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REDbook – Um 13.24 Uhr bitte laut lachen!

Während die Liste der Hochrisikogebiete – Omikron sei Dank! – und damit der Reisewarnungen unterschiedlichster Einstufung gerade wieder weltumspannende Ausmaße annimmt, ist das Blatt, auf dem die Virusvariantengebiete gelistet sind, mit heute ein jungfräulich weißes. Wird’s damit doch noch etwas mit dieser Wintersaison und einem normale(re)n Reisen oder ist‘s und bleibt‘s Interpretationssache?

Kleines Land, ganz groß – zumindest im Winter – denn mit 70 % Marktanteil, mehr als 400 Skigebieten und gesamt rund 7.350 Pistenkilometern zählt Österreich zu Europas führenden Wintersportländern. Vom Kärntner Nassfeld bis ins Zillertal. Vom Wilden Kaiser bis St. Anton, Serfaus, Kitzbühel, Sölden und Ischgl. Von der Silvretta auf den Hochkönig, die Planai und den Dachstein. Von Saalbach-Hinterglemm ins Gasteinertal und mit Semmering und Stuhleck bis vor die Tore Wiens ist Österreich, wenn’s um zwoa Brettln und an gführigen Schnee verbunden mit einer großartigen Hotellerie und ebensolchen Gastronomie geht, eine ziemlich große Nummer in der alten Welt. Und genau diese in den letzten zwei Jahren hart geschundenen Unterkunfts- und gastronomischen Betriebe lässt die gute Nachricht, dass mit 24. Jänner keine Länder und damit auch nicht mehr die skiverliebten Briten und Niederländer, ebenso wie Dänemark und Norwegen auf der Virusvariantenliste stehen, hoffen, dass es vielleicht doch noch etwas wird mit ein bisserl einer Wintersaison. Omikron ist ja längst auch hierzulande der Corona-Platzhirsch und lässt seit Wochen seine durchaus sehr agile Verwandtschaft von Alpha bis Delta ziemlich alt aussehen. Genau das macht nun eben die Virusvariantenliste obsolet und Drittgeimpfte – egal woher – dürfen wieder unkompliziert(er) nach Österreich einreisen. Aber auch „nur“ Geimpften und Genesenen steht die Tür zum Wedelspaß mit Einkehrschwung in Österreichs weltberühmten Wintersportorten offen, vorausgesetzt der PCR Test ist negativ und nicht älter als 72 Stunden.  

Das ist doch schon was, man wird in diesen Zeiten schließlich bescheiden. Jetzt müssen sie halt nur noch kommen, die schneeverliebten, geboosterten, geimpften und getesteten Gäste aus Holland, England und natürlich aus Deutschland, um die mehr als 80.000 kuscheligen Winterbetten auch zu füllen. Was zwar eine schöne Vorstellung aber realistisch betrachtet eine ziemlich schwere Übung mit vielen Unbekannten ist.  Und diesmal liegt es nicht am Wetter, auch nicht am dünnen Schnee und schon gar nicht an der Qualität und Servicierung des Gasts, sondern ist eng mit dieser anderen Liste verknüpft. Und die nimmt gerade wieder globale Dimensionen an und hat mit den implizierten Reisewarnungen und der anhänglichen Coronasippe im Schlepptau Potenzial, dem Gast die Lust am winterlichen Urlaubsvergnügen ordentlich zu vergällen. Vor allem dem aus unserem Lieblings-Nachbarland, denn für Deutschland gilt Österreich seit 16. Jänner wieder als Hochrisikogebiet, was den deutschen Gast für seine winterliche Urlaubsreise ob der Reisewarnung seines Auswärtigen Amtes einigermaßen verunsichern könnte. Dabei ist Österreich mit diesem Schicksal nicht alleine – auf der deutschen Hochrisiko-Reisewarnliste fehlen von den rd. 195 bereisbaren Ländern der Welt gerade noch um die 40 – mit so Schwergewichten wie den Malediven befindet sich die kleine Alpenrepublik in prominenter Gesellschaft. Das macht es zwar weder einfacher noch lustiger, beim Blick auf den anhaltenden Reiseboom für das Traumziel im Indischen Ozean dann doch ein wenig hoffnungsfroher. Könnte die Rechnung mit den 80.000 Betten also doch aufgehen?

Apropos Lachen: Heute ist Welttag des herzhaften Lachens. Mag der Humor in den letzten zwei Jahren zu kurz gekommen und dafür der Frust exponentiell gewachsen sein, Lachen ist und bleibt das gesündere und stressreduzierende Ventil, das Menschen verbindet und tatsächlich dazu beitragen kann, auch Aggressionen aus der Welt zu schaffen. Ob man den kunterbunten Maßnahmen-Fleckerlteppich und die Pandemie als solches weglachen kann, ist zwar noch nicht wissenschaftlich erwiesen, einen Versuch ist’s in diesen „kranken“ Zeiten allemal wert.

Darum heute, exakt um 13:24 Uhr, mit der ganzen Welt laut lachen. Und so es nichts hilft, tut es wenigsten für ein paar Sekunden der geschundenen Seele gut.

Hier finden Sie Alles rund um die Einreise nach Österreich

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