ÖLFV

Kritik an Quarantänebestimmungen

Trotz soeben veröffentlichter Richtlinien der EASA und dem ECDC für eine einheitliche Teststrategie innerhalb der EU und dem eindeutigen Nachweis der Unwirksamkeit von Quarantänemaßnahmen halten europäische Regierungen an Quarantänebestimmungen auch für Flugreisen fest. Der Österreichische Luftfahrtverband (ÖLFV) kritisiert diese Entscheidung und drängt zu einer Aufhebung der Bestimmung. 

„Die Luftfahrt ist der einzige Verkehrsträger, der kontrolliert und sicher Passagiere erfasst und eine lückenlose Testung bei Reisenden gewährleisten kann. Es entbehrt jeder Logik diesen Verkehrssektor in Quarantänebestimmungen einzuschließen“, hält ÖLFV-Präsident Peter Malanik fest.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) und das Europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) haben am 02. Dezember gemeinsame Richtlinien für COVID-19-Tests und Reisequarantäne veröffentlicht. Darin wird klar und faktenbasiert nachgewiesen, dass Quarantänemaßnahmen für Passagiere im Luftverkehr vollkommen ungeeignet sind, die Verbreitung des COVID-19-Virus zu reduzieren. Weniger als ein Prozent aller bisher festgestellten Infektionen sind auf Flugreisende zurückzuführen. Effektiv wäre hingegen die Einführung eines einheitlichen europäischen Testsystems für Flugpassagiere. Im Gegensatz zu sämtlichen anderen Verkehrsträgern können 100 % aller Flugpassagiere getestet und damit der Flugverkehr als Verbreiter von COVID-19 zuverlässig ausgeschlossen werden.

Der Österreichische Luftfahrtverband fordert daher die Österreichische Regierung nachdrücklich auf, die Quarantänebestimmungen für die Einreise mit dem Flugzeug zumindest aus der EU aufzuheben und umgehend gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedstaaten einem europäischen Teststandard für Flugreisende zuzustimmen. Der ÖLFV schließt sich damit der Meinung sämtlicher wichtigen europäischen und internationalen Luftverkehrsverbände, wie der IATA (International Air Transport Association) und dem ACI Europe (Airport Council International) an.

Peter Malanik stellt abschließend klar: “Reisende sorgen sich nicht vor Ansteckung im Flugzeug oder am Flughafen, sondern vor nicht nachvollziehbaren und stets kurzfristigen Maßnahmen der Europäischen Regierungen. Deswegen, und nicht wegen der Verbreitungsgefahr des Virus kann der Luftverkehr immer noch nicht seine wichtige Rolle zur Erholung der europäischen Wirtschaft wahrnehmen”.

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