Österreich

Wintertourismus läuft bestens

In der heimischen Tourismusbranche herrscht zum Jahresstart Zuversicht. Das Wintergeschäft ist hervorragend angelaufen und auch die neue türkis-grüne Regierung signalisiert politische Unterstützung auf breiter Front. "Die Buchungszahlen stimmen - Weihnachten und Silvester waren die besten, die es bisher gab", berichtete WKÖ-Branchensprecherin Petra Nocker-Schwarzenbacher vor Journalisten in Wien.

In der heimischen Tourismusbranche herrscht zum Jahresstart Zuversicht. Das Wintergeschäft ist hervorragend angelaufen und auch die neue türkis-grüne Regierung signalisiert politische Unterstützung auf breiter Front.

"Die Buchungszahlen stimmen - Weihnachten und Silvester waren die besten, die es bisher gab", berichtete WKÖ-Branchensprecherin Petra Nocker-Schwarzenbacher vor Journalisten in Wien. "Wir haben in den Skigebieten spätestens seit Weihnachten eine sehr gute Auslastung - schöner und besser können wir in eine Wintersaison nicht starten", ergänzte die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Dass wir zusätzlich noch etwas Schnee brauchen, ist klar", räumte sie ein. Das sei so wichtig wie gutes Wetter im Sommer. Im Februar, mit den Wiener Schulferien, beginne die zweite Welle der Hochsaison bis in den März hinein. "Und auch dieses Jänner-Loch, das es früher gab, ist nicht mehr da." Dazu tragen vor allem Skigroßereignisse und Skisprung-Events bei. Ostern ist heuer etwas früher als im vergangenen Jahr. "Das kommt uns sehr entgegen und wird für die Betriebe sicherlich einfacher." 

"Luft nach oben" gebe es aber noch beim Angebot an "preisgünstigen und hippen" Quartieren für Winterurlauber. Junge Gäste, die weniger Geld ausgeben können oder wollen, legten Wert auf eine tolle Einrichtung und würden dafür auch wenig Serviceleistung in Kauf nehmen. "Wir brauchen die jungen Leute - wenn es da bessere Angebote gibt, werden sie später auch die anderen Angebote zunehmend buchen", hofft Nocker-Schwarzenbacher.

Nach wie vor schwierig für die Tourismusbetriebe sei es, ausreichend Personal zu finden.

"Viele suchen noch Mitarbeiter, wir schaffen es irgendwie", so die Branchenvertreterin, die selbst ein Hotel in St. Johann im Pongau führt. "Wir haben einen hohen Bedarf und der muss einfach abgedeckt werden", sagte sie unter Verweis auf die steigenden Nächtigungszahlen in den Beherbergungsbetrieben und den Qualitätsausbau, der auch mit einem Mehr an Dienstleistungen einhergeht. "Da sind die Betriebe, die Region und auch die Politik gefordert."

Schnelles Internet ist auch in billigeren Unterkünften ein Muss. Mit einem leeren Warmwasserboiler könnten die Gäste besser leben als mit einem fünfminütigen WLAN-Ausfall. 

Mit dem kürzlich vorgelegten türkis-grünen Regierungsprogramm sind die Touristiker höchst zufrieden. Denn darin wird der Branche auch weiterhin eine starke Rückendeckung signalisiert.

"Ich freue mich sehr, im Ministerium zurück zu sein - wir haben mit dem 'Plan T' eine großartige Grundlage für den Tourismus gelebt", sagte Elisabeth Köstinger, die auch in der frisch angelobten Regierung wieder als Tourismusministerin aktiv ist.

Sie wird auch weiterhin für Landwirtschaft zuständig sein - neben den neuen Agenden Regionen, Telekommunikation, Postdienste und Zivildienst. Die Ministerin stellte unter anderem Unterstützung bei der weiteren Digitalisierung der Betriebe in Aussicht.

"Speziell der Breitbandausbau ist entscheidend für den Tourismus." Da werde man im Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus "dafür Sorge tragen, die Lage zu verbessern". Weiters müsse man bei Facharbeitskräften "eine Lösung zustande bringen". "Das ist teilweise existenzbedrohlich für Betriebe." Weiters wolle die Politik die steuerliche Entlastung vorantreiben und "gleiche Regeln für alle bei Airbnb". "Die Online-Plattformen bieten sehr viele Chancen, aber es muss eine Wettbewerbsgleichheit geben", so die Ministerin.

Auch die "Finanzierung und Strukturierung" der nationalen Tourismusmarketingorganisation Österreich Werbung (ÖW) werde derzeit bereits verhandelt. "Wir werden bald mit einem Lösungsvorschlag kommen." Angestrebt wird wohl eine höhere Dotierung mit Budgetmitteln.

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