ÖHV-Kongress

„Alles bleibt anders“

Der erste Großkongress des Landes seit langer Zeit ist der ÖHV-Kongress im Design Center Linz. Zum Auftakt wurden viel Mut und Hoffnung verbreitet.

Knapp 400 Teilnehmer vor Ort – mit Maske und Sicherheitsabstand – kann die Österreichische Hoteliervereinigung zu einem ungewöhnlichen Kongresstermin im Juni begrüßen. Der Pandemie geschuldet, verschob sich die traditionell im Jänner durchgeführte Veranstaltung mehrmals nach hinten, jetzt endlich hat es geklappt. Dementsprechend euphorisch begrüßte der ÖHV-Vizepräsident, Hotelier und Moderator des Eröffnungsabends, Alexander Ipp, die Kongressteilnehmer mit: „Noch nie war es so schön, Sie wiederzusehen!“

In die gleiche Kerbe schlug ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer in ihrer Rede und versprühte viel Aufbruchstimmung: „Wir können endlich wieder das machen, was uns am meisten Spaß macht – Gastgeber sein.“ Der Kongress sei ein wichtiges Zeichen an die Branche und Partner im Kongress- und Eventbereich. Für die kommende Sommersaison sieht sie den österreichischen Tourismus gut vorbereitet, das habe schon der Sommer des Vorjahres bewiesen, wo es „keinen einzigen Cluster in einem Hotel gegeben hat – aber riesige Einnahmenausfälle“.

Dennoch sollte sich die Branche auf verschiedene Szenarien gut vorbereiten. „Das schönste an einem Worst-Case-Szenario ist, wenn wir es nicht brauchen“, argumentierte Reitterer. „Aber bitte behalten wir immer einen Plan in der Schublade.“ Gemeinsam wolle man sich den Tourismus-Weltmeistertitel zurückholen. Der „Vorteil“ sei, dass auch der Mitbewerb im Ausland wieder bei null starten müsse.

Köstinger: „Österreich ist ein sicheres Urlaubsland“

Sehr herzlich begrüßt wurden oberösterreichs Tourismuslandesrat Markus Achleitner und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger auf der Kongress-Bühne. Die Ministerin sieht Hotels und Gastronomie für den Sommer gut gerüstet. Der Sommer 2020 habe gezeigt, dass Österreich ein sicheres Urlaubsland ist. Der Restart habe zudem bewiesen, wie gut die Sicherheitsmaßnahmen in den Branchen umgesetzt werden. Sie appellierte an die Hoteliers, beim Thema Impfen vor allem gegenüber den Mitarbeitern mit gutem Beispiel voranzugehen. Die Ministerin zeigte sich grundsätzlich überzeugt, dass es keinen weiteren Lockdown mehr brauchen werde.

Köstinger kündigte zudem an, dass die Kurzarbeit „auf jeden Fall“ verlängert wird, ohne konkreter zu werden. Außerdem müsse es weitere Wirtschaftshilfen geben, vor allem für besonders betroffene Branchenbereiche wie die Stadthotellerie. Und an den Rahmenbedingungen für die kommende Wintersaison arbeite man bereits intensiv. „Die beste Wirtschaftshilfe ist, zu ermöglichen, wieder wirtschaften zu können.“

Zukunftsthemen wie die Mitarbeiterfrage und die Eigenkapitalausstattung der Betriebe habe man jedenfalls im Blick. „Tourismus ist strukturell für das Land eine Überlebensfrage“, so Köstinger.

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