Österreich

Was ein zweiter Lockdown bedeuten würde

Die Befürchtung einer zweiten Infektionswelle zeigte sich bei vielen spätestens Mitte des Sommers, als die Temperaturen allmählich sanken und die Frage nach der jährlichen Grippelwelle hochkam, wobei COVID-19 nun zusätzlich für einen sehr harten Winter sorgt. Viele Volkswirtschaften stehen nun vor einem erneuten Lockdown, die meisten Branchen stecken nach wie vor tief in der Krise. Das gilt auch für Österreich, denn in den kommenden Wochen und Monaten stehen weitere Einschränkungen ins Haus. 

„Es ist natürlich vollkommen klar, dass die Regierung alles unternehmen muss, um die gesundheitliche Bedrohung einzudämmen. Die Folgen für die Wirtschaft stehen da nicht an erster Stelle. Aber ob mit oder ohne Lockdown, die Folgen der Pandemie werden wir noch lange spüren. Das muss uns leider klar sein“, sagt Agenda Austria-Ökonom Hanno Lorenz.

Die Folgen eines zweiten Lockdowns wären für die Wirtschaft dramatisch, wie eine Berechnung der Agenda Austria zeigt. Kann ein zweiter Lockdown verhindert werden, würde die Wirtschaft im Jahresverlauf um knapp sieben Prozent einbrechen.

„Sollten in Österreich ähnliche Maßnahmen ergriffen werden wie im März, würde der Wirtschaftseinbruch um 40 % höher ausfallen als wir ohnehin schon erwarten“, so Lorenz.

Aufgrund des letzten Rekords an Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, appellierte Bundeskanzler Kurz abermals an die Bevölkerung und schloss auch die drastische Maßnahme eines erneuten Lockdowns nicht aus. Bundespräsident Alexander Van der Bellen richtete sich zum Nationalfeiertag an die Bevölkerung und forderte sie dazu auf, sich von der Coronavirus-Pandemie nicht unterkriegen zu lassen. Die nächsten Wochen seien entscheidend, um das erneute Herunterfahren der Wirtschaft zu verhindern. Die vorgestellten Maßnahmen seien dringend einzuhalten, Abstand halten in öffentlichen Räumen und den Mund-Nasenschutz lieber einmal zu viel tragen, als einmal zu wenig. 

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