das Leben in früheren Jahrhunderten in dieser Region.

Noch früher zurück in der Geschichte geht das archäologische Freilichtmuseum Modrá. Hier wurde eine befestigte slawische Siedlung aus der Zeit Großmährens im 9. Jahrhundert nachgebaut. Sehr modern hingegen ist der Kovozoo in Staré Mesto mit seinen hunderten pflegeleichten Tieren, diese sind nämlich alle lebensgroß aus reinem Altmetall hergestellt. Hier tauschen wir aber auch schon wieder das E-Bike gegen unser Gepäck und sind überrascht, wie schnell drei kurzweilige Tage vergehen können. Bei der Rückfahrt im Zug wissen wir bereits, dass wir wieder kommen und ein wenig mehr Zeit einplanen werden.

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