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Homeoffice-Book – Day 7

Langsam macht sich im Homeoffice eine tägliche Routine breit. Und die weicht gar nicht so viel von der des normalen Berufsalltags ab. Aufwachen, durchstrecken und den Tag mit einer morgendlichen Runde – alleine, eh klar – begrüßen. Dem Körper in dieser „einsamen“ Zeit Gutes zu tun, ist vor allem für den Geist wichtig und hilft zudem, den Bauchspeck, der sich gerade um die Hüften zu legen beginnt, in Grenzen zu halten. Denn fix ist: Wir werden Bikini und Badehose bald gegen das bequeme Homeoffice-Outfit tauschen, also bleiben Sie beweglich und bleiben Sie vor allem noch ein bisserl zu Hause – mit allen schon bekannten Maßnahmen: Soziale Kontakte reduzieren oder besser ganz einstellen, nur außer Haus gehen, wenn’s wirklich notwendig ist und eh klar, Händewaschen nicht vergessen. Weil #stayhome lautet unverändert unser aller Auftrag.

Über die Krise, in die uns der Coronatyp gestürzt hat, brauchen wir nicht mehr viel zu diskutieren. Jeder spürt sie, jeder ist betroffen und jeder verantwortungsbewusste und normal denkende Mensch macht sich zurecht Sorgen, wie es nach dieser Apokalypse weitergeht. Dass es weitergehen wird, anders und neu, steht außer Frage. Aber eben das WIE ist es, was uns aktuell neben der räumlichen Isolation in die psychische Ausweglosigkeit geraten lässt. Das dürfen wir nicht zulassen. Ich habe das hier schon einmal gesagt und ich sage es gerne wieder: Optimismus ist oberstes Gebot, verlieren wir ihn, verlieren wir den Kampf. Und das wollen und werden wir nicht. Jedoch ohne ehrlicher und gerechter Hilfe für alle wird es nicht funktionieren. Niemand, die Kleinen und die Großen, dürfen auf der Strecke bleiben. Die Kleinen, die EPUs und KMUs, sind die Gefährdetsten in dieser Abwärtsspirale und gerade die Reisebranche ist mit ihren familiengeführten Generationsbetrieben eine besonders hart betroffene. Denn durch den weltweiten Reisestopp ist den Reisebüros die Geschäftsgrundlage gänzlich weggebrochen. Eine immense Stornowelle verpflichtet die Reisebüros zur Rückzahlung von bereits angezahlten Kundengeldern, wie auch Mieten, Versicherungen und weitere Kosten fürs Unternehmen anfallen. Das Ganze bei NULL Einnahmen. Man braucht also kein großer Rechenprofessor zu sein, um zu erkennen, wo dieses Ungleichgewicht hinführt!

Diese Situation wird sich auf unbestimmte Zeit fortsetzen: Keine Neubuchungen, aber Stornierungen von zum Teil bereits im Vorjahr getätigten Buchungen, schreibt der ÖRV auch in einem Brief an Bundeskanzler Kurz.

Herr Bundeskanzler, es brennt der sprichwörtliche Hut. Wenn man ein Gewerbe erhalten möchte, das Reisen auch in Zukunft für den Kunden sicher und problemlos macht, dann ist sofortiges Handeln notwendig. Dann muss der Liquiditätsabfluss – wie vom ÖRV gefordert – sofort gestoppt werden und eine Änderung der im Pauschalreisegesetz vorgesehenen Rückzahlungsmodalitäten, in dem das Rückerstattungsrecht durch die Ausgabe von Gutscheinen ersetzt wird, dringendst umgesetzt werden. Bitte setzen Sie sich auf EU-Ebene dafür ein, dass diese Novellierung zum Pauschalreisegesetz JETZT erfolgen muss. Und sei es nur für einen befristeten Zeitraum, wozu sich übrigens die EU-Kommission positiv geäußert hat.

Herr Bundeskanzler, bitte setzen Sie sich für die österreichischen Reisebüros ein, wie es auch von den heimischen Interessensvertretungen – ÖRV, ÖVT und WKO Fachverband der Reisebüros – in an Sie adressierten Briefen erbeten wird. Die Reisebranche braucht JETZT und SOFORT Hilfe, damit eine Zunft, die den Menschen die schönsten Momente im Jahr, den Urlaub, auch weiterhin zu den schönsten Momenten im Jahr machen kann. Denn, und das wissen Sie bestimmt, Reisebüros und Reiseveranstalter sind die besten, verlässlichsten und sichersten Konsumentenschützer. Was sie auch in der für die gesamte Branche prekären Situation eindrucksvoll unter Beweis stellen. Indem sie gemeinsam mit dem Außenministerium den noch im Ausland befindlichen Österreichern eine rasche und sichere Heimreise versuchen zu gewährleisten. Denn die Reisebüros und Reiseveranstalter sind IMMER – auch am Wochenende und gerade in Krisensituationen – für ihre Kunden da. Online-Plattformen sind das nicht.

Es gibt viele Helden in diesen außergewöhnlichen Tagen. Alle – ob Handelsangestellte, Ärzte, Krankenpfleger, Rettungsdienste, Bundesheer, Exekutive, Feuerwehr uvm. – verdienen unseren Dank. Denn sie halten das System am Laufen, dafür applaudiert Österreich auch gerne und laut täglich abends um 18:00 Uhr. Applaus und ein Dankeschön verdienen aber nicht minder die Reisebüromitarbeiter, die aktuell nahezu rund um die Uhr aus dem Homeoffice und ohne Gewissheit, ob sie morgen noch einen Job haben, für ihre Kunden da sind.

„Die gesamte Reisebranche leistet im Schatten der zahlreichen engagierten Menschen der verschiedensten Berufsgruppen großartige Arbeit. Denn für viele Menschen sind die Mitarbeiter in den Reisebüros und bei den Reiseveranstaltern der einzige Ansprechpartner in dieser kritischen Situation. Wir sind immer da, wenn unsere Kunden Hilfe benötigen. Das wissen unsere Kunden auch zu schätzen,“ so ÖRV Präsident, Josef Peterleithner.

Herr Bundeskanzler, bitte vergessen Sie nicht auf die schönste Branche der Welt und helfen Sie JETZT! Denn eines ist gewiss: Die Lust am Verreisen ist ungebrochen, die kann uns auch der Coronatyp nicht nehmen. Reisen bleibt unverändert ein Grundbedürfnis des Menschen und dieses können NUR die Profis aus den Reisebüros und kein Internet der Welt erfüllen.

Damit einen schönen siebten Homeoffice-Tag und bitte #stayhome!

Ihre traveller Redaktion

Info-Hotlines

Coronavirus-Hotline der AGES: 0800 555 621
Telefonische Gesundheitsberatung: 1450
Hotline des VKI zu reiserechtlichen Fragen: 0800 201 211
AK/ÖGB-Hotline zu arbeitsrechtlichen Fragen: 0800 22 12 00 80
Wirtschaftkammer: 0590900 4352
Rotes Kreuz: www.roteskreuz.at 

Außenministerium - Online-Registrierung: www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/auslandsservice

Austrian Airlines Flugplattform: heimflug.austrian.com  

Österreichischer Reiseverband: www.oerv.at
ÖVT - Österreichischer Verein für Touristik: www.oevt.eu

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