Sizilien

Protest gegen 2G-Pflicht wächst

Auf Sizilien wächst der Protest gegen die vergangene Woche eingeführte 2G-Pflicht an Bord von Fähren, die die Insel mit dem italienischen Festland verbinden. Der Präsident der Region Sizilien, Nello Musumeci, stellte der Regierung in Rom ein Ultimatum.

Musumeci gab der Regierung 24 Stunden Zeit, um "die ungerechte Behandlung gegenüber Ungeimpften" zu beheben. Er drohte mit "außerordentlichen Maßnahmen zum Schutz der Region".

In seinem Schreiben an die Regierung von Premier Mario Draghi beklagte er, dass Sizilianer ohne Impfzertifikat auf der Insel "festsitzen" und den Rest des Staatsgebiets auch aus nachgewiesenen dringenden Gründen, etwa gesundheitlichen, nicht erreichen können. Er forderte eine Änderung der 2G-Regel, weil sie seiner Ansicht nach das Recht auf die Verbindung zwischen den Inseln und dem Festland verletze. Seit dem 10. Jänner gilt in Italien die 2G-Pflicht an Bord öffentlicher Verkehrsmittel.

Der Präsident der Region Sizilien unterstützt eine Initiative des Bürgermeisters der sizilianischen Stadt Messina, der aus Protest gegen die 2G-Pflicht an Bord der Fähren die Nacht auf Montag in einem Zelt im Hafen verbrachte. "Der Staat hält uns gefangen", protestierte Bürgermeister Cateno De Luca, der seit Sonntag auf der Anlegestelle der Fähren in Messina campierte, die die Meeresenge zwischen Sizilien und Kalabrien befahren.

"Viele Familien können Sizilien für dringende medizinische Eingriffe nicht verlassen. Viele Menschen, die Sizilien verlassen haben, können nicht zurückkehren." Er sei nicht gegen die Corona-Restriktionen der Regierung und auch kein Impfgegner. Das Recht der Sizilianer, das italienische Festland zu erreichen, müsse jedoch gewährleistet werden.

Inselbewohner in Italien kritisieren die seit vergangenem Montag geltende 2G-Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, darunter Fähren, die die Inseln mit dem Festland verbinden. Dem Protest schloss sich auch der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, an.

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