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Homeoffice-Book – Day 17

Ist Homo sapiens eigentlich auch ein Virus? Ein für die ganze Menschheit nämlich viel gefährlicherer als der, der uns gerade das Leben schwermacht und wir mit Vehemenz damit beschäftigt sind, diesen unnötigen Coronatypen aus unserem Leben zu kicken? Was uns mit unverändert konsequentem Social Distancing, Hände waschen, Masken tragen und Daheimbleiben, aber spätestens dann, wenn wir ihm endlich das finale Jaukerl verpassen können, auch gelingen wird.

Der Homo sapiens hingegen ist ein ganz anderes Kaliber, eines der resistenteren Gattung. Das sich gerade in Krisenzeiten einem Virus nicht unähnlich anfangs schleichend und dann immer schneller ausbreitet und sich besonders dann wohl fühlt, wenn sich krude Verschwörungstherorien, Denunziantentum und Besserwisserei wie infektiöse Strukturen außerhalb der eigenen (Gehirn)Zelle in der Gemeinschaft verbreiten.

Grundsätzlich ist das Verhalten nicht neu, auf alles eine Antwort zu haben, eine viel bessere und gescheitere als die von Experten – was wissen die schon? Bitte weg! Wir kennen das aus dem Sport, besonders aus dem Fußball. Wenn sich etwa nach einer verlorenen Partie der heimischen Nationalkicker rund acht Millionen zum Teamchef erklären und dem Lehrling auf der österreichischen Trainerbank erklären, wohin die Kugel eigentlich hätte rollen müssen. Jetzt, da der Sport, da der Fußball, wie alles andere öffentlich aktive Leben gerade Pause hat, haben auch die acht Millionen Teamchefs keinen Job. Viele von ihnen wechseln daher das Metier und lassen die Welt wissen, wieviel Gescheitheit sie mit dem sprichwörtlichen Löffel gefressen haben.

Gestern Abseitsspezialist und heute bereits doppelt Doktor, dem kein Virus, kein Bazillus, kein Bakterium fremd ist, der sich wie kein zweiter im weltpolitischen Geschehen auskennt und selbstredend auch noch Harvard und Yale promovierter Ökonom ist. Logisch, dass bei diesem geballten Fachwissen der normal denkende empathische Mensch neidvoll aufblickt – zumindest glauben das diese vermeintlichen Koryphäen, diese „geistigen“ Wunderwuzzis und werden, so sie diese Zeilen lesen, jetzt bitter enttäuscht sein. Denn dem ist nicht so, der normal denkende empathische Mensch erblasst weder vor Neid, noch geht er vor so viel Wissen in die Knie. Vielmehr macht diese Verklärtheit, diese Selbstüberschätzung gerade in schwierigen Zeiten Angst. Dass nämlich diesen Verschwörungstheoretikern, die nichts anders zu tun haben, als belegte Tatsachen zu verzerren, mehr geglaubt wird, als denen, die’s wirklich wissen. Die – obwohl längst auch die letzten Hardliner erkannt haben, dass COVID-19 kein schwaches Lüfterl, sondern ein ziemlich gefährlicher Sturm ist – noch immer davon faseln, dass es sich bei Corona um ein harmloses Gripperl handelt und man sich wegen ein wenig Fieber und Husten auf gut Deutsch nicht anmachen solle. Die vielen Menschen, die bereits an dem Virus verstorben sind – etwa in Italien, Spanien oder jetzt gerade in den USA – werden ignoriert bzw. mit „wer weiß, woran die alle wirklich gestorben sind“ geringgeschätzt. Vielmehr vermutet man hinter der Corona Krise – falsch, als Experte weiß man natürlich, dass eine Verschwörung der Großen am politischen Parkett dahintersteckt – wozu man die großen Medien längst instrumentalisiert hat und die dem Regime blind folgen und gehorchen. Das menschliche Fußvolk ist nämlich schon lange fremdgesteuert, nur haben wir Dummen das noch nicht erkannt und lassen uns von – ja von wem eigentlich – gängeln.

Wer sich derartigen Schwachsinn einfallen lässt, der von ganz vielen noch Schwachsinnigeren weiter und weiter und weiter getragen wird, muss schon ein ziemlich bewegliches Gehirn besitzen. Das inhuman und in die falsche Richtung gepolt und damit dem Homo Sapiens unwürdig ist. Denn so sind wir nicht!

Aber vielleicht ist es ja die eigene Angst vor dem Ungewissen, vor dem Virus, die diese Menschen antreibt. Und die ihre ganz persönliche Therapie in Unruhe stiften, Rufschädigung und Auflehnung gegen funktionierende Systeme und den Kampf gegen die Krise suchen. Vielleicht wären sie schlicht und einfach nur gerne mehr als sie sind. Ein glücklicher und vor allem gesunder Mensch!

Damit einen schönen siebzehnten Homeoffice-Tag, und bitte #stayhome!

Ihre traveller Redaktion

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