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Homeoffice-Book – Day 13

Stellen Sie sich vor, es ist 01. April und der Coronatyp ist nichts weiter als ein schlechter Scherz. Einer der ätzenden Trump‘schen Gattung vielleicht, wenn Mr. Präsident jokend meint: „I know more about viruses than anybody!“ und von seinen Beamten mit „this isn’t Syphilis, Sir!“ korrigiert wird. Leider ist beides nicht wahr und auch nicht wirklich lustig, denn weder ist Corona eine Geschlechtskrankheit, noch ist der Virustyp von der witzigen Truppe. Er meint es nämlich ziemlich ernst und glaubt tatsächlich, bleiben zu können. Damit wird’s nix, das ist fix und kein Witz. Dieses Vorhaben treiben wir dem Coronatypen von zu Hause, mit Maske und Dauer-Händewaschen gerade aus. #stayhome, weil Österreich hält immer zsamm!

Heute frühmorgens fiel mir nach langer Zeit, zwar bei eisig kaltem Sonnenschein und seit Tagen mit sehr lästiger Birkenpollenbegleitung, ziemlich lautes Vogelgezwitscher auf. Spechte – ja Mehrzahl – klopften dazu scheinbar fröhlich im Takt und es klang fast so, als ob sie sich über etwas aufgeregt unterhielten. Vielleicht fragen sie sich ja, was denn gerade los ist hier auf der Welt? Warum plötzlich alles so ruhig und beschaulich und die Luft so klar und sauber ist? Keine Alltagshektik und kein Stress, der auch Spatz & Co in Aufregung versetzt, die Welt scheint sich gerade eine Auszeit zu nehmen.

Ja, lieber Spatz und Specht, das scheint nicht so, das ist so, denn Corona macht nicht nur mit uns Menschen etwas, Corona macht auch etwas mit der Natur. Und beides ist gut – auch wenn der Coronatyp was uns Menschen betrifft, ein bisserl zu tief in die Schmerzkiste greift. Es würde nämlich reichen, wenn wir, ohne die Menschheit gleich dezimieren zu müssen, nur eine wachrüttelnde Ohrfeige bekämen. Aber gut, er ist von der drastischeren Sorte, vielleicht deshalb, weil der Mensch halt auch nur härtere Bandagen versteht. Was uns Menschen betrifft, wird’s an uns liegen, alles, was wir gerade gezwungenermaßen mühsam neu erlernen – Miteinander anstatt Gegeneinander, Verbindendes anstatt Trennendes, Bescheidenheit anstatt Überheblichkeit, Dekadenz und Egoismus – in unserem „neuen“ Leben fix zu verankern und weiter zu leben. Und auch, was die Natur, was Spatz & Specht und auch die lästigen Birkenpollen betrifft, wird’s an uns liegen, die ihr gerade gebotene Chance zur Gesundung weiter zu erhalten. Und nicht, wenn wir wieder zurück sind, in unserem gewohnten Muster und in unserem Drang nach „mehr, mehr, mehr“,erneut zu nehmen!

Denn, und da braucht man gar kein großer Prophet zu sein, die Natur ist wie ein großer weißer Elefant: Sie merkt sich, was wir ihr antun und wird sich grenzenlosen Raubbau nicht weiter gefallen lassen. Sie wird, bis wir’s endlich kapieren, dass die Natur mit all ihren Schätzen kein Fass ohne Boden ist, zurückschlagen. Nehmen wir all die vielen positiven Signale, die uns die Natur gerade jetzt sendet – freche Ziegen machen die walisische Kleinstadt Llandudno "unsicher", Wildschweinfamilien tummeln sich mit ihren Frischlingen in steirischen Weingärten, die Luft ist klar, der Himmel tiefblau und Bäume, Sträucher und Blumen protzen förmlich mit ihrer sattgrünen Pracht – nicht ernst, dürfen wir uns über weitere wohl schlimmere Ereignisse als Corona nicht wundern.

Die Natur atmet gerade deutlich auf, sind wir also bitte nicht so vermessen zu glauben, dass wir uns weiter frank und frei und ziemlich hirnlos an ihr bedienen können. Nehmen wir die Natur mit all ihren Schönheiten und vor allem mit ihren vielen Krankheiten, die wir – die Menschen – ihr zugefügt haben, ernst. Tun wir das nicht, werden wir dafür bezahlen.

Ich nehme jetzt ein Tabletterl gegen die Pollen und hoffe, dass Spatz & Specht mich morgen und übermorgen und überübermorgen und, und, und weiter laut und fröhlich unterhalten. Hatschi!

Damit einen schönen dreizehnten Homeoffice-Tag, und bitte #stayhome!

Ihre traveller Redaktion

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