Österreich

Neue Tourismusstrategie

Viel ist noch nicht bekannt von der neuen Tourismusstrategie der Bundesregierung, die ÖVP-Ministerin Elisabeth Köstinger in knapp zwei Wochen in Salzburg vorlegen will, wie sie auf der Tourismusmesse ITB in Berlin bekräftigte. 

Ein bereits kommunizierter Eckpfeiler des sogenannten "Plan T" bzw. Masterplans für Tourismus ist die "verstärkte Zusammenarbeit" der einzelnen Tourismuslandesorganisationen und -verbände bei der internationalen Bewerbung von Urlaub in Österreich. Nicht jeder soll sein eigenes Süppchen kochen. Einen hohen Stellenwert hat auch das Themenfeld Digitalisierung.

"Wir haben vor einem Jahr den Startschuss gegeben - der Prozess war sehr erfolgreich, rund 500 Personen haben sich eingebracht und Zukunftsideen für den Tourismus erarbeitet, die Ergebnisse werden Sie am 21. März in Salzburg präsentiert bekommen", meinte Köstinger, die auch Präsidentin der nationalen Tourismusmarketingorganisation Österreich Werbung (ÖW) ist. Die neue Tourismuspolitik wird unter Beteiligung der gesamten Branche - also auch der ÖW, der Wirtschaftskammer Österreich und der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die hierzulande die Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie vertritt - ausgearbeitet.

Ob bei aller Bekenntnis zum Tourismus auch das seit Jahren auf demselben Niveau eingefrorene Marketingbudget der ÖW angehoben werden soll, wollte Köstinger nicht konkret sagen. "Ich kann den laufenden Verhandlungen zum Budget 2020 natürlich nicht vorgreifen, aber für alle steht eine starke ÖW außer Frage", so die Tourismusministerin. Es müsse eine "ausreichende Dotierung" geben, damit die Organisation weiterhin erfolgreich in die Zukunft gehen könne.

Aktuell arbeitet die ÖW mit einem Jahresbudget von rund 50 Mio. Euro, das sich aus einer Basisfinanzierung (32 Mio. Euro) und Partnerfinanzierungen (18 Mio. Euro) zusammensetzt. 24 Mio. Euro kommen via Wirtschaftsministerium vom Steuerzahler, 8 Mio. Euro von der Wirtschaftskammer Österreich. Den Rest stemmen touristische Partner für Marketingleistungen wie etwa Landestourismusorganisationen, Regionen und Betriebe.

"Wir haben bereits Schritte gesetzt, um den Tourismus zu entlasten", sagte die Ministerin auf der ITB unter Verweis auf die Rücknahme der (ermäßigten) Umsatzsteuer auf Übernachtungen von 13 auf 10 Prozent per 1. November 2018, die Flexibilisierung der Arbeitszeiten - Stichwort Zwölfstundentag - und erste Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel - Stichwort Mangelberufsliste.

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