Agentur für Passagierrechte

2,43 Mio. Euro erstritten

Die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte, zentrale Servicestelle für den Bahn-, Bus-, Schiffs- und Flugverkehr, hat in den drei Jahren ihrer Tätigkeit Entschädigungen in Höhe von 2,43 Mio. Euro erstritten. Die meisten Beschwerden gibt es im Flug- und Bahnverkehr.

"Die Erfahrung zeigt deutlich, dass sich mit der Tätigkeit der apf die Bereitschaft der Unternehmen rasche und zufriedenstellende Lösungen zu finden und das Beschwerde-Management deutlich verbessert hat", zog Maria-Theresia Röhsler, Leiterin der apf, am Wochenende ein positives Resümee über die ersten drei Arbeitsjahre.

Die apf kümmert sich um Ansprüche, die Passagieren gemäß der jeweiligen EU-Verordnung zustehen bzw. im Bahnverkehr zusätzlich um alle Probleme die im Zusammenhang mit einer Beförderung entstehen. "Diesbezüglich konnten wir das Know-how aus dem Bahnverkehr – in diesem Bereich bearbeiten wir Beschwerden seit 2007 – auch für die anderen Verkehrsbereiche nutzen", so Röhsler weiter.

Seit Gründung der apf mit Mai 2015 bis Mai 2018 sind insgesamt 10.611 Beschwerden eingegangen. Davon betrafen 8.224 im Flugverkehr, 2.164 den Bahnverkehr, 193 den Busverkehr und 30 den Schiffsverkehr. 6.116 Schlichtungsverfahren schloss die apf bis Ende Mai 2018 ab. Der Großteil davon entfiel auf den Flugbereich mit 4.594 Verfahren, gefolgt vom Bahnbereich mit 1.449 Verfahren, dem Busbereich mit 71 Verfahren und dem Schiffsbereich mit zwei Verfahren. 83 % der Verfahren wurden mit einem positiven Ergebnis für die Reisende beendet.

Im Bus- und Schiffsverkehr ist die Anzahl der Beschwerden im Verhältnis zum Bahn-und Flugverkehr sehr gering. Im Busverkehr hängt das hauptsächlich damit zusammen, dass die meisten Bestimmungen der Verordnung für Busfahrgastrechte nur auf Strecken von mehr als 250 Kilometern gilt, also vor allem Fernbuslinien betroffen sind. Im Schiffsbereich liegt die geringe Beschwerdeanzahl hauptsächlich daran, dass der Markt bei einem Binnenland wie Österreich relativ klein ist und die Verordnung nur für Schiffe ab einer bestimmten Besatzungs- bzw. Passagieranzahl anwendbar ist. In Österreich gibt es nur sehr wenige derart große Schiffe.

Über kann man Entschädigungen für Verspätungen, Entschädigungen und Erstattungen für Ausfälle bzw. Annullierungen von Fahrten oder Flügen, Entschädigungen bei Überbuchung bzw. Nichtbeförderung einfordern. Auch fehlende Hilfeleistungen (Verpflegung, Unterkunft, Transport), mangelhafte oder fehlende Informationen über Fahr- und Fluggastrechte sowie Nichteinhaltungen der Rechte von Menschen mit Behinderungen können geltend gemacht werden. Darüber hinaus hilft die apf im Flugverkehr auch bei Problemen hinsichtlich der Erstattung bei Herabstufung (Downgrade) in eine niedrigere Klasse als ursprünglich gebucht (z. B. von Business Class in die Economy Class). Im Bahnverkehr vermittelt die apf zusätzlich auch etwa bei Problemen im Zusammenhang mit Buchungen, Strafzahlungen (z. B. für fehlende Tickets), Erstattungen von (z. B. nicht genutzten) Fahrkarten sowie beschädigtem oder verlorenem Gepäck.

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