ÖHT

Details zur Fortführung der Insolvenzabsicherung 

Die ÖHT-Insolvenzabsicherung rettet Reisebüros, Reiseveranstalter und Hotellerie: Ab kommenden Montag, den 10. Jänner, können neue Anträge gestellt werden.

Aufgrund der anhaltenden Covid-19-Krise und den damit verbundenen Reisebeschränkungen besteht weiterhin das Marktversagen bei der Absicherung von Ansprüchen von Reisenden, die eine Pauschalreise oder verbundene Reiseleistungen buchen. Aus diesem Grund wurde bereits seit Sommer 2021 mehrfach vom Generaldirektor der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank, Wolfgang Kleemann, auf die Wichtigkeit der Fortführung der bereits 2021 abgewickelten Sonderförderung ÖHT-Insolvenzabsicherung hingewiesen und eine Lösung forciert. Wie berichtet (siehe hier), konnte quasi in letzter Minute auf politischer Ebene Konsens über die Fortführung erzielt werden. 

Gegenstand der Förderung 

Reiseleistungsausübungsberechtige haben für den Fall ihrer Insolvenz sicherzustellen, dass den Reisenden die bereits entrichteten Zahlungen, die notwendigen Aufwendungen für die Rückreise (falls erforderlich inklusive Kosten für Unterkünfte) und gegebenenfalls die notwendigen Kosten für die Fortsetzung der Reise erstattet werden. Durch die Haftungsübernahme der ÖHT werden diese Ansprüche der Reisenden finanziell abgesichert. Die konkrete Abwicklung der Ansprüche erfolgt dann durch einen Abwickler gemäß § 2 Abs. 14 Pauschalreiseverordnung (PRV). 

Adressatenkreis der ÖHT-Insolvenzabsicherung 

Die auf Initiative der ÖHT gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft Regionen und Tourismus (BMLRT) und dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) ausgearbeitete ÖHT-Insolvenzabsicherung richtet sich gleichermaßen an Reisebüros, Reiseveranstalter und Hotellerie. 

Art und Umfang der Förderung 

Die Haftungsquote beträgt 100%; die Haftungssumme mind. EUR 13.000 und höchstens EUR 20.000.000. Die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Haftungssumme bildet der Jahresumsatz 2019 aus Pauschalreisen und verbundenen Reiseleistungen. 

Die Konditionen 

Einmalige Bearbeitungsgebühr von 1 % der Haftungssumme (jedoch mind. EUR 500 | max. EUR 30.000) zuzüglich einer einmaligen Haftungsprovision in Höhe von 0,25 % (KMU) bzw. 0,50 % (Großunternehmen) der Haftungssumme. 

Echte Hilfe für die Branchen 

Schon im Vorjahr erwies sich die ÖHT-Insolvenzabsicherung als Erfolgsgeschichte und konnte mit dem Haftungsmodell rund 200 Unternehmen absichern und ihnen damit ihr Geschäftsmodell sicherstellen. Ohne diese ÖHT-Lösung wären auch heuer rund 2.600 Reisebüros mit dem Entzug der gewerblichen Ausübungsberechtigung konfrontiert gewesen. 

„Sobald sich auch die reiseleistungsausübungsberechtigten Hoteliers – diese benötigen beim Verkauf von Pauschalreisen ebenfalls die in der Pauschalreiseverordnung geforderte Reiseleistungsausübungsberechtigung – ihrer Verantwortung ebenfalls bewusstwerden, ist ein sprunghafter Anstieg gegenüber den schon sehr beachtlichen Absicherungszahlen aus dem Vorjahr zu erwarten“, betonen Wolfgang Kleemann und ÖHT-Prokurist Florian Zellmann.

Anträge können von Reisebüros, Reiseveranstalter und der Hotellerie ab Montag, den 10. Jänner 2022 um 8 Uhr über das ÖHT-Kundenportal online eingereicht werden. Für Bestandskunden aus dem Vorjahr besteht ein vereinfachtes Antragsprocedere für einen Erneuerungsantrag. Diese Kunden werden von der ÖHT aktiv vor Go-Live des Kundenportals kontaktiert, eine neuerliche Antragstellung über das Portal ist für Bestandskunden somit nicht erforderlich.

www.oeht.at/produkte/oeht-insolvenzabsicherung/

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