Österreich

Tourismus sieht sich mit neuer Regierung zufrieden

Die Bundessparte Tourismus in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist mit den Plänen der neuen Regierung zum Tourismus zufrieden. Wesentliche Forderungen der Branche sollten damit auf den Weg gebracht werden, schreibt Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ in einer Aussendung.

In einem mehr als 300 Seiten starken Programm der türkis-grünen Bundesregierung wird der Tourismus auf sieben Seiten behandelt. Ausdrückliches Ziel der neuen Regierung ist der Erhalt einer kleinteiligen und häufig familiengeführten Tourismusbranche sowie die besondere Unterstützung von kleineren und mittleren Unternehmen, um die Wertschöpfung im Ort zu stärken. Besonders wichtig seien die Steuerreform, darunter die Senkung der Körperschaftssteuer auf 21 %, die KESt-Befreiung für ökologische Investitionen und die Entlastung der Lohnnebenkosten.

Im Fokus der Regierungsvorhaben liegen auch die Online-Buchungsplattformen. Diese dürfen in Zukunft nur noch Unterkünfte anbieten, die beim Finanzministerium registriert sind.

Die Förderung der Energieeffizienz und die Einrichtung von Anreizsystemen für Unternehmen zum Ersatz ineffizienter Technologien tragen die klare Handschrift des Grünen Regierungspartners. Bei den künftigen Investitionsprämien liegt der Fokus bei klimaschonenden Technologien. Schließlich kommt es bei den Flugticketabgaben zu Erhöhungen bei Flügen auf der Kurz- und Mittelstrecke.

Wichtig sei nun eine zügige Umsetzung der Maßnahmen.

ÖHV: Wichtige Impulse für die touristische Zukunft!

Die ÖHV-Präsidentin Reitterer begrüßt ebenfalls die Pläne für den Tourismusstandort: AfA-Reparatur, Fachkräfte-Offensive, Lohnnebenkostensenkung und Registrierungspflicht für Sharing-Hosts.

„Mit dem Tourismuskapitel im Regierungsprogramm legt Türkis-Grün einiges vor“, erklärt Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).

Viele zentrale Impulse sind darin enthalten, ist man bei deren Umsetzung genauso ambitioniert, sind laut Reitterer die Weichen für den Tourismusstandort Österreich in Richtung Zukunft gestellt. 

Betriebe: Entlastungen und Erleichterungen

Als besonders positiv, aber auch längst überfällig, sieht Reitterer die angepeilte Reparatur der Abschreibungsdauer: „Das ist ein ganz zentraler Punkt. So geben wir den Betrieben wieder die Freiheit für Investitionen zurück und schaffen Wertschöpfung vor Ort.“ Ebenso wichtig: die Erleichterungen bei den Betriebsübergaben im familiären Umfeld und die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen: „Da gibt es viel Luft nach oben, ich hoffe die wird zur Gänze ausgeschöpft.“

Mitarbeiter: Lohnnebenkostensenkung, Fachkräfte-Offensive

Dass der Faktor Arbeit entlastet werden muss, steht für die ÖHV-Präsidentin außer Frage: „Unseren Mitarbeitern muss am Ende des Tages mehr Netto vom Brutto im Börserl bleiben. Der Weg dorthin kann nur über eine Lohnnebenkostensenkung führen, da sind sich alle Experten einig.“

Als positiv bewertet Reitterer auch die Impulse für die anhaltenden Herausforderungen am Arbeitsmarkt: Attraktivierung und Modernisierung der Ausbildung, Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte wie auch den Ausbau der Kinderbetreuung.

Standort: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

An modernen Regelungen für die digitale Welt führen für die Branchensprecherin kein Weg vorbei. Immer öfter zeigt sich leider, dass die Gesetzgeber nicht mit den internationalen Tech-Multis Schritt halten können: „Mit der Registrierungspflicht für Sharing-Hosts ist damit Schluss. Keine Grauzonen mehr, sondern gleiche Voraussetzungen für alle.“ Das weitere Vorantreiben der Digitalisierungsstrategie, die Weiterentwicklung der ÖW wie auch die stärkere Bedeutung des Faktors Nachhaltigkeit streicht Reitterer ebenfalls hervor.

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