Tourismus

Insolvenzabsicherung verlängert

Der Staat sichert Kundengelder bei Pauschalreisen nächstes Jahr wie berichtet mit einem Haftungsrahmen von 300 Mio. Euro. Die rund 2.500 Betriebe der Branche – Reiseveranstalter und -büros – können sich ab 10. Jänner an die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) wenden, um ihre Haftungsansuchen zu stellen. Die Insolvenzabsicherung für die Reisebranche soll es ermöglichen, dass überhaupt Reisen angeboten werden.

Mit der Regelung kann der Staat im Insolvenzfall einspringen. Das hat der Nationalrat im Dezember als vorübergehende Lösung beschlossen. Die bisherige Versicherungslösung läuft mit Jahresende aus und sowohl die Assekuranz- als auch die Bankenbranche steht in der Coronakrise hier auf der Bremse. "Bis der Markt wieder funktioniert, nehmen wir diese Verantwortung rasch, kompetent und mit Augenmaß war", so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck in einem aktuellen Statement zum Thema. "Dieses Paket ist nicht nur für Reiseveranstalter, sondern auch für Reisebüros überlebenswichtig", so Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (beide ÖVP). Im vergangenen Jahr haben mehr als 180 Betriebe den Haftungsrahmen genutzt.

Heuer wurden im Branchendurchschnitt im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 um rund 70 % weniger Reisen gebucht, sagte die Präsidentin des Österreichischen Reiseverbandes, Eva Buzzi, am Donnerstag im "Morgenjournal" des ORF-Radios. "Es sind manche Bereiche stärker betroffen, wie zum Beispiel der Städtetourismus und das Incoming, andere ein bisschen weniger stark, wie zum Beispiel die Ferienaufenthalte in Österreich, in Italien, in Kroatien – aber insgesamt müssen wir leider auch dieses Jahr wieder mit diesem Minus rechnen."

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