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Österreich

Viele Skigebiete ohne Strategie

Viele Skigebiete in Österreich sind offenbar ohne klare Strategie in den Corona-Winter gestartet sein. Wie eine Befragung der Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) zusammen mit der TU Wien und dem Fraunhofer Institut zeigt, hatten im Dezember 2020 mehr als 90 Prozent der Liftbetreiber noch keine Pandemiestrategie. Ein Drittel hatte dies auch gar nicht vor. Die Skigebiete in Österreich durften am 24. Dezember aufsperren und auch während des harten Lockdowns offen bleiben.

Lediglich sieben Prozent der teilgenommenen Liftbetreiber gaben an, eine konkrete Pandemiestrategie bereits fertig entwickelt zu haben. Weitere 23 % sagten, dass die Entwicklung bereits durchgeführt werde und 21 %, dass eine Entwicklung geplant sei. 32 % hingegen planten keine Entwicklung einer Pandemiestrategie. 18 %  konnte keine Auskunft dazu geben.

Unterschiede in den Ergebnissen gibt es zwischen kleinen und großen Skigebiete. Während die Hälfte der großen Skigebiete im Dezember angab, eine Pandemiestrategie zu entwickeln oder bereits entwickelt zu haben, planten 40 % der kleineren Skigebiete keine Entwicklung einer Pandemiestrategie. Der größte Teil der Skigebiete zeigte sich übrigens mittelmäßig zufrieden mit dem COVID-Management von Bund und Ländern.

Christian Schumacher, Assistenz-Professor am Institut für "International Business" der WU, und Andreas Schumacher von Fraunhofer Austria erklärten, in der Studie einen besonderen Fokus auf Digitalisierungslösungen wie personifizierte Skikarten-Chips, Fiebersensoren oder automatisierte COVID-19-Schnelltestsysteme gelegt zu haben.

Die Umfrageergebnisse zeigten demnach ein hohes ungenutztes Potenzial von Digitalisierungslösungen im Umgang mit COVID-19. Zwar hätten die Betreiber einzelne Maßnahmen ergriffen, jedoch hatte die Hälfte der Skigebiete zum Befragungszeitpunkt keine Initiativen umgesetzt, um der Corona-Pandemie mittels Digitalisierungslösungen entgegenzutreten. Lösungen wie "Sensoriksysteme zur Echtzeitfiebermessung" oder "Automatisierte COVID-19-Schnelltestsysteme" wiesen niedrige Potenzialbewertungen auf.

Die Studienautoren hatten im Dezember des Vorjahres 335 Skigebiete angeschrieben, 88 davon füllten den Onlinefragebogen der Wissenschafter aus. In acht von zehn Fällen antwortete die Geschäftsführung. Das Forscherteam unterzog die Rückmeldungen in der Folge einer Repräsentativitätsanalyse und kam zum Schluss, dass diese zum einen die Größenverteilung der Skigebiete verglichen mit der Grundgesamtheit, sowie die Verteilung über die Bundesländer ausreichend gut abbilden.

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