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Österreich

Hotelöffnung bereitet Gewerkschaft Kopfzerbrechen

Dem Wiederaufsperren der österreichischen Hotellerie sieht die Gewerkschaft nur mit verhaltener Euphorie entgegen. "Aufsperren dürfen, ist nicht aufsperren können", so der Vorsitzende des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida, Berend Tusch. Kopfzerbrechen bereitet ihm die mangelnde Auslastung der Häuser. Das könnte noch viele Jobs kosten.

Ein Hotelbetrieb sei nicht einfach mit der Industrie vergleichbar, es brauche zu jeder Tages- und Nachtzeit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wenn der Betrieb offen ist. Solange aber nicht ausreichend Gäste in Hotels nächtigten, sei ein wirtschaftliches Führen der Betriebe selbst mit minimalem Personaleinsatz nicht möglich. "Tausende Menschen, die vor allem in der Stadthotellerie beschäftigt sind, bangen um ihren Arbeitsplatz oder haben diesen schon verloren", so der Gewerkschafter.

Ein Personalgrundstock sei auch bei minimaler Auslastung notwendig. Ebenso fielen monatlich weitere Kosten an, auf denen die Hotels sitzenblieben, wenn sie wegen der fehlenden Auslastung nicht den notwendigen Umsatz generieren zu könnten.

"Wenn die Bundesregierung in den nächsten Wochen und Monaten nicht einen weiteren Zuwachs an Arbeitslosen produzieren will, braucht es dringend finanzielle Unterstützung für die Beschäftigten, die Corona-Arbeitslosen und jene Betriebe, deren Auslastung gering ist, die aber den Beschäftigtenstand halten", betonte Tusch. 

Der Gewerkschafter sorgt sich auch um die Gesundheit der Hotelmitarbeiter. Denn die Gäste müssen nur im Eingangsbereich und an der Rezeption einen Mund-Nasen-Schutz tragen, an den Tischen im Restaurant dürfen sie diesen abnehmen. Die Kellnerinnen und Kellner wiederum müssen überall im Innenraum Masken tragen. Und sie müssen auch einen Covid-19-Test machen.

"Gegen Testungen für Beschäftigte im Tourismus ist natürlich nichts einzuwenden – wichtig ist, dass der Job unabhängig vom Testergebnis gesichert ist und alle getestet werden und nicht nur jene, die direkt am Gast oder Kunden arbeiten", meinte Tusch. "Die Übertragung kann genauso durch Gäste erfolgen, die in mehreren Lokalen unterwegs sind – wie auch internationale Erfahrungen zeigen", sagte der Gewerkschafter. Er versteht nicht, dass die Regierung einerseits Corona-Tests für Arbeitnehmer plane, die am Gast arbeiten, andererseits aber Gäste ohne Mund-Nasen-Schutz in geschlossenen Räumen herumlaufen lasse. "Die kurzfristig abgeänderte Verordnung, dass Gäste nur im Eingangsbereich Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, passt nicht zur Idee mit Tests für Beschäftigte", findet Tusch.

"Soll es Corona-Tests für Beschäftigte im Tourismus geben, braucht es gleichzeitig das verpflichtende Tragen von Mund-Nasen-Schutz für Gäste in allen geschlossenen Räumen, außer man befindet sich am Tisch, im Hotelzimmer oder im Wellnessbereich", so die Meinung des Gewerkschafters. Damit sei auch für jeden Gast klar, was wo gelte.

Der vida-Gewerkschafter fragt sich zudem, was passiere, wenn "plötzlich ein Mitarbeiter tatsächlich positiv getestet wird". Die Pläne seien dementsprechend nicht zu Ende gedacht.

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