ÖAMTC

Einreisebestimmungen als Herausforderung

Reisen in ferne Länder verlangen mitunter eine aufwändige Vorbereitung, die einige Wochen im Voraus gestartet werden sollte. 

"Damit die Einreise nicht zur Farce bzw. ganz verweigert wird, ist rechtzeitige Information über die Einreisebestimmungen unbedingt nötig", sagt ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner. "Reisen Kinder mit, wird es oft noch etwas komplizierter und spezielle Dokumente müssen besorgt werden, was wiederum einige Tage dauern kann."

USA: Österreicher können ohne Visum in die USA reisen, benötigen jedoch eine elektronische Einreiseerlaubnis (ESTA). Diese muss mindestens 72 Stunden vor der Einreise beantragt werden, kostet 14 US-Dollar und kann nur mit Kreditkarte bezahlt werden. "Erscheint man ohne gültige ESTA-Registrierung am Flughafen, wird das Boarding verweigert", warnt Renner.

Südafrika: Erwachsene Reisende brauchen bei einem Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum, müssen bei der Einreise jedoch ihr Rückflugticket vorlegen. Kinder müssen bei der Ein- und Ausreise eine beglaubigte internationale Geburtsurkunde mit englischsprachiger Erläuterung vorweisen, in der beide Elternteile erfasst sind. Reist ein Minderjähriger nicht in Begleitung beider Elternteile, muss nachgewiesen werden, dass der nicht anwesende Elternteil entweder mit der Reise einverstanden ist (eidesstattliche Versicherung inklusive beglaubigte Passkopie und Kontaktdaten) oder dass die Einverständniserklärung nicht erforderlich ist (gerichtlicher Beschluss).

China: Für Reisen nach China braucht man ein Visum. Bei der Beantragung müssen Reisende auch ihre gesamten Reiseunterlagen inklusive Hotelbuchung vorlegen und bereits ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen.

Naher Osten und Israel: In einigen Ländern des Nahen Ostens wird die Einreise verweigert, wenn sich im Pass ein israelischer Einreisestempel befindet (z. B. in Kuwait, Libanon, Iran oder Saudi-Arabien). "Man kann das umgehen, indem man die israelischen Grenzbeamten bittet, den Stempel auf eine separate Einreisekarte zu setzen, die später wieder entfernt wird", so die ÖAMTC-Expertin. Umgekehrt kann es bei der Einreise nach Israel zu sehr strengen und langen Sicherheitsbefragungen kommen, wenn im Reisepass Einreisestempel arabischer Staaten vorhanden sind.

Kambodscha: Viele Thailand-Reisende machen während ihres Urlaubs einen "Abstecher" über den Landweg nach Kambodscha. Dafür sollte man wissen, dass ein "E-Visum" bis spätestens zwei Wochen vor Reiseantritt beantragt werden muss, für maximal 30 Tage Aufenthalt. Die Beantragung erfolgt über das kambodschanische Außenministerium und muss ausgedruckt mitgenommen werden.
Achtung: Im Internet kursieren betrügerische Webseiten für die Beantragung – die richtige lautet www.evisa.gov.kh. Reist man über den Luftweg an, kann das Visum auch an den internationalen Flughäfen beantragt werden – vorausgesetzt, man hat auch Passfotos dabei.

Kuba: Bei der Einreise wird neben einer Touristenkarte (z. B. über Reisebüro) eine für Kuba gültige Reiseversicherung verlangt, die allfällige Kosten im Krankheitsfall abdeckt. Dafür eignet sich u. a. der ÖAMTC Weltreise-Krankenschutz bzw. werden auch Kreditkarten mit ausreichendem Versicherungsschutz akzeptiert. In jedem Fall ist eine Bestätigung der Versicherungsleistung in englisch bzw. spanisch empfehlenswert.

Türkei: Für die Türkei benötigt man ein e-Visum, das vor Reisebeginn online beantragt und ausdruckt werden muss – über das "Electronic Visa Application System". Laut Außenministerium werden die türkischen Behörden bis auf Widerruf auch die Möglichkeit beibehalten, das Visum erst bei der Einreise zu erhalten. "Dann ist jedoch wichtig, mit der Airline vorher abzuklären, ob ein e-Visum bereits für den Flug in die Türkei erforderlich ist", rät die ÖAMTC-Expertin.

Sind Kinder ohne Eltern unterwegs, empfiehlt sich eine Vollmacht der Eltern – eine Vorlage dafür gibt es beim Mobilitätsclub online unter www.oeamtc.at/laenderinfo. Dort findet man auch sämtliche weitere Einreisebestimmungen weltweit.

Informationen unter www.oeamtc.at 

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