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Steirische AK

Tausende Anfragen wegen Urlaubsstornierungen

Seit Mitte März hat es bei der Steirischen Arbeiterkammer rund 15.000 Anfragen per Telefon oder Mail gegeben, die Stornierungen von Pauschalreisen, Flügen oder Individualreisen betroffen haben, aber auch gemietete Boote oder Wohnwagen.. Problematisch sei auch, dass manche Buchungsplattformen mittlerweile nicht mehr erreichbar seien.

"Ich habe für mich und meine Tochter für August einen Urlaub auf Mallorca gebucht. Jetzt habe ich ein Schreiben bekommen, dass die Reise abgesagt ist. Die 400 Euro Anzahlung werden mir für eine Reise im nächsten Jahr gutgeschrieben, eine Barauszahlung ist nicht möglich", schilderte eine Betroffene. "Ich weiß aber nicht, ob und wann ich wieder fahren kann", ärgerte sich die Steirerin.

"Rückzahlungen in bar erfolgen fast nie. Anzahlungen für kommende Urlaube werden aber eingefordert, obwohl derzeit ja niemand sagen kann, ob, wann und wohin gereist werden darf", beschrieb Bettina Schrittwieser vom AK-Konsumentenschutz das Problem. "Viele Buchungsplattformen sind gar nicht mehr erreichbar, andere verweisen auf den Reiseveranstalter, dieser dann wieder auf das Unternehmen, bei dem die Reise gebucht wurde. Die Konsumentinnen werden nur von einigen bekannten, ortsansässigen Reisebüros betreut, alle anderen lassen ihre Kunden im Regen stehen."

Ähnlich sieht es bei den Flügen aus, die von Urlaubern selbst gebucht wurden: "Fast alle Fluglinien zahlen den Flugpreis für stornierte Flüge nicht zurück, es werden ausschließlich Umbuchungen oder Gutscheine angeboten", meinte Schrittwieser.

Eine Ausnahme sind einige große Fluggesellschaften wie die deutsche AUA-Mutter Lufthansa, wusste eine Leider-nicht-Reisende zu berichten: "Mir wurde ein Gutschein angeboten, außerdem eine zusätzliche Gutschrift über 50 Euro, wenn ich bis Ende August erneut buche. Als ich das abgelehnt habe, wurde mir sofort die volle Rückzahlung der Flugkosten angeboten."

Probleme gibt es auch mit Veranstaltungen wie Großkonzerten, da die Organisatoren hier ebenfalls vorerst nur Gutscheine anbieten. Vorbildlich agierten dagegen die meisten Theater, Opernhäuser und Konzertveranstalter im Klassikbereich: Das Geld für gekaufte Karten wurden entweder automatisch oder nach Anforderung sofort rückerstattet, in einigen Fällen - wie dem Wiener Musikverein - sofort nach Bekanntwerden der Absage.

Betroffene, die bisher kein Geld gesehen haben, können sich an die AK wenden. Allerdings "bekommen auch wir leider auf Interventionen bei Fluglinien oder Buchungsplattformen entweder gar keine oder dieselbe Antwort, wie die Konsumentinnen selbst. Wir können auch Fluglinien oder Reiseveranstalter derzeit nicht gerichtlich verfolgen, weil bei sehr vielen das Risiko einer Insolvenz hoch ist und wird nicht riskieren können, dass wir trotz rechtskräftigem Titel die Verfahrenskosten und RA-Honorare nicht ersetzt bekommen", bedauerte Bettina Schrittwieser.

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