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REDbook – Wollen wir’s mal glauben!

„Die Botschaft hör‘ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“, was Doktor Faustus des Lebens überdrüssig geworden, in Goethes bedeutendstem und meistzitiertem Werk der deutschen Literatur in seinem Eingangsmonolog rezitiert, ist längst zu einem universell einsetzbaren Zitat geworden. Passt also auch gut auf die fast schon unendliche „Mühle auf – Mühle zu“ Lockdown-Geschichte, an der die österreichische Bundesregierung und die ganze Weltpolitik mit großem Eifer schreibt. Dass der „Impfturbo“ jetzt wirklich so richtig zündet, zur schrittweisen Öffnung führt und nicht zum Rohrkrepierer wird – na wollen wir’s mal glauben.

Jetzt soll also – nach wie viel Ankündigungen? – die Rückkehr in unser normales Leben wirklich bevorstehen. Weil jetzt auf Teufel komm raus geimpft und weiter im Akkord getestet wird. Weil wir weiter auf Abstand bleiben und das maskiert, uns brav und oft die Hände waschen und eben so die Basis für ein Leben mit Corona schaffen. Denn, dass Mr. C gekommen ist, um zu bleiben, sollte längst dem kleinsten Geist bekannt sein. Auch das Wetter wird uns die Gnad erweisen – gut, jetzt gerade nicht – und auf warm stellen. All das sind also jene Ingredienzien, die uns wieder eine freie Welt eröffnen und uns das Leben wieder schön und unbeschwert machen sollen.

Wir werden wieder im Beisl, beim Heurigen, im feinen Restaurant oder im Café genussvolle und gemütliche Stunden verbringen. Wir werden wieder auf Konzerte, ins Theater, in die Oper, in Galerien, Ausstellungen und Museen gehen und der Kultur frönen. Wir werden wieder auf geilen Konzerten abshaken, mitsingen und uns Feuerzeug-schwingend sentimental in den Armen liegen. Wir werden wieder auf Fußballplätze gehen und als zwölfter Mann den Spielablauf lautstark kommentieren und wir werden wieder reisen. Ans Meer, in hippe Städte, an beschauliche Seen oder in bizarre Bergwelten, mit dem „Grünen Pass“ im Gepäck. Wenn er denn auch wirklich bis Juni kommt, wie von den 14 EU-Staaten kürzlich in Wien angekündigt.

Bei den Reiseveranstaltern ist nämlich längst angerichtet, es fehlt kein Reiseziel in der großen Angebotspalette und auch die Fluglinien haben für den bevorstehenden Sommer entsprechend vorgeplant. Was halt in diesen volatilen Zeiten und unter den nach wie vor bestehenden Reisebeschränkungen möglich ist. Eine touristische Planung kommt ja gerade eher einem Würfelspiel gleich, Flexibilität ist hierbei das neue Zauberwort. Und die Reisebranche ist wahrlich innovativ und reagiert mit Flexpaketen und -tarifen, die dem Kunden von der Urlaubsplanung bis zur finalen Reiseentscheidung einfach Sicherheit geben und somit auch den Buchungsentschluss positiv unterstützen, auf dieses „neue Normal“. Daher ist die Frage, ob man derzeit buchen soll – wie sie der KURIER beispielsweise in seiner Sonntagausgabe prominent stellte – die falsche. Wie die Antwort, dass, wer trotzdem lieber früher bucht, unbedingt auf gratis Stornomöglichkeiten bis kurz vor der Abreise pochen soll (Quelle: KURIER v. 18.04.2021) unzureichend ist und eben um die neuen Flexoptionen ergänzt gehört. Eine Reiseversicherung sollte sowieso immer mit im Gepäck sein, am besten gleich neben dem neuen „Grünen Pass“.

„Die Klugen buchen jetzt, denn jetzt gibt es die besten Angebote. Gegebenenfalls kann man Stornomöglichkeiten in Anspruch nehmen,“ weiß auch Flughafenvorstand, Dr. Günther Ofner und Austrian CEO, Alexis von Hoensbroech gibt ihm recht: „Man kann momentan günstig und hochflexibel buchen. Wenn das Reisen wieder anzieht, wird eine Buchungswelle auf uns zukommen, dann gehen die Preise schnell nach oben.“

Der Hunger nach dem Leben, der Hunger nach Normalität, der Hunger nach der weiten Welt, ist riesengroß. Wollen wir’s also mal glauben, dass die in den Raum gestellte sanfte Freiheit auch wirklich bald wieder zu gelebter Realität wird. Es wäre Zeit!

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