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Homeoffice-Book – Day 16

Mit herrlichem Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen starten wir also in die Karwoche und damit in den vierten Durchgang unseres #stayhome. An deren Ende mit dem Osterfest die höchsten christlichen Feiertage stehen und wäre da nicht dieser lästige Coronatyp, der sich’s noch immer bei uns so richtig gemütlich macht, könnten wir uns auch voll Vorfreude aufs fröhliche Eier pecken und Osternesterl suchen im Familienclan so richtig freuen. Damit wird’s nichts bzw. nicht so, wie wir das gewohnt sind, denn unverändert gilt bis Ende April: Abstand halten, Hände waschen, nun auch verpflichtend beim Einkauf im Supermarkt Masken tragen und vor allem weiterhin #stayhome. Aber es ist Land in Sicht.

Werfen wir zuerst mal einen Blick auf die Corona Statistik des Sozialministeriums:

  • Durchgeführte Testungen (per 05.04.): 108.416
  • Gesamtzahl der positiv getesteten Personen inkl. Genesener und Verstorbener (per 06.04.): 12.058
  • Bestätige Fälle (per 06.04.): Gesamt 12.008; Tirol ist mit 2.739 Fällen weiter Spitzenreiter, das Burgenland hält mit 228 Fällen den letzten Platz im Bundesländerranking
  • Per 05.04. befanden sich österreichweit 1.056 Personen in Spitalsbehandlung und 244 Personen auf einer Intensivstation
  • Todesfälle: Gesamt 204; hier weist die Steiermark mit 53 die meisten Verstorbenen auf, im Burgenland sind bis dato drei Personen am Coronavirus verstorben
  • Genesene Personen gesamt: 2.998; mit 984 ist Tirol im positiven Lead und das Burgenland liegt mit 44 gesundeten Personen am neunten Platz

Soweit zum kleinen Österreich, wo die Entwicklung des Virus gerade aufgrund der rasch gesetzten strikten Maßnahmen und der vorbildlichen Einhaltung selbiger – auch wenn’s mittlerweile eine ordentliche Kraftanstrengung bedeutet, im Homeoffice und gerade bei diesem herrlichen Wetter zu Hause bleiben zu müssen – durch die österreichische Bevölkerung, sich langsam aber stetig in die richtige Richtung zu entwickeln beginnt und wir damit dem Ziel der notwendigen Kurven-Verflachung immer näherkommen. Damit erscheinen auch die ersten zaghaften Schritte zurück in einen normalen Alltag realistisch, was jedoch bei weitem noch nicht mit grenzenloser Freiheit und unbeschränktem Leben nach altgelebtem Muster gleichzusetzen sein wird. Der Weg zurück wird ein Weg der kleinen Schritte, große Hupfer im Land selbst und schon gar nicht darüber hinaus brauchen wir nicht erhoffen.

Bis wir diese große grenzenlose Freiheit wieder spüren und leben werden, wird noch ganz viel Wasser die Donau runter fließen, dazu braucht man gar kein großer Prophet zu sein. Dazu reicht ein Blick in die tägliche Tageszeitung und auf die internationale Reiselandkarte. Die ist aktuell nämlich ziemlich klein, in meinem Fall 90 m² groß, mit Balkon und mehr wird’s auch bei angekündigtem sanftem Hochfahren der heimischen Wirtschaft (mit 14.04. werden kleine Geschäfte mit bis zu 400 m² und Baumärkte wieder öffnen) so schnell nicht werden. Weil rund um Österreich, rund um Europa, rund um die Welt, COVID-19 wie ein Wilder tobt und unbeschwertes Reisen damit noch länger unmöglich macht. Der Coronatyp ist einfach überall, hat mit seinem grauslichen Atem bis heute weltweit 1.275.542 Menschen (per 06.04.) infiziert und es werden täglich leider immer mehr. Ein leidvoller Blick in die USA und hier speziell nach New York, wo sich das Virus gerade exponentiell ausbreitet, genügt, um zu erkennen, wohin die Reise wohl länger nicht gehen wird. „Man muss leider davon ausgehen, dass einige Länder noch viel länger brauchen werden, um das Virus unter Kontrolle zu bekommen. Diese Länder werden daher auch weiterhin als Risikogebiete gelten,“ sagte Außenminister Alexander Schallenberg.

Denn, auch wenn wir in Österreich das Virus bald unter Kontrolle bringen, wird es vor allem darum gehen, solange es eben keine Impfung gibt, COVID-19 auch unter Kontrolle zu halten. Was im Umkehrschluss leidvoll bedeutet, dass es noch keine uneingeschränkte Reisefreiheit geben kann, will man nicht Gefahr laufen, dass das Virus zum Dauerreisebegleiter wird. Wie das übrigens gerade Teile Asiens, etwa Singapur, gerade erleben. Sie kämpfe aktuell gegen die zweiten Corona-Welle, weil das Virus eben aufgrund von weiterer Öffnung aus anderen Ländern wieder eingeschleppt wird. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir in Österreich diese Krankheit besiegen und sie dann fahrlässig aus anderen Ländern wieder einführen,“ sagt Bundeskanzler Kurz auf krone.at. Klingt gesund und logisch und hat ganz und gar nichts mit wilder Propaganda aus dunklen Zeiten zu tun.

Was dies jedoch für die Reisewirtschaft bedeutet, steht auf einem anderen Papier und lässt leider nichts Gutes für die schönste Branche der Welt erwarten. Aber wenn Länder sich selbst weiterhin abschotten, wenn Länder wie auch Österreich die Gesundheit ihrer Bevölkerung über wirtschaftliche Interessen stellen, kann von uneingeschränkter Reisefreiheit halt leider länger noch keine Rede sein. Jedes Land kämpft seinen eigenen Corona Kampf, mit zeitlich unterschiedlichem Ausgang.

Möglicherweise wird der Sommer 2020 – abhängig von der weiteren Entwicklung und schrittweisen Öffnung der wirtschaftlichen Infrastruktur - touristisch zu einem Inlandssommer werden. In Anbetracht der internationalen Entwicklung von COVID-19, einer nach wie vor fehlenden Impfung und noch nicht wirklich verfügbaren wirksamen Medikamenten, ist das wohl mehr als wir gerade erhoffen dürfen. Jedoch für Österreichs Wirtschaft gerade im Tourismus und für Österreichs Hotelliers zumindest ein kleiner Lichtblick.

Österreich ist schön, komm bleib, lautete vor längere Zeit ein treffender Werbeslogan für unser schönes Land. Wir werden heuer wohl sehr gerne bleiben wollen ...

So, ich bastle mir jetzt einen Papierflieger, um ein wenig durch die Welt zu jetten. Basteln Sie doch mit und schicken Sie uns Ihre Urlaubsträume an b.charwat@manstein.at. Denn wir werden sie wieder leben, halt ein bisserl später!

Damit einen schönen sechzehnten Homeoffice-Tag, und bitte #stayhome!

Ihre traveller Redaktion

Info-Hotlines

Coronavirus-Hotline der AGES: 0800 555 621
Telefonische Gesundheitsberatung: 1450
Hotline des VKI zu reiserechtlichen Fragen: 0800 201 211
AK/ÖGB-Hotline zu arbeitsrechtlichen Fragen: 0800 22 12 00 80
Wirtschaftkammer: 0590900 4352
Rotes Kreuz: www.roteskreuz.at 

Außenministerium - Online-Registrierung: www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/auslandsservice

Austrian Airlines Flugplattform: heimflug.austrian.com  

Österreichischer Reiseverband: www.oerv.at
ÖVT - Österreichischer Verein für Touristik: www.oevt.eu 

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