Schweiz

Übernachtungseinbruch im November

Die Coronakrise hat die Schweizer Hotellerie fest im Griff. Im November haben in den Schweizer Hotels nicht einmal halb so viele Gäste wie im Vorjahr eingecheckt. Gegenüber 2019 brachen die Übernachtungen in dem Monat um rund 57 %  auf 890.000 ein, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Das waren etwa 1,2 Mio. weniger als in der Vorjahresperiode.

Damit war auch der Start in die Wintersaison ein Reinfall für die Tourismusindustrie. Bereits in den Sommermonaten Mai bis Oktober gingen mehr als neun Millionen Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr verloren. Im Zeitraum von Jänner bis November 2020 brachen 14,6 Mio. Übernachtungen oder fast 40 % weg.

Besonders stark fiel der Rückgang bei den ausländischen Gästen ins Gewicht. Hier kamen im November fast 83 % weniger, es wurden nur noch 187.000 Logiernächte verbucht. Aber auch die inländischen Gäste buchten mit lediglich 704.000 Übernachtungen knapp 30 % weniger.

Wie in den Vormonaten zeigt sich weiterhin ein Stadt-Berg-Gefälle. In der Stadt Zürich wurden beispielsweise im November 2020 gerade einmal 57.500 Logiernächte verzeichnet, im Vorjahr waren es über 262.000. In der gesamten Region brachen etwa 75 % der Übernachtungen weg. Luzern verbuchte mit 22.600 nach 86.800 Übernachtungen auch entsprechend weniger. In der Region Luzern/Vierwaldstättersee brach etwa die Hälfte der Gäste weg.

Unterdessen hielt sich der Rückgang im mondänen Winterort St. Moritz mit 9.200 gegenüber 11.200 Übernachtungen in Grenzen. Ganz Graubünden liegt sogar mit rund 12.000 Logiernächten im Plus. Auch Saas-Fee legte mehr Übernachtungen vor - im November wurden 13.000 Logiernächte verbucht, im Vorjahr waren es nur 9.800. Im Kanton Wallis lag der Rückgang dann aber doch bei knapp 40 %. Das Tessin hält sich im Vergleich stabil.

Insgesamt hatten auch knapp zehn Prozent weniger Betriebe im November 2020 als noch im Vorjahresmonat geöffnet. Dabei ging die Auslastung der geöffneten Betriebe um gut die Hälfte zurück.

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