traveller

REDbook – Respekt vor der Reisebranche!

Konsumentenschutz – das Wort besagt es bereits – ist ein vom Gesetzgeber in ein entsprechendes Gesetz gegossenes Instrument, um den Konsumenten beim Kauf einer Leistung vor Benachteiligung zu schützten. Was gut ist, denn in welcher Dienstleistungsbranche auch immer und egal ob Gewährleistung, Reklamation oder verwirrende Verträge, der Kunde muss sich stets auf fundierte, vor allem aber auf gerechte und seriöse Information und Hilfestellung am Weg zu seinem Recht verlassen können. Was guter Konsumentenschutz jedoch nie sein darf, ist ein Orakel, das man einer seltsamen Vorahnung folgend oder einfach nur um „gscheit daherzureden“ bereits im Vorfeld eines noch gar nicht eingetretenen Problems bedient und Feuerwehr spielt, bevor es brennt.

Seit 01. Oktober 1979 kann sich der Konsument im Falle einer Benachteiligung in Österreich auf ein entsprechendes Konsumentenschutzgesetz – kurz KSchG – berufen, das auf einer Vielzahl von Schutzbestimmungen aus dem österreichischen Privatrecht fußt und zudem etliche weiterführende Bestimmungen, beispielsweise zum Transparenzgebot, Maklergeschäft oder auch zum Vertragsabschluss mit Reiseveranstaltern und Reisebüros, enthält. Damit sind wir auch schon beim Thema, beim Kauf bzw. der Buchung einer Reise in Pandemie-Zeiten, das den Verbraucherschutzverein in Österreichs reichweitenstärkster Tageszeitung zu einem unqualifizierten und die ganze Reisebranche diffamierenden Wortrülpser veranlasste.

Kurz zur Erklärung, um wem es sich beim Verbraucherschutzverein und seinem Obmann handelt: Laut https://www.verbraucherschutzverein.at/ soll der von Peter Kolba gegründete Verbraucherschutzverein eine von Wirtschaft und Staat unabhängige Verbraucherorganisation werden – also das neutrale und unabhängige Gegenstück zum „staatlichen“ Konsumentenschutzgesetz – denn: Unabhängigkeit erfordert ein Engagement der Zivilgesellschaft, wie auf der Startseite zu lesen ist. Das ist auch gar nicht verkehrt, wenn es der Sache dient und auf der Suche nach dem bösen Buben nicht schon von vorne herein zur Schaubühne und zum Schwarzen Peter Spiel wird.

Denn, und das weiß Peter Kolba aus seiner langjährigen leitenden Funktion des Bereiches Recht im Verein für Konsumenteninformation sicherlich: Vorverurteilungen dienen niemandem, schon gar nicht jetzt in dieser Zeit, in der die gesamte touristische Leistungskette pandemiebedingt wahrlich hart zu kämpfen hat und die Kunden ob all der kruden Reisebeschränkungen sowieso schon hochgradig verunsichert sind. Ja, der Branche geht es gerade nicht prickelnd – wie auch, wenn die ganze Welt zugesperrt ist und Reisen verunmöglicht werden – und ja, die Finanzdecke ist bei vielen dünn. Darob aber, wie Sie es in der Kronen Zeitung v. 21. Februar 2021 taten, eine ganze Branche zu verunglimpfen indem Sie empfehlen „jetzt keine Anzahlungen für Buchungen zu tätigen, denn das Geld ist derzeit bei Ihnen (Anmerkung: den Kunden) besser aufgehoben als bei einem Unternehmen, das vielleicht insolvent ist“, ist eine unsachliche Schlussfolgerung, die jeglicher Grundlage entbehrt und hat mit dem Leitmotiv eines neutralen Engagements des Verbraucherschutzvereins für die Zivilgesellschaft nicht viel zu tun.

Sollte es nicht – anstatt einfach „hinzuhauen“ – vielmehr auch im Interesse Ihres Vereins sein, den Konsumenten die vielen unbezahlbaren Vorteile einer Buchung im Reisebüro zu vermitteln? Etwa, wie Sie selbst sagen, Pauschalreisen zu buchen, weil der Kunde damit immer auf der sicheren Reiseseite ist – auch und gerade was den Fall einer Insolvenz des Unternehmens betrifft. Weil ein österreichischer Veranstalter, ein österreichisches Reisebüro, von Gesetz wegen insolvenzabgesichert sein muss!

So what! Warum dann dieses Bashing gegen eine Branche, die seit Ausbruch der Coronakrise Höchstleistungen im Überlebenskampf erbringt, seit Monaten um Unterstützung kämpft und dennoch unverändert für Ihre Kunden da war und ist? Die weiterhin der seriösen Beratung und sicheren Vermittlung von Reisen verpflichtet ist, wozu bestes Destinations- und Produktwissen, der tägliche Blick auf die weltpolitische Wetterkarte und Sicherheit zu den unverrückbaren Basics dieses leidgeprüften Berufsstandes gehört. Respekt ist, was uns dazu einfällt!

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter

Mit nur einem Klick zur Anmeldung für Newsletter und E-Paper. Immer up2date in der Touristik mit dem traveller.

Anzeige

Aktuelles E-Paper

Touristik Telefonbuch 2019

Anzeige
Anzeige