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So verändert Corona unser Reiseverhalten

Ostsee statt Karibik, Camping statt Fernreise und Hausboot statt Kreuzfahrtschiff – aufgrund von Covid-19 fiel der Urlaub in diesem Jahr meist anders aus als ursprünglich geplant. Dennoch ging die Reiselust nicht verloren: Urlaub im eigenen Land wurde dieses Jahr großgeschrieben. Doch welche Reiseziele sind 2020 besonders beliebt? Bevorzugen Urlauber dieses Jahr tatsächlich Ferienhäuser oder vertrauen sie nach wie vor auf die Qualitätsstandards der Hotels? Und kann der Campingplatz mit dem Wellnessurlaub mithalten?

Österreich meidet Norden und Süden

Verzichtet wurde dieses Jahr auf Urlaub in Italien und Frankreich. Bezogen auf die urlaubsrelevanten Suchanfragen suchten rund 17.000 Österreicher weniger nach Urlaubsangeboten in Italien (- 38,92 %). Frankreich büßte 31,10 % Suchvolumen ein. Doch auch die Niederlande (-45,01%), Schweden (-40,6%) und Norwegen (-33,51%) waren dieses Jahr nicht besonders beliebt.

In Anbetracht der beliebtesten Urlaubsregionen der Österreicher bestätigt sich, dass Urlaub im eigenen Land ganz oben auf der Liste der Reisenden steht. Besonders Salzburg, Kärnten und die Steiermark galten dieses Jahr als beliebte Destinationen. Die Steiermark verzeichnete dabei das größte Wachstum mit 213,45 %. Doch auch das Burgenland und Vorarlberg konnten stark wachsen (209,63 % bzw. 159,77 %).

Außerhalb des eigenen Landes zog es die Österreicher an den Bodensee, nach Piran (Slowenien) und nach Sylt. Laut prozentualem Wachstum gelten neuerdings auch die Mosel und die Adria als beliebte Ziele. Vermieden wurden hingegen der Gardasee, Sardinien, Malmö (-70,25%), Kopenhagen (-69,96%), Amsterdam (-59,08%), Oslo (-55,51%), Lüttich (-53,85%) und Paris (-44,27%).

Hotelzimmer oder ein ganzes Haus?

Das Suchvolumen für Hotels verzeichnete bei den Österreichern einen Einbruch (- 18,07 %), während Unterkünfte wie Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Hausboote ein Plus von 13-26 % verzeichneten. Ferienhäuser schnitten dabei als absolute Gewinner ab.

Zwischen Campingplatz und Freizeitpark

Österreich steht der Sinn in diesem Jahr nach Urlaub mit Adrenalinfaktor. Im Juni und Juli 2019 suchten die Österreicher durchschnittlich noch 13.835-mal nach der Kombination aus “Freizeitpark” und einem Reiseziel, im Sommer 2020 sind es bereits 23.040 Suchanfragen. Das entspricht einem Wachstum von 66,53%. Im Vergleich zu 2017 ist sogar ein Wachstum von 185,68% zu erkennen.

Im Kontrast zum adrenalinreichen Urlaub im Freizeitpark lehnen sich die Österreicher auch mal gern zurück und lassen die Seele baumeln: Mit einem prozentualen Wachstum von 30,68% seit Sommer 2019 liegt der Wellnessurlaub auf Platz 2 der beliebtesten Urlaubsarten Österreichs. Platz 3 sichern sich die Reisen zu Sehenswürdigkeiten, mit einem Wachstum von 14,5 %.

Während Ausflüge in Freizeitparks, Wellnessurlaub und Camping zu den neuen Trend-Reisearten zählen, meiden Reiselustige in diesem Jahr vor allem den Last Minute Urlaub. Im Vergleich zum Vorjahr verlor diese Urlaubsart durchschnittlich 89,93 % Suchvolumen. Doch auch Städtereisen leiden unter der Pandemie und verzeichnen einen Verlust von 77,85 %. Der Familienurlaub brauch um 21,51 % ein, während das Suchvolumen für Kurzurlaub „nur“ um 7,81 % zurückging.

Die Gewinner und Verlierer der COVID-19 Pandemie

Urlaub in der Heimat war 2020 besonders großgeschrieben. Doch auch Kroatien blieb weiterhin in den Herzen der Österreicher. Außerhalb der DACH-Region verzeichnete kein anderes Land ein positives Wachstum der Urlaubsnachfrage. Besonders vermieden von den DACH-Ländern wurde hingegen Norwegen, Italien, die Slowakei, Tschechien, Schweden und Frankreich.

Urlaub im eigenen Land lag voll im Trend, besonders Salzburg und Kärnten waren stark besucht. An Touristen einbüßen mussten vor allem der Gardasee, Sardinien und Großstädte wie Paris, Kopenhagen und Oslo.

Die Nachfrage für Hotels sank, während Ferienhäuser ein Wachstum der Nachfrage um mehr als die Hälfte verzeichneten. Zudem sind Hausboote im Kommen – die Unterkunft der etwas anderen Art konnte viele interessierte Urlauber für sich gewinnen.

Nervenkitzel gegen Corona – Urlauber zog es dieses Jahr in die Freizeitparks. Im Kontrast dazu stand der Wellnessurlaub oder Urlaub an der frischen Luft auf dem Campingplatz. Last Minute Urlaub ist hingegen der Verlierer dieses Jahr, trotz aller Hoffnungen der Reiseveranstalter. Die Nachfrage hierbei sank um 80 %. Auch Städtereisen und Familienurlaub wurden 2020 eher vermieden.

travelcircus

Quelle: Insgesamt untersuchte travelcircus 48.819 Reisedaten aus der DACH-Region.

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