Tschechien

Das kulturelle Prag erwacht

Wie nah ist doch dieses wunderbare Prag. Die Anreise mit der Bahn ist bereits der erste Schritt, sich ohne Stress auf die Goldene Stadt einzustimmen. 

Auf dem Programm des Prague City Tourism steht „Das kulturelle Prag erwacht“, schon sehnsüchtig erwartet von seinen Gästen nach den langen Monaten der Schutzmaßnahmen, die die Covid 19-Pandemie erzwang. Jetzt wird es immer leichter. Wer sich allerdings noch vor der Reise über die aktuell geltenden Bestimmungen informiert, reist auf der sicheren Seite. 

Vom geschichtsträchtigen Hotel Smetana aus mit Bilderbuchblick auf die berühmte Karlsbrücke, die Prager Burg und die dunkel dahinfließende Moldau entdecken wir mit unserer Reiseleiterin Eva Kupr ein Prag, das wir so noch nie gesehen haben: Sehr luftig, ohne die Touristenschlangen. Dafür entdecken die Prager selbst ihre Stadt. Das sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre. 

Natürlich Kafka

Wir starten mit dem Altstädter Rathaus, das 1338 als Sitz der Altstadtverwaltung errichtet wurde. Die Kapelle und die historischen Säle nehmen uns gefangen und vom Rathausturm geniessen wie einen herrlichen Blick über die Stadt. Hier begegnet uns auch erstmals der berühmte Sohn der Stadt, der Schriftsteller Franz Kafka, wo im Haus Minuta -  dicht neben dem Rathaus-  einst die Familie Kafka gewohnt hat. 
Später entdecken wir das Agneskloster, das Haus zur Schwarzen Madonna und das Repräsentationshaus. Hier können wir im historisch gediegenen Kaffee-Restaurant verweilen bei einem Krug Bier oder bei Mohnbuchteln mit einem Glas Prosecco. Zum halben Preis verglichen mit der Zeit vor Covid.

Dann empfängt uns das Nationaltheater mit einer Geschichte, die uns in Staunen versetzt. Denn das Gebäude wurde erbaut im Rahmen eines nationalen Kraftakts über eine landesweite Sammlung, um bald nach der Eröffnung 1881 tragischerweise nach einem verheerenden Brand wieder instandgesetzt und 1883 zum zweiten Mal eröffnet zu werden. Die reiche Außen- und Innendekoration bilden einen prächtigen Rahmen für Opern-, Theater- und Ballettvorstellungen. Eine repräsentative Bühne für das reiche kulturelle Leben der Tschechischen Republik.

Mozart im Smetana 

Jetzt ist es Zeit für ein Abendessen im Restaurant Mlynec, das traditionelle tschechische Küche modern zu interpretieren weiß. Ein Genuss auch der direkte Blick auf die Karlsbrücke. Der Weg zum Hotel Smetana ist dann nicht weit. Und die Geschichte, wonach im Smetana Mozart seine sechs Deutschen Tänze für den Grafen Pachta komponierte, verzaubert uns die Abenddämmerung und später die hereinbrechende Nacht.

Am nächsten Tag geht es über die Karlsbrücke auf die sogenannte „Kleinseite“, die „Mala Strana,“ der Stadt. Wir machen Halt in der Kirche „Maria vom Siege“ im Karmelitenkloster, um dem berühmten aus dem 16. Jahrhundert datierten „Prager Jesulein“ und seiner durch die Jahrhunderte gewobenen wundertätigen Geschichte unsere Referenz zu erweisen. Derart gestärkt geht es danach mit der Standseilbahn auf den Laurenziberg mit seinem Aussichtsturm „Petrin“, eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt. Der Petrin wurde im Rahmen einer Jubiläumsausstellung 1891 als lose Kopie in Anlehnung an den Eiffelturm errichtet und ist 63,5 Meter hoch. An klaren Tagen überblickt man von seiner Spitze aus nicht nur die Stadt, sondern fast ganz Böhmen. 

Wir genießen die weitläufigen Parkanlagen am Gipfel des Petrin, wo auch die Prager selbst gerne zur Erholung anreisen. Oft mit der ganzen Familie, um dann mit den Kleinen gleich bei einem entzückenden mit Pferden ausgestatteten Ringelspiel zu Verweilen und sich am "Juchu" der Kinder zu erfreuen.

Zu Besuch bei den Alten Meistern

Dann erwartet uns der Hradschin, ein historisches Viertel auf dem Burgberg von Prag, der dominiert wird von der Prager Burg, seit über 1.000 Jahren ein Symbol der tschechischen Geschichte und ihrer Herrscher. Wir besuchen den imposanten St. Veitsdom, eine gotische Kathedrale mit der Wenzelkapelle sowie der Gruft der tschechischen Könige. Ebenso lange könnte man verweilen in der Basilika des Hl. Georg, im Lobkowicz Palais mit seinen Kunstsammlungen und dem eindrücklichen Strahov Kloster.

Später besuchen wir das Palais Sternberg am Hradschiner Platz und staunen über die neue Dauerausstellung alter Meister mit ausgesuchten Exponaten der Nationalgalerie in Prag, darunter einzigartige russisch christliche Ikonen und italienische Gemälde des 14. Und 15. Jahrhunderts. Sehenswert.

Einen unvergleichlichen Abschied nehmen wir auf der Moldau, wo auf dem Deck des Schiffes „Bella Bohemia“ das Orchester der Staatsoper und Opernsolisten ein klassisches Konzert geben. Im Repertoire auch „Die Moldau“ des weltbekannten tschechischen Komponisten Friedrich Smetana.
Bei der Abreise wissen wir: Prag lässt einen nicht los. Denn, so stimmen wir mit Franz Kafka überein, „das Mütterchen hat Krallen“. Insbesondere auch mit dem Programm „In Prag wie zu Hause“ das Besucher bis Ende August mit zahlreichen Ermäßigungen lockt. 
 

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter

Mit nur einem Klick zur Anmeldung für Newsletter und E-Paper. Immer up2date in der Touristik mit dem traveller.

Anzeige

Aktuelles E-Paper

Anzeige
Anzeige