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Homeoffice-Book – Day 8

Social distancing ist also zu einem neuen Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden. Abstand halten, um vor allem unsere älteren Mitmenschen zu schützen, unsere vier Wände nur zur kurzen körperlichen Ertüchtigung und wenn’s die Vorratskammer erfordert, verlassen, und ganz viel Hände waschen, werden zur selbstverständlichen Routine auf Zeit. Das ist gut so, denn nur so schrumpfen wir diesen lästigen Coronatypen auf ein Zwergerl, das als solches wohl in unserem Leben bleiben, aber uns hoffentlich nicht weiter groß sekkieren wird. Packen wir’s also weiter an, halten wir weiter z‘samm und bleiben wir noch ein bisserl – #stayhome – daham.

„Wir sind stark, wenn wir zusammenhalten: Die Starken und Schwachen, die Jungen und Alten.“

Dieser so selbstverständlich klingende Spruch stammt von keinem Geringeren als vom großen Kurt Tucholsky, einer der bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik, und er hat damit völlig Recht. Herausforderungen an die Menschheit können nur im Kollektiv, können nur miteinander, bewältigt werden. Das galt zu Tucholskys Zeiten und das gilt auch jetzt, in einer Zeit, in der ein Virus die gesamte gesellschaftliche wie wirtschaftliche Welt auf den Kopf stellt. Wenn wie jetzt, eine Pandemie unser aller gewohntes Leben aus dem Gleichgewicht bringt, ist Miteinander und Gemeinsamkeit die einzige Waffe, um den sozialen Zusammenhalt zu erhalten. Gemeinsam schaffen wir das – was nach einem werbewirksamen Slogan klingt, ist längst zu einem starken kollektiven Verständnis geworden. Das spiegelt sich im täglichen, ziemlich eingeschränkten Leben, wenn aus der aus Vor-Corona-Zeiten viel zitierten Nachbarschaftshilfe gelebte Hilfe wird. Wenn sich Hausgemeinschaften zu Einkaufsgruppen zusammenschließen, um die Versorgungskette für eine ganze Wohneinheit strukturiert im Radldienst zu organisieren und wenn mit entsprechender Distanz Balkonkränzchen mit Kaffee und Kuchen zur Unterhaltung der älteren Mitbewohner etabliert werden, zeigt sich, wie Zusammenhalt gelebt werden kann.

Was im Kleinen, im familiären und freundschaftlichen Umfeld so ideenreich und unkompliziert funktioniert, muss gerade im wirtschaftlichen Leben ähnlich gemeinschaftlich gelebt werden. Zusammenhalt ist in allen Lebensbereichen das Gebot der Stunde, denn gemeinsam ist man einfach stärker. Gerade, wenn es darum geht, Forderungen für die betroffenen Branchen gegenüber den politischen Entscheidern durchzusetzen. Wenn es darum geht, das Überleben einer Branche zu sichern, wie das seit Tagen die Interessensvertreter der österreichischen Reisewirtschaft, der Österreichische ReiseVerband (ÖRV), der Österreichische Verein für Touristik (ÖVT), der Fachverband der Reisebüros in der Wirtschaftskammer (WKO), die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) und viele einzelne Unternehmer mit großem Engagement tun. Und auch wenn jede der genannten Institutionen für seine „Schäfchen“ kämpft, spricht man doch eine gemeinsame Sprache und verfolgt ein gemeinsames Ziel: Den Fortbestand der Reisebranche im Interesse der mehr als 10.000 Mitarbeiter und vor allem auch der Österreicher zu gewährleisten, die auch künftig verreisen möchten, es derzeit aufgrund des weltweiten Reisestopps aber nicht können.

Man schießt, wie man so schön sagt, mit Schrot und schreibt fast täglich – wie ich dieses Homeoffice-Book – in Offenen Briefen, Petitionen und Rettungsschirm-Initiativen an die österreichische Bundesregierung Appelle zu dringend notwendigen Hilfsmaßnahmen für die schönste Branche der Welt. So steht der ÖRV in engem Austausch mit der WKO und äußerst sich laut und unmissverständlich zur immer prekärer werdenden Situation in den Reisebüros. Man ist auch in ständigem Kontakt mit dem Außenministerium, um die Rückholung der noch im Ausland befindlichen Österreicher weiter konzertiert zu unterstützen. Hier wird gerade seitens der Reiseveranstalter – TUI und ETI gehören besonders vor den Vorhang geholt – große Arbeit geleistet. Passagierlisten – nicht nur die eigenen Gäste betreffend – werden in nächtelanger Arbeit erstellt und laufend adaptiert, um die vielen Österreicher aus Spanien, Ägypten und Tunesien, aber auch auf der Fernstrecke wieder sicher nach Österreich zu bringen. Wie ÖRV und ÖVT aktuell auch Ansprechpartner nicht nur für Mitglieder, sondern gerade auch für Nichtmitglieder sind.

Jede gesetzte Einzel-Aktion – als Beispiel sei die „Schutzschirm-Kampagne für die mittelständische Reisewirtschaft“ des ÖVT genannt – sind hilfreiche und aufmerksamkeitsfördernde Initiativen, die von den jeweils anderen Verbänden auch unterstützt werden. Getrennt marschieren, aber gemeinsam für die Reisebranche kämpfen, nur darum geht’s. Denn: Nicht die Welt macht diese Menschen, sondern diese Menschen machen die Welt!

Damit einen schönen achten Homeoffice-Tag und bitte #stayhome!

Ihre traveller Redaktion

Info-Hotlines

Coronavirus-Hotline der AGES: 0800 555 621
Telefonische Gesundheitsberatung: 1450
Hotline des VKI zu reiserechtlichen Fragen: 0800 201 211
AK/ÖGB-Hotline zu arbeitsrechtlichen Fragen: 0800 22 12 00 80
Wirtschaftkammer: 0590900 4352
Rotes Kreuz: www.roteskreuz.at 

Außenministerium - Online-Registrierung: www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/auslandsservice

Austrian Airlines Flugplattform: heimflug.austrian.com  

Österreichischer Reiseverband: www.oerv.at
ÖVT - Österreichischer Verein für Touristik: www.oevt.eu / Hier gehts zur Kampagne: https://www.oevt.eu/corona-kampagne

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