ÖRV

Neues Preismodell notwendig

Durch die weltweite Pandemie entstehen nicht nur für den Geschäftsreisebereich immer neue Herausforderungen, wie ein schnell steigender Informationsbedarf der Kunden über Einreise- oder drohende Quarantäne-Bestimmungen. Der dadurch erhöhte Aufwand vieler Unternehmen wird nur bedingt in aktuellen Preismodellen berücksichtigt. Der ÖRV fordert, ein neues Preismodell zu finden, das der künftigen Branchenentwicklung in transparenter und fairer Weise gerecht wird.

In den letzten Jahren haben sich die Geschäftsreisebüros (auch TMCs genannt) zu wichtigen strategischen Partnern der Unternehmen entwickelt. Längst bieten sie ihren Kunden viel mehr als nur die beste Verbindung. Traveller Tracking, 24/7-Erreichbarkeit, Customer Profiling und personalisierte Angebote bei höchster Datensicherheit, Kosten/Nutzenrechnung auf Knopfdruck, moderne technische Lösungen und vieles mehr sind Mehrwerte, die Unternehmen schätzen.

„Gerade die aktuelle Covid-Krise zeigt auf, wie groß die Herausforderungen für TMCs geworden sind, in einem sich rasch ändernden Umfeld relevante Daten zu Einreise- oder drohenden Quarantäne-Bestimmungen zu finden – sowie auch ‚nur‘ eine passende Flugverbindung anbieten zu können“, sagt Dr. Georg Nader, neuer Geschäftsführer der BTU.

Und die Anforderungen werden weiter steigen. Kunden wollen schnelle, unabhängige Informationen, dabei eigenständig oder flexibel betreut werden – dies alles in einer für ihr Unternehmen geregelt und definierten Umgebung, denn dies beeinflusst Ihre Kosten. Im Zuge der Digitalisierung entstehen einzigartige Möglichkeiten für die Kunden ihre Beziehung zum TMCs zu definieren und für TMCs die Wertschöpfung für ihre Kunden zu erhöhen. Dafür werden TMCs nachhaltig in ihre Infrastruktur weiterhin investieren. Ein rein auf Transaktionskosten abgestimmtes Preismodell entspricht nicht nur nicht den heutigen Erfordernissen, sondern berücksichtigt auch nicht die steigenden Aufwendungen für die Infrastruktur. Die Herausforderung ist es, ein neues Preismodell zu finden, das der künftigen Branchenentwicklung in transparenter und fairer Weise gerecht wird. Dies kann und soll nicht über Preisanpassungen oder Zuschläge erreicht werden.

In den letzten Wochen wurden – speziell im englischen Sprachraum – sogenannte ‚Subscription‘- Modelle vorgestellt. Auf Basis von bestimmten Abnahmemengen soll eine Gebühr für die oben skizzierten Infrastrukturkosten verrechnet werden. In Zeiten mit aktuell schwer planbaren Reiseaufkommen und speziell für im Schnitt deutlich kleinere Kunden – wie in Österreich – ein durchaus herausfordernder Ansatz und vielleicht nur in Einzelfällen umzusetzen.

Praktikabler ist es, dort wo Unternehmen keine Abnahmegarantien gegeben werden können, eine „Network Access Fee“ einzuführen. Diese wird für die Bereitstellung der Systeme und den Zugang zur Infrastruktur der TMCs sowie deren Daten als monatliche Gebühr nach Vorbild anderer Branchen (Banken, Telekom,…) verrechnet. Tatsächlich in Anspruch genommene Leistungen werden wir bisher in Rechnung gestellt. Die Kunden werden in der zunehmend intransparenteren digitalen Welt einen verlässlichen, innovativen und unabhängigen Reisepartner brauchen, der Ihnen die besten Services bietet, persönlich oder digital – so wie Sie es brauchen.

„Diese Partnerschaft und der Zugang zu ihrem TMC hat daher einen Wert, der in dem neuen Preismodell entsprechend zum Ausdruck kommen soll“, betont abschließend Thomas Kreillechner, Leiter des ÖRV Flugausschusses.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter

Mit nur einem Klick zur Anmeldung für Newsletter und E-Paper. Immer up2date in der Touristik mit dem traveller.

Anzeige

Aktuelles E-Paper

Touristik Telefonbuch 2019

Anzeige
Anzeige