probahn

Direktverbindung nach Triest

Die norditalienische Hafenstadt Triest ist bei den ÖBB derzeit in aller Munde. ÖBB-Chef Andreas Matthä erklärte den Hafen Triest am Montag bei der 300-Jahr-Feier wieder zum "Mittelpunkt von Handel und Seefahrt". Das Fahrgastvereinigung probahn fordert nun, dass nach der Erfolgsstory im Güterverkehr auch der Personenverkehr folgen muss. Die ÖBB hoffen auf eine Kooperation mit Tourismuspartnern.

Täglich neun Güterzuge von und nach Triest seien eine beeindruckende Bilanz, heißt es von der probahn. "Unter Berücksichtigung dieser beachtlichen positiven Entwicklung ist es umso erstaunlicher, dass es derzeit für Reisende keine attraktive Bahnverbindung zwischen Wien und Triest gibt", erklärte probahn-Sprecher Peter Haibach.

Die Fahrgastvereinigung schlägt vor, die tägliche Verbindung von Wien nach Ljubljana nach Trieste Centrale zu verlängern – "dies wäre die klassische Südbahnroute, wie sie zu Zeiten der Monarchie bestanden hatte." Aber auch die Achse München – Salzburg – Villach – Triest biete Potenzial. Derzeit enden die Züge in Klagenfurt. probahn verwies darüberhinaus auf Aussagen von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der sich für eine Direktverbindung nach Triest ausspricht.

Die ÖBB erklärten auf APA-Anfrage, dass sich Triest im Güterverkehr zum wichtigsten Hafen der Österreicher entwickelt habe. "Im Personenverkehr sieht die Situation leider nicht so gut aus", sagte Pressesprecher Bernhard Rieder. Triest sei mit dem Intercity Bus ab Villach oder mit der Bahn mit Umsteigen in Udine zu erreichen. Die Bundesbahnen seien seit längerem wieder an einer direkten Verbindung interessiert. Dazu seien aber Vereinbarungen mit Partnern wie der Region Friaul-Julisch-Venetien zu treffen. "Wir hoffen aber, dass sich zukünftig eine solche Verbindung wieder einrichten lässt", so Rieder.

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