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REDbook – Der Mensch, ein intelligentes Wesen?

Wofür ist der Kopf des Menschen eigentlich gedacht? Braucht man ihn nur zum Hut aufsetzen oder hat er, besser gesagt das, was da über Millionen von Jahren unter der Schädeldecke gewachsen ist, eine sinnvolle Funktion? Eine, die uns nämlich seit Urzeiten das Überleben sichert und zu dem machte, was wir heute sind: Intelligente und soziale Wesen und damit viel gescheiter als die liebe Menschenaffen-Verwandtschaft. Aber genau daran muss man jetzt, in der Corona-Krise, zweifeln …

Der menschliche Schädel, dieses kugelförmige Gebilde – übrigens einer der größten Unterschiede zum Schädel und somit auch zum Gehirn des Menschenaffen – ist also das Zuhause der Intelligenz und damit auch des Hausverstands von – rein anatomisch betrachtet – beachtlicher Größe. Hier sei aus wissenschaftlicher Sicht angemerkt, dass diese Hirngröße im Verhältnis zur Körpergröße gesehen wird, demnach rein gar nichts mit wirklicher Intelligenz zu tun hat. In Afrika gefundene Fossile etwa machen deutlich, dass die Gehirne der Homininen vor etwa drei Millionen Jahren hinsichtlich Größe sehr jenen der Menschenaffen ähnelten, diese Gattungen aber was ihre Lebensweise betraf, gänzlich anders lebten und die „menschliche“ Verwandtschaft damals schon auf zwei Beinen, aber mit noch nicht wirklich großen Gehirnen durch die Landschaft streifte. Wirklich spannend, was die Entwicklung des menschlichen Verstandes betrifft, wurde es dann vor etwa zwei Millionen Jahren. Also noch gar nicht so lange her, was vielleicht auch das noch immer weit verbreitete Kurzdenkertum erklärt. Gut möglich also, dass es noch ein paar Millionen Jahre an weiterer Entwicklung benötigt …

Damals also, vor zwei Millionen Jahren, tauchte Homo rudolfensis auf der Bildfläche auf, der bereits ein Schädelvolumen von nahezu 800 cm³ aufwies und damit schon doppelt so groß wie das des Schimpansen war. Homo erectus toppte das ein „paar“ Jahre später, das Schädelvolumen wuchs innerhalb von einer Million Jahren auf mehr als 1.000 cm³ weiter an und damit ist auch gar nicht mehr viel Unterschied zum heutigen superschlauen Homo Corona. Denn der „moderne“ Mensch hat innerhalb der letzten 100.000 Jahre seine Gehirnleistung auf 1.360 cm³ gesteigert und es scheinbar dabei bewenden lassen. Denn dieser Homo Corona stellt nun die gesamte Hirn-Wissenschaft auf den Kopf – der gerade noch zum Hut aufsetzen aber zu nicht viel mehr reicht und der bei der anthropologischen Verwandtschaft wohl nur heftiges Kopfschütteln auslösen würde. Aber, und das hat die Hirnwissenschaft längst erkannt: Intelligenz hängt von weit mehr als nur von der Größe des Gehirns ab. Wovon, weiß man zwar noch nicht so genau, aber vielleicht gibt ja die „Gscheitheit“ des Homo Coronas Aufschluss: Warum nämlich die Gehirnleistung, vielmehr jener Bereich der vier Gehirnlappen, gerade was den Hausverstand und die Vernunft betrifft, derart unterversorgt sind und man scheinbar außer Stande ist, die dem persönlichen wie dem Gemeinwohl dienenden Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 sinnerfassend wahrzunehmen, wird wohl Teil zahlreicher Studien werden. Gut möglich, dass dieses Unvermögen ja evolutionsbedingte Ursachen hat, denn erwiesen ist: In den letzten drei bis vier Millionen Jahren hat sich das Volumen des Gehirns zwar vervierfacht, nur sagt das halt nicht viel über den tatsächlichen menschlichen Verstand aus.

