Tourismus

Entscheidungen nicht mehr nachvollziehbar

In der Hotellerie und Gastronomie wächst die Kritik an den Entscheidungen der Bundesregierung - sind sie doch weiterhin vom Lockdown betroffen, während kein konkreter Weg Richtung Öffnung bekannt ist. Die Tourismusberatungsgruppe und -Steuerberatung Prodinger bezeichnete die Entscheidungen als "nicht mehr nachvollziehbar". Viele Betriebe hätten in der derzeitigen Situation ihre Sicherheit in Planung und Betriebsführung verloren.

Niemand könne mehr nachvollziehen, dass es sich jetzt zum wiederholten Male um die "epidemiologisch wichtigsten Wochen" handeln soll, spielt Prodinger auf Ausführungen von Vertretern der Bundesregierung aus ÖVP und Grünen an. Aussagen wie "vielleicht Ostern" machten jede seriöse Planung unmöglich. Das Konzept des Reintestens finde keine Beachtung.

"So oder so sei der Winter ein Totalausfall und der Ausblick auf das Frühjahr ebenfalls alles andere als rosig", so Prodinger-Steuerberater Christoph Magauer. Die EU habe es bei der Impfstoffbeschaffung verabsäumt mit Kompetenz aufzuzeigen. Die Corona-Hilfsmaßnahmen seien bürokratisch dermaßen aufgebläht, dass man vom Anliegen der schnellen und unbürokratischen Hilfe weit entfernt sei.

Der Tourismus sei unverschuldet in eine gewaltige wirtschaftliche Krise geschlittert. Aus dieser werde man sich realistischer Weise erst im Jahr 2022 "herausimpfen" können. "Daher müssen jetzt die Rahmenbedingungen geschaffen werden, um zusammen mit den notwendigen Hilfsmaßnahmen die betriebswirtschaftliche und finanzielle Situation der Hotelbetriebe abzusichern", betont Prodinger-Berater Thomas Reisenzahn. Es gelte vor allem die finanzielle Situation der Unternehmen durch Stärkung der Eigenkapitalbasis rasch zu verbessern.

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