Österreich

Sommerurlaub war sehr gefragt

Urlaub in Österreich war heuer im August sogar stärker gebucht als vor der Pandemie vor zwei Jahren.

Gegenüber dem Vergleichsmonat im ersten Corona-Sommer 2020 legten die Buchungen um 14,8 % auf 20,7 Millionen zu, wie aus den vorläufigen Daten der Statistik Austria hervorgeht. Damit überstiegen die touristischen Nächtigungszahlen sogar das Niveau vom August 2019 um 2,3 %.

"Der österreichische Tourismus ist auf dem Weg aus der Coronakrise und hat im August 2021 einen neuen Nächtigungsrekord erreicht – zu verdanken ist dies vor allem dem außerordentlich hohen Anstieg der Übernachtungen deutscher Gäste mit plus 25 % sowie inländischer Gäste mit plus 14,3 % gegenüber August 2019", erklärte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Auf die Deutschen entfiel heuer mit 9,6 Mio. Nächtigungen rund die Hälfte aller August-Buchungen. Insgesamt erhöht sich die Zahl der Touristen, die Urlaub in Österreich buchten, im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,3 % auf 5,18 Mio.

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) sieht in diesen Ergebnissen "ein starkes Lebenszeichen der heimischen Branche und eine eindrucksvolle Bestätigung für die gesetzten Maßnahmen".

Die Bundesländer entwickelten sich freilich höchst unterschiedlich – der Stadthotellerie geht es immer noch sehr schlecht, erholt hat sich in erster Linie die Ferienhotellerie. Bei den Buchungen weit besser als vor der Krise (August 2019) schnitten heuer im August Vorarlberg (plus 13,5 %), die Steiermark (plus 11,5 %) und Tirol (plus 10,3 %) ab. Starke Nächtigungssteigerungen gegenüber dem Vorkrisenniveau verbuchten weiters Kärnten (plus 9,3 %), das Burgenland (plus 8,2 %) und Salzburg (plus 6,3 %). Einbußen verzeichneten hingegen Wien (minus 50,8 %), Niederösterreich (minus elf Prozent) und Oberösterreich (minus vier Prozent).

Die im österreichweiten Schnitt kräftigen Zuwächse im August können den bisherigen Jahresverlauf allerdings nicht ins Positive drehen. Infolge des monatelangen Lockdowns und der internationalen Reisebeschränkungen waren die Nächtigungszahlen zwischen Jänner und August mit 50,3 Mio. um 38,5 % schwächer als im Vergleichszeitraum des ersten Coronajahres 2020. Auch die Gästeankünfte waren im Minus – sie gingen um mehr als ein Drittel (34,7 %) auf knapp 13,4 Mio. zurück.

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