Vielleicht ging das Wachstum des fürs Denken verantwortlichen Stirn- und Schläfenlappens der Großhirnrinde einfach viel zu schnell und diese pralle Masse grundsätzlicher Gescheitheit passt einfach nicht in die viel zu kleinen Köpfe? Die jetzt, da wir wieder frei und locker(er) leben können, auf jegliche Vernunft vergessen und sich wie einst die Homininen-Verwandtschaft eng an eng und völlig hirnlos zusammenrotten und damit die gesamte Sippe massiv gefährden. Die nämlich auf nichts als ihren Unverstand hören und jedwede Prävention als unnötigen und überzogenen Eingriff in ihre persönliche Freiheit sehen. Die hinter allem was hoffentlich gegen die Coronakrise wirkt, nichts weiter als Unfug sehen und den gefährlichen Spinnereien vermeintlicher „Wissenschaftler“ fast schon sektenhaft folgen. Die von diesen „Weisheiten" blind überzeugt sind und dabei die reale Welt völlig aus den Augen verlieren. Die sich mit ihren dummen und entbehrlichen Kommentaren im Netz auskotzen, dabei längst selbst zu gläsernen Menschen geworden sind und dennoch in vernünftigen und anonymen Tools ein „big brother ist watching you“ Instrument des KGB, Mossad oder CIA sehen.

Eine ziemlich krude Denke, wie auch nachstehende Zusammenfassung (Quelle: Facebook Posting) verdeutlicht:

  • Max Mustermann 35 bis 40 Jahre, männlich, wohnt in Sydney, loggt sich normalerweise in Wien und Umgebung ein, ist politisch eher konservativ, katholisch, hat 798 Kontakte ersten Grades und 6.712.494 Kontakte zweiten Grades. 
  • Name vermutlich korrekt, da in den Adressbüchern der Freunde so vorhanden. Er hat zwei Kinder mit „Mimi Mustermann“ die in zwei Monaten Geburtstag hat und sich aktuell in einer Beziehung mit Seppi Huber befindet. 
  • Max mag Musik der Flippers, von Andrea Berg und Mötley Crüe, hat gestern Abend auf Netflix „Suits“ geschaut, war danach auf Pornhub, Stern und TAZ, um Artikel über Reisen zu lesen. 
  • Er bevorzugt Reiseziele in Bergregionen, hat in vier Tagen Geburtstag, kauft eher impulsiv und online, interessiert sich für hochpreisige Marken, hat BMW, Ferrari und Glashütte-Uhren abonniert.
  • Sein Haushaltsnettoeinkommen beträgt ca. 30 bis 50.000 Euro im Jahr, er hat 1999 an der „Donald Duck Universität in Entenhausen“ einen Abschluss in Literaturwissenschaft gemacht, wohnt weit entfernt von den Eltern, hat in den letzten vier Jahren mindestens vier Beziehungen gehabt, ist aktuell Single. Er wird vermutlich demnächst ein Auto der Marken Mazda oder Honda kaufen, ist technisch interessiert, aber eher skeptisch. Er gilt als „late adopter“ und hat gerade nachstehenden Post verfasst:
  • „Ich lasse mich doch nicht verarschen!! Diese Corona-App werde ich niemals installieren! ICH LASSE MICH NICHT AUSSPIONIERN!“ 
  • Geschrieben mit der Facebook App Version XY in der Nähe Wien Stephansplatz, auf einem Apple iPhone X, 256GB, IOS ältere Version, Gerätesprache Deutsch, Akkustand 23%, Netzbetreiber Telekom. Gespeichert auf Servern in den USA, Deutschland, Norwegen, Dänemark …

Auf der anderen Seite der Geschichte meldet die völlig neutrale Stopp Corona-App:
User Biber 78 hat gerade fünf Minuten und zwei Metern entfernt von User Amsel34 in Wien am Stephansplatz gestanden. Wenn in zwei Wochen keiner von beiden einen positiven Test meldet, löscht sich diese Information wieder. Ansonsten erhält die jeweils andere ID eine Nachricht, dass ein Test empfohlen wird.

Tja, der Mensch, das intelligente Wesen ….

Fragen und Antworten zur Corona App: https://www.stopp-corona.at/faq_stopp_corona_app/
Die Corona App steht im AppStore sowie in GooglePlay zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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