airberlin

2016 weiter geschrumpft

Im Dezember 2016 sank die Passagierzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent auf 1,6 Millionen Fluggäste. Die Auslastung sank um 1,5 Prozentpunkte auf 78,4 Prozent. Im Gesamtjahr lag die Auslastung der Maschinen knapp über dem Vorjahreswert bei 84,3 Prozent. Der Lufthansa-Rivale schreibt seit neun Jahren nahezu durchgehend Verluste. Eines der Hauptprobleme war und ist, dass Langzeit-Chef und Gründer Joachim Hunold die Firma nach Anfangserfolgen im Tourismusverkehr zum Lufthansa-Rivalen aufbauen wollte. Darauf folgte ein schneller Expansionskurs mit Übernahmen etwa von DBA und LTU, die aber kaum integriert wurden. Experten zufolge befand sich die Fluggesellschaft in zu vielen Geschäftsfeldern gleichzeitig. Auch mit Hilfe der arabischen Etihad, die knapp 30 % der Anteile hält und dem Unternehmen mit Finanzspritzen von weit mehr als einer Milliarde Euro unter die Arme griff, kamen die Berliner auf keinen grünen Zweig. Das hochverschuldete Unternehmen kämpft derzeit um seine Existenz und hatte im Herbst seine Aufspaltung angekündigt. Eine zentrale Rolle bei den Zerschlagungsplänen fällt der Lufthansa zu. 38 Airbus Mittelstreckenjets von airberlin sollen für die Lufthansa-Töchter Eurowings und Austrian Airlines abheben. Zudem wollen Lufthansa und airberlins arabische Großaktionärin Etihad eigene Flüge unter der Flugnummer ihrer Partnerin vermarkten. Neben der Mietvereinbarung mit der Lufthansa will sich airberlin von ihrem Touristik-Geschäft samt der österreichischen Tochter NIKI trennen. NIKI soll zusammen mit der deutschen Fluglinie TUIfly des Reisekonzerns TUI einen gemeinsamen Ferienflieger mit gut 60 Flugzeugen bilden.
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