Österreich

Reiselust im Sommer eingebrochen

Im dritten Quartal von Juli bis August sind die Österreicher wegen der Coronapandemie – wenig überraschend – deutlich weniger verreist als üblich. Die Urlaubsfahrten inklusive Verwandten- und Bekanntenbesuchen brachen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 16,8 % ein. Die Zahl der Urlaubsreisen ging damit von sieben auf 5,9 Mio. zurück und jene der Reisenden um ein Fünftel (-20,6 %) auf 3,4 Mio. Inlandsreisen stiegen aber stark an, so die Statistik Austria.

Die Zahl der Haupturlaubsreisen mit zumindest vier Übernachtungen brach um 31,2 % auf 2,8 Mio. ein. Der Trend zu Kurzreisen mit ein bis drei Nächtigungen wurde in der Coronakrise hingegen gestärkt. Sie stiegen immerhin um 4,6 % auf 3,1 Mio. an. Der Anteil der Kurzurlaubsreisen hat damit jenen der Haupturlaubsreisen überholt und lag im dritten Quartal bei 51,7 % (2019: 41,4 %).

Gestiegen ist das Reisemotiv des "Aktivurlaubs" (2020: 28,6 %, 2019: 17,4 %), der erstmals den "Erholungsurlaub" (2020: 21,3 %, 2019: 19,5 %) im Ranking der beliebtesten Sommerreisezwecke vom ersten auf den dritten Rang verdrängte. Dahinter folgten, wie auch im Vorjahressommer an zweiter Stelle, "Verwandten- und Bekanntenbesuche" (+6,6 Prozentpunkte auf 25,5 %, 2019: 18,9 %). Der Anteil an "Kultur- und Städteurlauben" nahm um 8,3 Prozentpunkte auf 6,8 % ab (2019: 15,1 %), ebenso verlor das Motiv "Strand- und Badeaufenthalt" an Bedeutung (-7,6 Prozentpunkte auf 11,0 %; 2019: 18,6 %).

Während die Inlandsreisen beinahe um ein Drittel (+31,6 %) auf 4,2 Mio. Urlaubsreisen zulegten, halbierte sich die Anzahl der Urlaubsreisen ins Ausland um 56,4 % auf 1,7 Mio. (2019: 3,8 Mio.). Italien, unangefochten die beliebteste Auslandsdestination der österreichischen Wohnbevölkerung, registrierte eine Abnahme um 38,7 % auf 0,5 Mio. Urlaubsreisen. Der Anteil der Italienreisen an allen Auslandsreisen erhöhte sich trotzdem um 9,1 Prozentpunkte im Vergleich zur Vorjahresperiode (Anteil an allen Auslandsurlaubsreisen 2020: 31,3 %, 2019: 22,2 %). Der Corona-Sommer kostete Kroatien beim Anteil der Urlaubsreisen aus Österreich den zweiten Rang. Nach Deutschland gingen zwar auch um 5,3 % weniger Urlaubsreisen im Vergleich zur Vorjahresperiode, der Anteil Deutschlands an allen Auslandsreisen stieg aber um 14,7 Prozentpunkte (Anteil 2020: 27,3 %; 2019: 12,6 %). Kroatien, das fast um drei Viertel weniger Urlaubsreisen (-72,9 %) registrierte, verlor 5,2 Prozentpunkte (Anteil 2020: 13,9 %; 2019: 8,7 %).

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